TG ist ein koreanischer Computerhersteller, und als solcher eher ein Konkurrent von IBM als von Apple. Mit seinem neuen – bisher noch namenlosen – Personal Media Player jedoch will die Firma ihre Position bei den Portable Devices stärken. Das Gerät kommt mit einer gegenüber dem iPod erweiterten Funktionalität und vereint diesen gewissermaßen mit dem iPhone: Neben der Wiedergabe von Audio- und Videodaten ermöglicht eine WiFi b/g-Schnittstelle das Surfen im Internet, und über T-DMB kann man sogar Fernsehsignale empfangen. Dies ist insbesondere für künftige deutsche Kunden interessant. Denn T-DMB ( für Digital Multimedia Broadcasting) ist ein auch hier gängiger Standard für digitales Fernsehen. Seit 2006 ist der kommerzielle Dienst ‘Mobiles Fernsehen Deutschland’ auf Sendung. Zur Einführung brachte übrigens der ebenfalls aus Korea stammende Hersteller Samsung das erste in Deutschland verfügbare T-DMB-Phone auf den Markt. Der Standard eignet sich auch zum Empfang von Radiosignalen.
Der PMP hat ungefähr die Größe einer Handfläche, ist also nicht ganz so handlich wie die aktuellen iPod-Modelle. Der zur Verfügung stehende Platz wird dafür konsequent genutzt, der Bildschirm – ein Touchscreen – hat eine Bildschirmdiagonale von ganzen 4,8 Zoll. Als Betriebssystem wird Windows CE 5.0 verwendet. Der von Alchemy stammende Prozessor bietet eine Taktrate von 700 Mhz.
TG hat bisher lediglich die Markteinführung für Korea bekannt gegeben. Wenn die üblichen Kinderkrankheiten aufgetaucht und wieder behoben worden sind, steht wohl auch dem Debüt in Deutschland nichts mehr im Wege. Auf den Erfolg darf man gespannt sein: Einen Media Player, mit dem man auch Fernsehen kann, haben bisher weder Nokia noch Apple vorzuweisen.
Der Standard für Social-Networking-Portale bekommt endlich ein prominentes Mitglied.
Wer sich heute die Mühe macht, bei StudiVZ oder einem anderen Social-Networking-Portal eine persönliche Seite einzurichten, kann möglicherweise nicht von allen seinen Freunden erreicht werden. Denn der Markt ist heiß umkämpft, und eine Vielzahl von Bewerbern haben dafür gesorgt, dass die Zielgruppen ihre Einträge auf viele verschiedene Portale verstreut haben. Da dies aber dem Grundgedanken des Networking vollkommen widerspricht – für eine geschlossene Gesellschaft braucht man das Internet ja nicht – hat Google im November letzten Jahres eine Ansammlung von Programmierschnittstellen zur Vereinigung der Standards eingeführt.
Einer der Vorteile dieses „OpenSocial“ genannten Projektes besteht in der Interoperabilität ihrer Funktionalitäten. Nutzer von StudiVZ etwa können ihre Seiten gegenseitig verlinken. OpenSocial bietet die Möglichkeit, solche Funktionen zwischen Einträgen auf verschiedenen Portalen zu ermöglichen. Personen, die zum Beispiel sowohl auf Karriere-, als auch auf rein privaten Portalen Einträge haben, könnten diese (unter eingeschränktem Zugang) ebenfalls miteinander verbinden.
Der Erfolg von OpenSocial hängt natürlich ganz davon ab, wie viele Anbieter mitmachen. Bislang sind aus Deutschland lediglich XING, ein Karrierenetzwerk, und ein Ticketservice dabei. International sind die Mitglieder Engage.com, Friendster, hi5, Hyves, imeem, LinkedIn, Ning, Oracle, orkut, Plaxo, Salesforce.com, Six Apart, Tianji, Viadeo an Bord (heise.de). Mit Yahoo! kommt nun endlich ein ganz großer Name an Bord. Die damit verbundene Hoffnung ist, dass sich daraus ein Sogeffekt für ander Portale ergibt. Denn wenn erst einmal eine bestimmte Anzahl von Portalen miteinander verlinkt sind, werden die isolierten Anbieter kaum noch attraktiv sein.
Zwei neue Gadgets kommen ganz ohne Akku aus.
Portable Media Player müssen klein und leicht sein, ein zu großer Akku stört da ungemein. Andererseits verbrauchen Lautsprecher und Display viel Energie. Wer längere Zeit unterwegs ist und keine Möglichkeit hat, die Geräte aufzuladen, kann da leicht in Probleme geraten. Zwei Firmen bieten hierzu eine praktische Lösung : Die so genannten Eco Media Player. Dem Baylis EMP und dem eMotion Solar ist gemeinsam, dass sie ohne externe Stromquelle auskommen. eMotion hat, der Name sagt es schon, ein kleine aufklappbare Fläche von Solarzellen. Baylis hingegen lässt den Nutzer, der Ein-Dollar-Laptop lässt grüßen, den Strom durch eine kleine Kurbel selbst generieren. Welche der beiden Möglichkeiten effektiver ist, ist noch nicht getestet worden. Bei schlechten Wetterbedingungen oder in der Nacht ist das Kurbelsystem, mit dem man ja offensichtlich sogar einen ganzen PC versorgen kann, natürlich klar im Vorteil.
Der Baylis ist eine Kombination aus FM-Radio, Audioaufnahme- und Abspielgerät sowie Videoplayer und Speicher für PC-Dateien verschiedener Art (1 GB). Neben der mechanischen Energiequelle gibt es auch eine gewöhnliche Batterie. Eine weitere Zusatzfunktion: Man kann mit der Kurbel auch Handys aufladen. Zur Verbindung mit PCs verfügt das Gerät über eine USB-Schnittstelle. Wer den europaweit nur im Vereinigten Königreich und in den Niederlanden angebotenen Player kaufen möchte, muss dies für 120 bis 170 englische Pfund bei einem Online-Store tun.
Der eMotion Solar ist meines Wissen in Europa überhaupt nicht zu haben, in den USA muss man um die 160 Dollar bezahlen. Etwas günstiger als der Baylis bietet er den gleichen Funktionsumfang und zudem ganze 2 GB Speicherplatz. Man kann außerdem mit dem Solar iPods aufladen und das Gerät als Konsole für Nintendo-Spiele benutzen.
Vorstelltung des Baylis Media Player auf CNET TV.
(via Technology Review) Für private Internetverbindungen werden immer größere Bandbreiten angeboten; ohne einen allzu großen Preisunterschied ist eine Verbindung mit einer Übertragungsrate von bis zu 16.000 Mbit/sek zu haben. Da jedoch die physikalische Infrastruktur, d.h. die zur Übertragung notwendigen Glasfaserkabel, nicht im gleichen Tempo ausgebaut werden, muss die Übertragungstechnik für den nötigen Platz auf der Leitung schaffen. Um diese möglichst effektiv zu nutzen, werden größere Datenpakete aufgespalten und der Reihe nach über möglicherweise unterschiedliche Routen versandt. Dies kann jedoch zu Unterbrechungen einer bereits begonnenen Übertragung führen. Im professionellen Bereich sind solche Unterbrechungen zuweilen inakzeptabel, wenn etwa eine wichtige Geschäftskonferenz via Webcam stattfindet, können Übertragungsschwierigkeiten zu einem großen Problem werden. Nach dem Ende der Konferenz wäre es hingegen nicht mehr so wichtig, wie schnell eine über die gleiche Leitung versandte E-Mail ihren Empfänger erreicht.
Das US-amerikanische Internet-Konsortium „Internet2“ hat angesichts dieser Umstände eine mögliche Lösung vorgestellt: Das Dynamic-Curcuit-Network soll Internetnutzern die Möglichkeit erlauben, für begrenzte Zeiträume störungsfreie Verbindungen mit zugesicherter Bandbreite zu nutzen. Das DCN beruht auf der temporären Errichtung von Point-to-Point-Verbindungen mit variabler Bandbreite zwischen Sendern und Empfängern von Internet-Daten. Einzelne Teile von größeren Datenpaketen werden hier über immer denselben Kanal, d. h. die gleichen Frequenzen auf denselben physikalischen Leitungen, versendet. Diese Kanäle sind für den Zeitraum der Übertragung für andere Netznutzer gesperrt, um Konkurrenzsituationen zu vermeiden. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass alle Datenpakete die gleiche Übertragungsgeschwindigkeit benötigen: Übertragungsengpässe werden dadurch vermieden.
Das DCN-System wird momentan an einigen amerikanischen Universitäten erfolgreich eingesetzt. Möglicherweise wird es irgendwann einmal auch für private Nutzer zur Verfügung stehen und könnte vielleicht sogar eine neue Standardtechnologie im Internet werden.
Usability-Probleme sind neben Sicherheitsrisiken ein weiteres Argument für das klassische Kreuzchen
Allgemeine Wahlen scheinen ein perfektes Einsatzgebiet für Computer und Notebooks zu sein: Schließlich geht es allein darum, auf dem immer gleichen Formular kleine Kreuze an bestimmten Stellen zu erfassen und die Einzelergebnisse zusammenzuzählen. Maschinen, die für diesen Job konstruiert wurden, sollten die Aufgabe unabhängig von der Menge der erfassten Formulare schneller und genauer als die meist zwangsverpflichteten Wahlhelfer übernehmen können. Auch hat man mit analogen Wahlautomaten schlechte Erfahrungen gemacht: Bei der vorletzten Wahl des US-Präsidenten im Jahr 2000 mussten die Stimmen im Staat Florida mehrmals nachgezählt werden, hier fand die Erstauszählung mit Hilfe von Wahlautomaten statt. Das Ergebnis ist bis heute umstritten.
Theorie und Praxis klaffen indes auseinander: In Deutschland und Holland sind etwa die Geräte der niederländischen Firma Nedap mehrfach eingesetzt worden. Eine holländische Hackergruppe demonstrierte aber öffentlich, wie die auf einem normalen Windows-OS basierenden Systeme manipuliert werden können. Selbst populäre Sicherheitsprogramme wie Kaspersky waren dem Angriff nicht gewachsen. In Deutschland läuft gegen den Einsatz der Nedap-Geräte bei der Bundestagswahl 2005 ein Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, und Irland hat den Einsatz der Automaten aus Sicherheitsbedenken vorerst auf Eis gelegt. Der Informationsdienst golem.de berichtet zudem von weiteren Unregelmäßigkeiten und Bedienungsproblemen mit den Systemen von Nedap bei der Hessischen Landtagswahl im Januar. Bei einer regionalen Wahl in Florida produziertenWahlcmputer aus ähnlichen Gründen 18.000 „No-Votes“.
Eine im Auftrag der amerikanischen Regierung durchgeführte Studie bestätigt die Vermutung, dass es vor allem Usability-Probleme sind, welche die Performance von elektronischen Wahlautomaten oft inakzeptabel schlecht machen. Bei einer Scheinwahl, die lediglich in der Wahl einer Person (hier des US-Präsidenten) bestand, ergaben sich immerhin drei Prozent Bedingungsfehler (technology review).
Tatsächlich können solche Probleme auch den Ausgang von Wahlen beeinflussen. Im Allgemeinen dürften vor allem ältere Wähler Schwierigkeiten mit der Bedienung digitaler Systeme haben. Das Wahlverhalten in den höheren Altersklassen unterscheidet sich aber deutlich von dem der „digital generation“: In Deutschland hätte wohl vor allem die CDU den Schaden durch schlecht designte Wahlautomaten zu tragen.
Als Widget bezeichnet man kleine Dienstprogramme (bzw. „Tools“) mit grafischer Anzeige, die parallel zur eigentlichen Hauptanwendung auf dem Bildschirm angezeigt werden. Ein klassisches Beispiel für ein Widget ist eine permanent angezeigte Uhr. Widget haben sowohl als Bestandteil von Webseiten, bzw. webbasierten Anwendungen, als auch als Desktopprogramme Verbreitung gefunden.
Beim zweiten Fall handelt es sich meist um in Javascript oder CCS geschriebene Programme oder Programmteile (bei Einbettung in größere Programme). Desktopbasierte Widgets sind im Betriebssystem Windows bereits 1997 beim OS Windows 98 eingeführt worden, ohne dass damals schon der Name geläufig gewesen wäre. Es handelte sich hierbei um die Funktionalität „Active Desktop“, die webbasierte Anwendungen ohne Inanspruchnahme des Browsers zur Verfügung stellte. Darüber hinaus gab es auch Offline-Widgets wie „Samurize“, ein System-Monitor mit sehr frei konfigurierbarer grafischer Anzeige. In der Windows-Welt hat sich das Konzept der Offline-Widgets aber eigentlich erst mit dem aktuellen OS Vista wirklich durchgesetzt. Die hier Gadgets genannten Anwendungen sind zum Teil reine Anzeigeprogramme, die bestimmte Informationen wie ausgewählte Börsenkurse auf dem Desktop anzeigen. Offline-Widgets sind auch in der Mac-Welt seit Einführung des Betriebssystems Mac OS X populär. Hier bietet das Programm Dashboard (dt. „Armaturenbrett“) den technischen Rahmen für eine Vielzahl von Anwendungen wie Taschenrechnern und Ähnlichem, die sich in großer Zahl als Freeware im Internet finden.
Als Widgets bezeichnet man auch aktive Teile von Webseiten. Beim unten eingefügten Youtube-Video, das durch einen Klick auf den Play-Button aktiviert werden kann, handelt es sich um ein solches Web-Widget. Sie werden nicht wie andere Programme dauerhaft auf dem PC installiert, sondern sind Teil des HTML-Codes, aus dem die Webseite besteht.
Vorstellung eines MySpace-Widgets in einem Beitrag von NBC.
Die CeBIT hat jedes Jahr einen thematischen Schwerpunkt und ein Partnerland. Letzteres ist dieses Jahr Frankreich, dessen Präsident Nicolas Sarkozy die Messe am 3. März zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnen soll (Financial Times Deutschland). Die CeBIT ist die weltweit größte Messe für Informationstechnologie. In den letzten Jahren von geringer werdendem Zulauf seitens professioneller Aussteller betroffen, ist die Veranstaltung um einen Tag gekürzt worden. Zudem werden niedrigere Standgebühren erhoben (FTD).
Das Thema der „grünen IT“ ist noch relativ neu. Wichtige Themen bei der ökologischen Gestaltung der Herstellung und Nutzung von IT-Infrastruktur sind die Begrenzung des Stromverbrauchs und eine umweltfreundliche Entsorgung von Hardware. Ein Recycling von IT-Komponenten findet in Ländern wie China kaum statt, bei einem Gesamtaufkommen von ca. 40 Millionen Tonnen Elektroschrott im Jahr ein großes Problem (3sat.de).
Bereits im Jahre 2004 hat sich die Umweltorganisation Robin Wood des Stromverbrauchs von Computern angenommen. Robin Wood geht davon aus, dass zum Beispiel in den hochdigitalisierten USA der durch IT-Systeme verursachte Stromverbrauch bereits 2004 einen Anteil von acht Prozent am Gesamtverbrauch erreicht hatte. Die jährlichen Wachstumsraten betrügen zudem rund zehn Prozent. Robin Wood schätzt, dass durchschnittlich ca. siebzig Prozent des Verbrauchs auf Zeiten entfallen, in denen der Rechner gar nicht genutzt wird; der Stand-By-Betrieb, aber auch das Laufen lassen von PCs über einen ganzen Arbeitstag im Büro führen zu dieser ungünstigen Verbrauchsverteilung.
Wie in allen Bereichen, in denen Energieeffizienz wichtig wird, sind auch Kostenersparnisse eine wichtige Motivation für Firmen, ihren Stromverbrauch zu reduzieren. IBM etwa schätzt, dass in großen Rechenzentren bis zu 42 Prozent Strom eingespart werden könnten. Für ein entsprechendes Optimierungsprogramm hat der IT-Riese jüngst die stattliche Summe von einer Milliarde Dollar bereitgestellt (3sat.de).
Lange Zeit konstituierten Apple-Computer und die früher so genannten „IBM-kompatiblen“ PCs mit Windows-Betriebssystemen zwei getrennte Welten, und die Systemgrenzen konnten nur von plattformunabhängiger Software wie der Java-VM überwunden werden. Die Macs haben sich aber dauerhaft etabliert und gerade in den letzten Jahren auf Grund ihres ansprechenden Designs und der hohen Verarbeitungsqualität Marktanteile hinzugewonnen; daher ist der größte Teil kommerzieller Software auch in einer Mac-kompatiblen Version erschienen. Seit dem Spätherbst scheint sich nun abzuzeichnen, dass die Trennung zwischen Windows- und Mac-Computern in Bezug auf die Software-Ausstattung irrelevant werden könnte: Bereits im letzten Herbst kann mit dem neuen Betriebssystem Mac OS X (Version 10.5.) die Software Boot Camp heraus, mit deren Hilfe man Microsoft Windows auf einem Mac-PC installieren kann.
Zwei kleine Mankos hat der Betrieb von Windows via Boot Camp gegenüber der Installation als alleiniges OS auf einem Windows-PC: Zum einen ist ein Wechsel zwischen den Betriebssystemen nur nach einem Neustart möglich: Beim Hochfahren des Computers muss man Windows als OS anwählen. Umgehen kann man dieses Problem, wenn man sich statt für Windows als zweites Betriebssystem für eine Emulation innerhalb des Mac-OS entscheidet: Eine solche Möglichkeit bietet die Software Fusion von VM-Ware sowie Parallels Desktops for Mac. Hier kann man eine Windows Anwendung, bzw. den Windows Desktop in einem Fenster aus dem Mac-OS heraus öffnen und so parallel in beiden Betriebssystemen arbeiten.
Ein zweites Problem von Boot Camp ist, dass es für Windows nur jeweils eine einzige Festplatten-Partition vorsieht. Die übliche Verwendung mehrerer Partionen, zum Beispiel eine Partition für Back-Ups oder Daten neben der eigentlichen System-Partition, ist damit nicht möglich.
Inmitten der hitzigen Diskussion um das Verbot von sog. „Killerspielen“ sollen pädagogische wertvolle Angebote künftig prämiert werden. Der Kulturstaatsminister Bernd Naumann (CDU) plant, so berichtet heise.de, eine mit 300.000 Euro dotierte jährliche Auszeichnung an Spielmacher zu vergeben. Deren Produkte dürften nicht Gewalt verherrlichend sein, sondern müssten vielmehr aktives Nachdenken und Sozialverhalten trainieren.
Der deutsche Kulturrat, eine Vereinigung kulturell bedeutsamer Institutionen in Deutschland, hatte bereits im März eine solche Einrichtung begrüßt. Der Geschäftsführer des Verbandes, Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, sprach sich gegenüber der Leipziger Volkszeitung ende März dafür aus, auf diese Weise qualitativ hochwertige Entwicklungen in diesem Bereich anzuerkennen. Außerdem verwahrte sich Zimmermann gegen den Vorwurf, dass jeder, der am Computer spielt, schlecht in der Schule und besonders gewalttätig sei. Auch in der aktuellen Ausgabe der verbandseigenen Zeitung „politik und kultur“ wird das Thema in Gastbeiträgen diskutiert. Die Initiative zur Einrichtung des Förderpreises war bereits Mitte November in einen Beschluss des Bundestages gemündet. Ziel ist es, die wirtschaftliche kulturelle Bedeutung von Computerspielen zu würdigen.
Auch der Bundesverband der Entwickler von Computerspielen, G.A.M.E, äußerte auf seiner Website großes Lob für die Entscheidung und wies auf dementsprechende Lobbyarbeit des Verbands gegenüber der Politik hin.
Zum Aufgabenbereich des Staatsministers, dessen offizieller Titel „Beauftragter für Kultur und Medien“ ist, gehört unter anderem die Förderung wichtiger Kulturgüter. Da das Budget dieses Ressorts streng begrenzt ist (momentan ca. 400 Millionen Euro jährlich), könnte eine Förderung der heimischen Computerspielindustrie leicht zu Lasten anderer Wirtschaftszweige wie der Musikindustrie gehen. Der Deutsche Musikrat kritisierte daher die Entscheidung der Regierung, „Computerspiele zum Kulturgut zu erheben“, scharf.
Die Fülle von ins Netz gestellten Informationen hat in den letzten Jahren eine Vielzahl an “kollektiven Lesezeichen” entstehen lassen. Unter dem Namen “Social Bookmarking” bringen Anbieter wie etwa del.icio.us oder (in Deutschland) Netselektor tausende Netzbenutzer zusammen, um Informationen auszutauschen. Neben der Online-Enzyklopädie “Wikipedia” und dem Blogging ist dieses Phänomen momentan wohl die bedeutendste Form des “user-generated content” im Internet. Die Floskel Ratgeber Computer wird dadurch immer mehr Programm. Microsoft hat sich nun daran gemacht, alle drei genannten Veröffentlichungsformen privater Inhalte im Netz unter einen Hut zu bringen. Mit dem Tool “Listas” ist es Internetnutzern möglich, Listen verschiedenster Inhalte zu erstellen, zu editieren, und natürlich zu lesen. Dabei kann es sich um Linklisten, um Einträge zu historischen Ereignissen, oder auch um eher ausgefallene Ranglisten wie die zwanzig besten Jazz-Songs der Geschichte handeln. Der Vorteil gegen über anderen Verbreitungsformen liegt auf der Hand: Listas ist thematisch nicht festgelegt. Jede Form von Informationen, die irgendwie in den Datentyp der Liste gepackt werden kann, lässt sich hier hinterlegen und suchen. Da wie bei Wikipedia alle User den Inhalt editieren können, ist für Qualität und Aktualität der Informationen gesorgt.
Die Idee der kollektiv verwendeten Listen ist beileibe nicht neu: der Anbieter ZingLists kommt mit einem ähnlichen Konzept. Hier liegt jedoch der Schwerpunkt nicht allein bei der reinen Informationssammlung; ZingList will seine Listen auch ganz unabhängig vom Internet verwendet wissen, etwa zur Erstellung von Projektplänen (To-Dos) oder auch einfach für Einkaufszettel. Natürlich besteht auch hier die Möglichkeit, Informationen zu teilen, Fragen stellen und Antworten zu bekommen. So kann etwa eine Hausfrau ihren Einkaufsplan für Weihnachten ins Netz stellen und sich von anderen Nutzern über Neueinträge in der Liste wertvolle Tipps geben lassen. Wer das nicht möchte, kann seine Liste jedoch auch als privat markieren.
Microsoft hat sich nun daran gemacht, irgendwie alle drei genannten Formen von privaten INhalten im Netz unter einen Hut zu bringen. Mit dem Tool “Listas” ist es Internetnutzern möglich, Listen verschiedenster Inhalte zu erstellen, zu editieren, und natürlich zu lesen. Dabei kann es sich um Linklisten, um Einträge zu historischen Ereignissen, oder auch um eher ausgefallene Ranglisten wie die zwanzig besten Jazz-Songs der Geschichte handeln. Der Vorteil gegen über anderen Verbreitungsformen liegt auf der Hand: Listas ist thematisch nicht festgelegt. Jede Form von Informationen, die irgendwie in den Datentyp der Liste gepackt werden kann, lässt sich hier hinterlegen und suchen. Da wie bei Wikipedia alle User den inhalt editieren können, ist für Qualität und Aktualität der Informationen gesorgt.
Die Idee der kollektiv verwendeten Listen ist beileibe nicht neu: der Anbieter ZingLists kommt mit einem ähnlichen Konzept. Hier ist jedoch der Schwerpunkt nicht allein bei der reinen Informationssammlung; ZingList will seine Listen auch ganz unabhängig vom Internet verwendet wissen, etwa zur Erstellung von Projektplänen (To-Dos) oder auch einfach für Einkauszettel. Natürlich besteht auch hier die Möglichkeit, Informationen zu teilen. So kann etwa eine Hausfrau ihren Einkaufsplan für Weihnachten ins Netz stellen, und sich von anderen Nutzern über Neueinträge in der Liste wertvolle Tipps geben lassen. Wer das nicht möchte, kann seine Liste jedoch auch als privat markieren.