Blizzard kündigt Zusammenarbeit mit dem Esports Bund keSPA

By on 30. April 2010

Wegen unüberbrückbarer Differenzen hat Blizzard, der Entwickler von StarCraft 2, überraschend angekündigt, die Gespräche mit dem koreanischen Esports-Verband keSPA abzubrechen. Jetzt muss sich der Softwareentwickler einen neuen Partner für die mediale Promotion seiner Spiele suchen.

Der Konflikt brodelte schon lange unterschwellig, doch nun kam es zum Eklat: Blizzard kündigt die Zusammenarbeit mit der „Korean E-sports Players Association„. Was genau das Fass zum Überlaufen brachte lässt sich nur vermuten. Jedenfalls ist der Zeitpunkt für die Trennung denkbar ungünstig, denn die Veröffentlichung von StarCraft 2: Wings of Liberty steht unmittelbar bevor.

Blizzard Entertainment© flickr.com/switchstyle

Schlussstrich zwischen Blizzard und der keSPA – die Hintergründe

Die jahrelange Zusammenarbeit der beiden Institutionen hat nun ein Ende, aber wie konnte es so weit kommen? Bereits im letzten Jahr zeigte sich Blizzard nicht besonders erfreut, als die keSPA Turniere von GomTV übertragen liess, und einigen Starspielern die Teilnahme am Turnier verweigerte.

Doch genau genommen brodelt es schon seit einigen Jahren zwischen der Liga und dem Entwickler, denn Blizzard ist schon länger nicht zufrieden mit dem Umgang, den die keSPA mit dem Spiel StarCraft pflegt. Blizzard fühlte sich wegen dem fehlenden Respekt vor ihrem Copyright auf StarCraft auf den Schlips getreten.

Blizzard und der Wettskandal

Ausserdem braucht man nur eins und eins zusammenzählen, um einen weiteren ausschlaggebenden Grund für die Entscheidung zu erraten. Die Wettskandale der letzten Wochen werfen ein schlechtes Licht auf Esports, und damit auch auf StarCraft. Blizzards Entscheidung kann also auch als ein Signal gedeutet werden, durch das sich die Firma ihre Credibility bewahren will.

Das Ende der Zusammenarbeit und die Folgen

Theoretisch sind die Folgen für die koreanische Esportszene fatal: Da die keSPA alle StarCraft Turniere im Land organisiert, würden diese ohne offizielle Lizenz wohl in der nächsten Zeit ausfallen. Dies würde wohl den Zusammenbruch der Liga bedeuten, wenn nicht schnell ein Ersatz aus dem Boden gestampft wird.

Auf der anderen Seite wird es Blizzard schwer haben, ohne die Publicity durch die Liga den Release von StarCraft 2 zu vermarkten. Gerüchten zufolge soll sich die keSPA sogar gegen die Jugendfreigabe von StarCraft 2 eingesetzt haben. Der Rosenkrieg ist also in vollem Gange, und man darf auf weitere Schlammschlachten gespannt sein.

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