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Archiv: Januar, 2008

Social Software

Autor: Felix
abgelegt in: Software

Der Begriff Social Software beschreibt im Allgemeinen Anwendungsprogramme, welche soziale Interaktion über den Computer ermöglichen. Dazu gehören demnach alle Anwendungen, welche zum Beispiel zum Zugriff auf Netzwerke wie das Internet oder auch innerbetriebliche Intranet-Systeme nötig sind. Auch E-Mail-Client-Programme wie Microsoft Outlook sind in diesem Sinne „Social Software“.

Die Veränderungen des Internet seit der Jahrtausendwende (Web 2.0) haben jedoch neue Formen der sozialen Interaktion über das Internet hervor gebracht, welche zu einer engeren Fassung des Begriffs geführt haben. In diesen Zusammenhang gehören beispielsweise die mit dem Siegeszug von Wikipedia populär gewordenen Wikis. Diese nichtkommerziellen Informationsportale können wie die Online-Enzyklopädie selbst von ihren Nutzern selbst editiert werden. Eine andere neue Kommunikationsform im Internet ist das Blogging, für das diese Seite ebenfalls ein Beispiel darstellt. Zur Erstellung der Inhalte wird ein Content-Management-System benötigt, das demnach auch Social Software ist. Um den rein privaten Zweig dieses Bereichs abzuschließen, wären noch Instant-Messaging-Programme wie ICQ und Skype zu nennen.
Eine Grafik rel=Im betrieblichen Bereich verortet sind Systeme, welche die Kommunikation von Mitarbeitern eines Unternehmens untereinander und mit externen Partnern ermöglichen. Dabei geht es nicht immer allein darum, Informationen auszutauschen. Es wird ebenfalls immer wichtiger, über digitale Netzwerke gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Es gibt beispielsweise kollaborative Textverarbeitungsprogramme, mit denen mehrere Autoren ein Office-Dokument gleichzeitig bearbeiten können. Im Bereich der Softwareentwicklung stellt Eclipse mit dem „Eclipse Communication Framework“ eine Möglichkeit für mehrere Entwickler bereit, gleichzeitig an ein und demselben Softwaresystem zu arbeiten.


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(Technology Review) Ein wichtiger Bestandteil der im Zuge des Web 2.0 realisierten technischen Neuerungen ist die Anreichung von Webseiten durch vielfältige integrierte Funktionalitäten. Auf den Seiten mancher Verkehrsbetriebe etwa finden sich integrierte, interaktive Karten, mit deren Hilfe man sich zum Beispiel den Standpunkt einer Haltestelle anzeigen lassen kann. Wird dieses digitalisierte Kartenmaterial inklusive der Zugriffsfunktionalitäten von einem externen Web-Service angeboten, spricht man von einem Mashup. Denn in diesem Fall wird, wie das im Deutschen „vermischen“ bedeutende Wort andeutet, eine Anwendung (nämlich ein interaktiver Routenplaner der Verkehrsbetriebe) aus mehreren bereits vorhandenen Anwendungen zusammengemischt. In diesem Fall wären die Anwendungen der externe Kartendienst und die Datenbank der Verkehrsbetriebe.
Lotus, der 1995 von IBM übernommene Pionier der Office-Software, will nun Softwareanwendern nun nicht nur die Verwendung, sondern auch die Erstellung von Mashups ermöglichen. „Lotus Mashup“ bietet eine Sammlung von kleinen Anwenderprogrammen, die von den Nutzern des Rahmenprogramms zu Mashups kombiniert werden können.
Anders als bei den professionell erstellten Mashup im Internet ist dazu kein großes technisches Verständnis nötig. Das erörterte Beispiel eines Routenplaners würde erfordern, dass ein Programmierer die Funktionalitäten des Kartendienstes über deren Programmschnittstelle mit der Website des Verkehrsbetriebes verbindet. Diese Verbindung übernimmt im Falle von Lotus Mashup jedoch das Rahmenprogramm. Beispielsweise ließe sich so eine Anwendung, die Organigramme erstellt, mit einer Funktionalität verbinden, die bestimmte Informationen zu einer Person grafisch ansprechend aufbereitet. Auf diese Weise ließe sich ein ansprechendes Informationsportal über die Unternehmensstruktur und die Mitarbeiter eines Unternehmens zusammenstellen.
Lotus schafft auf diese Weise eine Möglichkeit, seine Software flexibel auf die Wünsche der Kunden abzustimmen; denn diese können ihre Anwendungen ja weitgehend selbst erstellen. Ein Problem könnte sich jedoch dann ergeben, wenn man Programme von verschiedenen Herausgebern kombinieren möchte, obwohl diese nicht auf denselben Datenstrukturen arbeiten. Wie diese Kompatibilitätsprobleme gelöst werden sollen, hat auch Lotus noch nicht geklärt. Vorerst lassen sich also wohl nur Anwendungsprogramme mit einander „mashen“, die auch von vornherein dafür vorgesehen sind. Das eingebundene Video stellt das Mashup-Projekt QED-Wiki von IBM vor.


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Der steigende Börsenkurs von Anbietern wie NetSuite und saleforce.com weist auf eine steigende Attraktivität des Konzeptes hin.
Wie der Name schon andeutet, handelt es sich bei SaaS um die Bereitstellung von Anwenderprogrammen über einen Server; ein eigentlicher Verkauf von Software findet hingegen nicht statt. Der Kunde installiert seine Software nicht auf dem eigenen System, sondern erhält lediglich einen (möglicherweise zeitlich begrenzten) Zugang zu dieser Installation, die sich beim Anbieter befindet. Der Vorteil dieser „Mietsoftware“ gegenüber dem klassischen Produktkauf besteht zum Einen darin, dass der Anbieter mit der Software auch ihre Wartung und Instandhaltung übernimmt. Bei Firmenkunden, die für den SaaS-Markt momentan die einzige Zielgruppe sind, entfällt damit auch viel Arbeit für die hausinterne Netzwerkadministration.
Das britische Wirtschaftsblatt The Economist schätzt unter Berufung auf eine Marktstudie, dass sich der weltweite Umsatz im SaaS-Bereich von 16 Milliarden US-Dollar in 2007 bis zum 2011 auf über 26 Milliarden US-Dollar erhöhen wird. Ein Anbieter, die Firma NetSuite, erlebte bei seinem Börsengang gleich eine Aktienaufwertung um 37 Prozent (Economist.com).
Das Konzept ist beileibe nicht neu; “Application Service Provider” bieten schon längere Zeit Software über Netzwerke an. Neu am Konzept des SaaS ist, dass hierbei eine große Zahl von
Kunden die gleiche Installation einer Software nutzen können. Der technische Aufwand für die Erstellung (bzw. den Kauf), den Unterhalt und die Wartung der Software wird also nicht einfach vom Kunden auf den Anbieter verlagert, sondern insgesamt minimiert. Dadurch erst lässt sich gegenüber der Installationssoftware wesentlich Geld sparen.
Webbasierte Softwarenutzung wird überdies auch für den privaten Gebrauch zunehmend attraktiv. Momentan bietet Google einige für den Nutzer kostenfreie Services wie ein Textverarbeitungsprogramm im Internet an. Ein ähnliches Beispiel ist das AIR-Programm von Adobe. Es ist momentan jedoch nicht abzusehen, dass sich eine kostenpflichtige Nutzung von privater Individualsoftware durchsetzen könnte.


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Green ITDie CeBIT hat jedes Jahr einen thematischen Schwerpunkt und ein Partnerland. Letzteres ist dieses Jahr Frankreich, dessen Präsident Nicolas Sarkozy die Messe am 3. März zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnen soll (Financial Times Deutschland). Die CeBIT ist die weltweit größte Messe für Informationstechnologie. In den letzten Jahren von geringer werdendem Zulauf seitens professioneller Aussteller betroffen, ist die Veranstaltung um einen Tag gekürzt worden. Zudem werden niedrigere Standgebühren erhoben (FTD).
Das Thema der „grünen IT“ ist noch relativ neu. Wichtige Themen bei der ökologischen Gestaltung der Herstellung und Nutzung von IT-Infrastruktur sind die Begrenzung des Stromverbrauchs und eine umweltfreundliche Entsorgung von Hardware. Ein Recycling von IT-Komponenten findet in Ländern wie China kaum statt, bei einem Gesamtaufkommen von ca. 40 Millionen Tonnen Elektroschrott im Jahr ein großes Problem (3sat.de).
Bereits im Jahre 2004 hat sich die Umweltorganisation Robin Wood des Stromverbrauchs von Computern angenommen. Robin Wood geht davon aus, dass zum Beispiel in den hochdigitalisierten USA der durch IT-Systeme verursachte Stromverbrauch bereits 2004 einen Anteil von acht Prozent am Gesamtverbrauch erreicht hatte. Die jährlichen Wachstumsraten betrügen zudem rund zehn Prozent. Robin Wood schätzt, dass durchschnittlich ca. siebzig Prozent des Verbrauchs auf Zeiten entfallen, in denen der Rechner gar nicht genutzt wird; der Stand-By-Betrieb, aber auch das Laufen lassen von PCs über einen ganzen Arbeitstag im Büro führen zu dieser ungünstigen Verbrauchsverteilung.
Wie in allen Bereichen, in denen Energieeffizienz wichtig wird, sind auch Kostenersparnisse eine wichtige Motivation für Firmen, ihren Stromverbrauch zu reduzieren. IBM etwa schätzt, dass in großen Rechenzentren bis zu 42 Prozent Strom eingespart werden könnten. Für ein entsprechendes Optimierungsprogramm hat der IT-Riese jüngst die stattliche Summe von einer Milliarde Dollar bereitgestellt (3sat.de).


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Flash-Speicher

Autor: Felix
abgelegt in: Zubehör

USB-Stick (Q: Wikimedia)Flash-Speicher haben gegenüber herkömmlichen Computerfestplatten den Vorteil, dass sie aus Speicherchips bestehen, die ohne mechanisch bewegte Teile angesteuert werden können. Dadurch wird der Speicher stoßsicher. Da das Speicherelement nicht wie bei Magnetfestplatten rotieren muss, verbrauchen sie außerdem weniger Strom. Aus diesen Gründen finden Flash-Speicher auch in USB-Sticks und in MP3-Playern wie dem iPod Verwendung. Die eigentlichen Speicherorte sind Feldeffekttransistoren. Ein Bit wird gesetzt, indem eine Spannung an einen Transistor angelegt wird. Durch eine Isolierschicht hindurch wird dabei ein sog. „Floating-Gate“ mit Elektronen aufgeladen. Diese Elektronen sind in dem Gate durch die Isolierschicht gewissermaßen gefangen, und dies macht Flash-Speicher zu dauerhaften Speichern.
Bei Flash-Speichern setzt nach einer Weile ein gewisser Verschleiß ein, der durch die Löschung gesetzter Bits zustande kommt. Denn Löschvorgänge geschehen dadurch, dass große Spannungen an die Speicherelemente angelegt werden, wodurch die Elektronen die isolierende Schicht zum sog. „Floating-Gate“ überwinden, auf dem das Bit gespeichert ist. Dieser Vorgang zerstört die Isolierschicht nach und nach.


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Das Mac OS X (links) und Windows (rechts) auf Mac-ComputernLange Zeit konstituierten Apple-Computer und die früher so genannten „IBM-kompatiblen“ PCs mit Windows-Betriebssystemen zwei getrennte Welten, und die Systemgrenzen konnten nur von plattformunabhängiger Software wie der Java-VM überwunden werden. Die Macs haben sich aber dauerhaft etabliert und gerade in den letzten Jahren auf Grund ihres ansprechenden Designs und der hohen Verarbeitungsqualität Marktanteile hinzugewonnen; daher ist der größte Teil kommerzieller Software auch in einer Mac-kompatiblen Version erschienen. Seit dem Spätherbst scheint sich nun abzuzeichnen, dass die Trennung zwischen Windows- und Mac-Computern in Bezug auf die Software-Ausstattung irrelevant werden könnte: Bereits im letzten Herbst kann mit dem neuen Betriebssystem Mac OS X (Version 10.5.) die Software Boot Camp heraus, mit deren Hilfe man Microsoft Windows auf einem Mac-PC installieren kann.
Zwei kleine Mankos hat der Betrieb von Windows via Boot Camp gegenüber der Installation als alleiniges OS auf einem Windows-PC: Zum einen ist ein Wechsel zwischen den Betriebssystemen nur nach einem Neustart möglich: Beim Hochfahren des Computers muss man Windows als OS anwählen. Umgehen kann man dieses Problem, wenn man sich statt für Windows als zweites Betriebssystem für eine Emulation innerhalb des Mac-OS entscheidet: Eine solche Möglichkeit bietet die Software Fusion von VM-Ware sowie Parallels Desktops for Mac. Hier kann man eine Windows Anwendung, bzw. den Windows Desktop in einem Fenster aus dem Mac-OS heraus öffnen und so parallel in beiden Betriebssystemen arbeiten.
Ein zweites Problem von Boot Camp ist, dass es für Windows nur jeweils eine einzige Festplatten-Partition vorsieht. Die übliche Verwendung mehrerer Partionen, zum Beispiel eine Partition für Back-Ups oder Daten neben der eigentlichen System-Partition, ist damit nicht möglich.


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Weiterer Erfolg für Blu-Ray

Autor: Felix
abgelegt in: Hardware

Auch die Warner Studios werden ihre Filme künftig allein in dem Video-Format von Sony und anderen vertreiben.

Vorderseite einer DVD. Quelle: WikimediaMomentan ist noch unklar, welches Format für die digitale Speicherung von Videos auf die DVD folgen wird: Neben dem Standard Blu-Ray steht das Format HD-DVD (HD für High Definition) der HD DVD Promotion Group. Diese besteht unter anderem aus Toshiba, Intel und IBM. Blu-Ray wird seit 2002 von einem Konsortium verwaltet, dem Gerätehersteller wie Sony, Panasonic, LG und Sharp angehören. Das Format VMD ist mittlerweile unbedeutend geworden.

Eine Schlüsselrolle bei der Beherrschung des Marktes spielen die großen amerikanischen Filmverleihe, da sie für die populären Hollywood-Filme die Markenrechte haben und als Home-Videos weltweit vertreiben. Einige dieser Studios setzen auf jeweils ein Format, Warner hatte bisher jedoch beide Standards vertrieben. Ein dauerhaftes Nebeneinander ist aber natürlich nicht möglich, da dies sowohl für die Hersteller von Abspielgeräten als auch für die Verleihe einen höheren finanziellen Aufwand mit sich bringen würde. Die Unsicherheit, welches Format sich dauerhaft durchsetzen wird, lässt wiederum die Kunden mit dem Kauf von Filmen und den entsprechenden Abspielgeräten zögern. Die Verleihbranche gerät also unter einen immer größer werdenden Entscheidungsdruck.

Bislang gestaltete sich das Rennen spannend: Die Paramount-Studios entschieden im vergangenen August, allein das Format HD-DVD zu verwenden, und auch Microsoft unterstützt den Standard von Toshiba. Ein Argument gegen Blu-Ray sind etwas höhere Produktionskosten. Die US-amerikanische Pornoindustrie, die wegen enormer Umsätze ebenfalls die Entscheidung im „Formatkrieg“ beeinflussen wird, verwendet daher nach wie vor das Format HD-DVD.


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Wikia gestartet

Autor: Mark
abgelegt in: Software

Seit gestern ist die freie Suchmaschine der Wikipedia-Macher online.

Das Logo der Suchmaschine Wikia Search.

Sie unterscheidet sich allerdings stark von herkömmlichen Suchmaschinen wie Google (zwei Drittel Marktanteil), Yahoo (14%) oder Microsoft MSN (4%). Bei Wikia entscheidet nicht die Software über die Gewichtung einer Seite, sondern letztlich die Benutzer selbst.

Durch Bewertungen und Kommentare sollen Nutzer Websites einschätzen, und Wikia soll Suchergebnisse gemäß dieser Einschätzungen staffeln. Eine Idee, die auf viel positive Resonanz trifft; vor allem, weil, so Jo Groebel, der Direktor des Deutschen Digital Instituts in Berlin, Monopolstellungen wie die von Google im Netz auf großes Misstrauen stoßen. Ferner werden soziale Netzwerke immer wichtiger. Es liegt also nahe, eine Suchmaschine mit nutzergenerierten Inhalten zu betreiben.

Mehr als Potenzial ist Wikia allerdings momentan noch nicht - die Suchmaschine erfasst nur einen Bruchteil aller Websites, und einen Tag nach ihrem Start sind auch die benutzergenerierten Inhalte noch relativ überschaubar. Dennoch räumen Experten dem Projekt von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales gute Chancen ein, zumindest eine Nische zu erobern. Bleibt abzuwarten, wie die Suchmaschine mit der lachenden Wolke sich entwickelt.


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Adobe AIREine der wichtigsten Veränderungen des Internet im Rahmen des sogenannten „Web 2.0“ ist die schrittweise Verschmelzung des Desktops mit dem Netz; zum Beispiel stellt Google mittlerweile internetbasierte Programme zur Textverarbeitung und zur Tabellenkalkulation bereit. Insgesamt bieten die „Rich Internet Applications“ (RIAs) die Möglichkeit, aus dem Internet nicht nur Dateninhalte, sondern auch zugehörige Funktionalitäten zu beziehen. Skriptsprachen wie Java-Script, aber auch die Ajax-Technologie sind ein Beispiel hierfür. Bei letzterer können Datenbankabfragen gesendet und empfangen werden, ohne jeweils eine neue Webseite aufzurufen; man kann also zum Beispiel in ein Website-Formular Daten eingeben, und parallel dazu startet die „Ajax-Engine“ vom eigenen Rechner aus über das Internet eine Anfrage an einen Server. Die empfangenen Daten werden dann in die angezeigte Website integriert, ohne dass diese neu aufgerufen werden muss.
Das Unternehmen Adobe hat sich im Bereich der RIAs bereits mit Adobe Flash einen Namen gemacht. Diese Entwicklungsumgebung ermöglicht die Programmierung grafischer Features für Webseiten, vor allem kleine Filme, die im Browser mit Hilfe eines Plugins angezeigt werden können. Mit der Laufzeitumgebung Apollo, nun AIR (für „Adobe Integrated Runtime“) genannt, ist Adobe im vergangenen Jahr einen Schritt weiter gegangen. Die Grundidee ist, das Web und die eigene Festplatte als Quellen für Daten und Funktionalitäten in einzelnen Anwendungen weistestmöglich miteinander zu verschmelzen. AIR-Programme können ohne Benutzung eines Browsers Daten aus dem Internet beziehen und in das Programm integrieren; eine ähnliche Funktionalität besteht zum Beispiel bereits in den automatischen Updateprüfungen, die manche Anwendungen anbieten. AIR erweitert diese Möglichkeiten, indem auch Daten, mit denen der Anwendungsnutzer arbeitet, direkt aus dem Netz bezogen werden können. Andererseits verfügt der Anwender nach wie vor über alle Möglichkeiten, die ihm sein Desktop bietet; dazu gehören etwa individuell eingerichtete Tastaturkürzel oder die Zwischenablage. Eine erste Vollversion von AIR soll in den nächsten Monaten veröffentlicht werden.


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