Battlefield 3 – EA wird verklagt

By on 20. November 2011

Weil sie gemachte Versprechen nicht eingehalten haben, winkt dem Großkonzern EA nun eine Klage ins Haus. 

Battlefield 3 ©flickr.com / JoyGuide
Battlefield 3 ©flickr.com / JoyGuide

Auf der E3 war es noch großspurig angekündigt, dass jeder Battlefield 3-Vorbesteller der PS3 Version die HD-Neuauflage des Battlefield-Klassikers „Battlefield 1943“ dazu bekommen soll. Kaum nach Release zeigten die ersten Fans sich stark entrüstet: kein Spiel dabei und auch kein Code für eine Downloadmöglichkeit zu sehen. Die Entscheidung dafür lag in einem intergeschäftlichen Deal zwischen Sony und EA: statt der Vollversion des Spiels sollten die PS3’ler die Möglichkeit haben, das Remake kosenpflichtig eine Woche früher via DLC herunterzuladen. An die Fans ist von dieser Absprache nur leider nichts herangekommen – zumindest, bis denn mal wer gefragt hat.

Dies war der Grund, warum sich erboste Spieler in den USA dazu zusammengeschlossen haben, eine Sammelklage gegen den Konzern einzureichen. Wie das Spiele-Magazin kotaku berichtet, werden die enttäuschten Gamer dabei von der Anwaltskanzlei Edelson McGuire vertreten – auch seien die sogenannten „class action lawsuits“ in den USA gar nicht so ungewöhnlich. Normalerweise lohnt sich das aber erst bei großen Schadenssummen. Da die Kläger hier nur den fehlenden Spieltitel des Egoshooters beklagen, fällt der große Ertrag jedoch weg. So sei es gut möglich, dass die Anwaltskanzlei den Fall nur aus marketingstrategischen Gründen angeht – alles für die gute alte Publicity.

Doch natürlich könnten sich die entrüsteten Spieler im Recht sehen: die groß angekündigte Beilage blieb aus und gerade mal eine Twitter-Nachricht ließ sich dem Konzern nach Release, also quasi nach der Katze im Sack, entlocken – und das eben auch erst, nachdem die ersten fragenden Fan-Stimmen aufkamen. Ob dies als Klagegrund ausreicht, wird man abwarten müssen. Wir sind gespannt.