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3D-Drucker: Pfirsich, Pizza und Prothesen aus dem Printer

By on 16. Januar 2015

3D-DruckerFür 3D-Drucker scheint es keine Grenzen zu geben. Dass die Hightech-Geräte Designgegenstände, Spielzeug und Ersatzteile herstellen können, war vor gar nicht langer Zeit noch eine Sensation – jetzt sind das alles alte Kamellen. Mittlerweile lassen per 3D-Drucktechnologie nämlich sogar Lebensmittel fabrizieren – und auch funktionsfähige Prothesen lassen heutzutage ausdrucken.





Obst aus dem Drucker – das klingt zu verrückt, um wahr zu sein. Ist es aber. Das britische Unternehmen Dovetailed hat eine Technologie entwickelt, mit der sich Pfirsich, Apfel, Birne & Co. ausdrucken lassen. Das Start-up trickst dabei aber etwas, verwendet ein Verfahren, wie es auch in der sogenannten Molekulargastronomie genutzt wird. Der 3D-Drucker formt aus kleinen Fruchtmuskugeln Obst nach dem Vorbild der Natur– wahlweise auch nach den Wünschen des Nutzers, der so Früchte gänzlich nach seinen Vorstellungen kreieren kann. „Der Geschmack, die Konsistenz, die Größe und die Form der Frucht können angepasst werden“, erklärt Dr. Gabriel Villar, der leitende Entwickler bei Dovetailed. Druck dir dein individuelles Obst!

Pasta, Burger und Pizza aus dem Drucker auf den Teller

Das spanische Unternehmen Natural Machines ermöglicht es sogar, komplette Mahlzeiten zu drucken. Der 3D-Drucker Foodini der Firma produziert Süßes wie Herzhaftes, bringt Hamburger, Pizza, Nudeln, Gnocchi und Kekse auf den Teller. Die Mahlzeiten werden Schicht für Schicht gefertigt – so lange, bis das Gericht fertig ist. Damit Foodini die Speise drucken kann, muss man frische oder eingekochte Zutaten in Kapseln abfüllen, mit denen dann der Drucker bestückt wird. Das größte Manko: Backen und kochen kann der Drucker nicht. Die meisten Gerichte muss man daher noch in Topf, Pfanne oder Ofen erhitzen. Foodini – der Name ist übrigens ein Kunstwort aus dem englischen Begriff „food“ für Essen und dem Namens der wohl berühmtesten Magiers überhaupt, Harry Houdini – sollte eigentlich schon 2014 für rund 1.000 Euro auf den Markt kommen. Offenbar hat die Zauberkiste aber noch mit Schwierigkeiten zu kämpfen.

Künstliche Gliedmaßen für Mensch und Tier

Vor rund eineinhalb Jahres geriet eine Ente namens Buttercup ins Rampenlicht und fand auch in zahlreichen IT-Magazinen Erwähnung – im Zusammenhang mit 3D-Druckern. Wieso das? Die Entendame bekam im Juni 2013 eine per 3D-Drucktechnik angefertigte Prothese verpasst, die seither ihren fehlenden linken Fuß ersetzt. Die Watschel-Madame wurde und ist so populär, dass sie sogar eine eigene Facebook-Seite hat, auf der von ihrem Alltag berichtet wird. Was bei Tieren klappt, funktionieret auch bei Menschen. So produziert beispielsweise die gemeinnützige Organisation E-Nable mit Hilfe von 3D-Printern Hand-Prothesen, die für Kinder in Schwellenländern gedacht sind. Da die Herstellung der künstlichen Gliedmaßen per Drucker ausgesprochen günstig ist, können sie sie auch ärmere Familien leisten, für die auf konventionellem Wege fabrizierte Prothesen unerschwinglich sind.

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Foto: Thinkstock, iStock, Sebastien_B