Binary Domain: Das neue Sega Spiel überzeugt nicht

By on 17. April 2012

Mit seiner neusten Kreation tat sich der japanische Spielehersteller Sega keinen großen Gefallen. Zwar könnten SiFi-Fans mit der Story des Spiels einigermaßen auf ihre Kosten kommen, jedoch mindert das behäbige Gameplay den Spielspaß erheblich.

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Das Setting von Binary Domain ist in Japan im Jahre 2080. Im Großen und Ganzen geht es darum, dass sich auf der japanischen Insel Roboter selbstständig gemacht haben und zu unkontrollierbaren Killer-Maschinen geworden sind. Man selbst spielt dabei das Mitglied eines wild zusammengewürfelten Sonderkommandos, welches den Robotern Einhalt gebieten soll.

Unausgegorenes Gameplay macht Binary Domain wenig interessant

Ein großer Aspekt, der an dem neuen Sega Action Spiel bemängelt wird, ist die 3rd Person Perspektive. Vermutlich wurde diese von den Herstellern gewählt, um die taktische Seite des Spiels hervorzuheben. Häufig kommt es nämlich darauf an, sich in den Gefechten gegen die schiessfreudigen Roboter, die richtige Deckung zu suchen. Unglücklicherweise wurde jedoch ausgerechnet das Deckungssystem in mehreren Tests als unausgereift empfunden.

Vielleicht hätte sich mit einer klassischen Ego-Perspektive also doch mehr aus dem Spiel machen lassen können. Zumal die Bewegungen der Charaktere nicht einmal sehr flüssig aussehen und man sich wegen der veralteten Physik des Spiels nicht die Mühe einer 3rd Person Sicht hätte machen müssen.

Platte Charaktere und flache Sprüche

Auch wenn die Geschichte vergleichsweise kreativ ist, hat das Kriegsspiel keine besonderen Neuheiten auf Lager. Lediglich ein sogenanntes Loyalitätssystem soll das Spiel von anderen Shootern abheben. Dabei kämpft man um die Gunst seiner KI-Mitspieler, damit sie einem in den Schlachten tatkräftig zur Seite stehen. Die gewünschte Vielfalt bringt dieser Modus jedoch nicht mit sich.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die uninspirierten und klischeehaften Dialoge in den Zwischensequenzen. Diese bauen keines Falls Nähe zum Spieler auf und erinnern viel mehr an einen schlechten Hollywoodstreifen. Während die amerikanischen Helden der Spezialeinheit einen coolen Spruch nach dem anderen von sich geben, halten sich die britischen Teamkameraden natürlich fein zurück. Insgesamt wirkt eben alles etwas unmotiviert.

Anstatt also vor Binary Domain zu verstumpfen, wird man doch lieber selbst kreativ und startet beispielsweise seine ganz eigene Domain auf http://www.united-domains.de/neue-top-level-domain/.