An der Universität Tübingen wird zur Zeit am “Cyberwalk-Project” gearbeitet.
Die Idee ist nicht neu: Der Mensch bekommt ein Headset verpasst, welches ihm Bilder, Töne und Räumlichkeit simuliert, während unter seinen Füßen ein Laufband seine Schritte ausgleicht. So bewegt er sich nicht vom Fleck, es kommt ihm aber so vor, als ginge er mit normaler Geschwindigkeit durch die Virtual Reality. Neu am Cyberwalk-Project ist, dass es besser funktioniert als alles, was bisher entwickelt wurde. Das liegt mit an Größe und Geschwindigkeit des Laufbandes, vorherige Konstruktionen waren stets zu klein und zu langsam.
“Diese Plattform ist die erste die bei annehmbarer Größe (4,6×4,6) und normaler Gehgeschwindigkeit (>1,4m/s) zuverlässig und wartungsarm funktioniert.” so der Kommentar von Erbauer Martin Schweiger zu diesem Artikel.
Das Youtube-Video zeigt: Klar ist ein Lag vorhanden und sprinten werden die aus gutem Grund nicht, aber es funktioniert tatsächlich! Was man daraus für Anwendungen basteln kann…
Von der virtuellen Bibliothek zum Adventure im alten Rom - wenn es tatsächlich klappen sollte, programmierte Welten zu begehen, dann wird möglich, wovon Science-Fiction-Autoren seit einem halben Jahrhundert träumen.
Microsoft entwickelt ein System, das aus Daten nicht nahe liegende, aber dennoch zuverlässige Prognosen generieren soll.
(via technologyreview.com) Man stelle sich folgende Aufgabenstellung für ein Softwaresystem vor: Gebe in Abhängigkeit von relevanten Faktoren Prognosen darüber ab, wann auf welcher Straße in einer großen Stadt freie Fahrt sein wird, und wo vermutlich ein Verkehrsstau entsteht. Als Datengrundlage seien alle möglichen Informationen gegeben, zum Beispiel anstehende Staatsbesuche, Streiks im öffentlichen Nahverkehr, und natürlich Wochentag und Uhrzeit. Die Programmierung wäre nicht sonderlich schwer: In einem ersten Schritt müsste das Programm anhand von alten Daten auswerten, welche statistischen Auffälligkeiten mit hohem und mit niedrigem Verkehrsaufkommen auf den einzelnen Straßen in der Vergangenheit korrelierten. Durch dieses wohlbekannte Verfahren des “Data Mining” “lernt” das System dann, welche Faktoren für das Verkehrsaufkommen relevant sind. Das Problem ist nur: Die meisten Fahrer wissen das im Großen und Ganzen auch selber. Wenn in Paris etwa ein Staatsbesuch ansteht oder die letzte Etappe der Tour de France gefahren wird, man wohl kaum über die Champs Elysèe nach Hause fahren wollen. Von einem elektronischen Assistenten würde man wohl eher Informationen darüber erwarten, was man noch nicht weiß. Nützlich wäre eine Prognose, die der Fahrer selbst nicht treffen würde. Solche „Überraschungen“ zu erkennen, ist die Aufgabe eines Forschungsprojektes bei Microsoft.
Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Wenn die Wirkung eines einfachen Faktors stark mit einem relevanten Ereignis (Verkehrsstau, bzw. freie Fahrt) korreliert, dann wird der Nutzer der Software das wohl auch wissen. Also muss das System die offensichtlichen von den nicht so leicht erkennbaren Korrelationen unterscheiden und erstere aussondern. Da die interessanten Korrelationen nun aber nicht so stark sind, ist auch die Trefferwahrscheinlichkeit geringer. Tatsächlich existiert aber ein solches System für den Straßenverkehr mit dem Namen SmartPhlow, bereits, und bietet immerhin eine Trefferwahrscheinlichkeit von fünfzig Prozent. Das ist nicht viel, in der Hälfte der Fälle bekommen die Nutzer dann aber auch echte Geheimtipps.
Auf der CeBit zeigt sich, wie nahe der neue Standard der Marktreife bereits ist.
Mitte Januar gab die Bundesnetzagentur das für das funkbasierte Bus-System „Wireless USB“ benötigte Frequenzband frei. Auf der CeBIT stellen Hersteller wie Dell bereits erste Modelle vor, die den Standard bereits verwenden. Da mit Bluetooth bereits ein ähnlicher Standard auf dem Markt ist, zeichnet sich ein neuer Konkurrenzkampf zwischen verschiedenen Formaten ab, ähnlich dem, der sich in den letzten zwei Jahren bei DVD-Formaten ereignet hat. Dabei könnte Wirless USB die Nase vorn haben: Im Nahbereich unter zehn Metern ist bereits bei der ersten Version ein Datendurchsatz von 480 Mbit/sek realisierbar. W-USB lässt sich prinzipiell überall dort nutzen, wo jetzt der kabelbasierte Standard USB 2.0 eingesetzt wird, darüber hinaus aber auch bei Geräten ohne Bezug zum PC wie Camcordern.
Der wohl wichtigste Grund für den bisherigen Erfolg des Bluetooth-Standards ist rein rechtlicher Natur: Der Frenquenzbereich dieser Signale (zwischen 2,402 GHz und 2,480 GHz, Wikipedia), ist zulassungsfrei. Anders als zum Beispiel beim für über fünfzig Milliarden Euro versteigerten Frequenzbereich des UMTS-Standards müssen die Hersteller hier also keine teuren Lizenzen vom Staat erwerben. Die Technik wird seit Mitte der Neunziger Jahre vor allem von Nokia, IBM, Toshiba Intel und Ericsson, unterstützt, der dänische Hersteller war bei der Entwicklung federführend. Die Datenübertragungsrate ist auf mittlerweile über 2 Mbit/sek angewachsen (Bluetooth 2.0, seit 2004), die nächste Version soll es auf bis zu 480 Mbit/sek bringen. Die Reichweite von Sendern und Empfängern hängt jeweils von den Eigenschaften der Antennen ab, in der höchsten Reichweitenklasse sind bis zu 100 m realisierbar.
Neben beiden Standards ist die Infrarotübertragung eine dritte Möglichkeit der kabellosen Signalübermittlung zwischen Computern und anderen Peripheriegeräten. Wesentliches Kennzeichen und zugleich unüberwindlicher Nachteil dieser Technologie ist allerdings, dass es sich dabei um eine Übertragung durch (für den Menschen unsichtbare) Lichtsignale handelt. Wer Angst vor Elektrosmog hat, wird sich dieser Technologie also vielleicht eher zuwenden. Im Allgemeinen hat es sich jedoch als ein großes Hemmnis erwiesen, dass Nutzer die zu verbindenden Objekte jeweils dicht beieinander positionieren müssen.
Demonstration des Wireless-USB Standards von Alereon
Neues Betriebssystem soll bereits in 2010 auf den Markt kommen.
Das neue OS Windows Vista ist gerade erst seit einem Jahr auf dem Markt, und in Foren und Blogs ziehen die User genüsslich (oder verärgert) über die Kinderkrankheiten des neuen Systems her. Doch bereits jetzt berichten Zeitungen über einen Nachfolger für Vista. 2010 soll es soweit sein. Damit hätte Vista eine im Vergleich zu den früheren Windows-Versionen unterdurchschnittliche Lebensdauer gehabt. Windows XP etwa war von Oktober 2001 bis zum letzten Jahr das aktuelle Betriebssystem von MS. Der Grund für die frühe Ablösung liegt, wenn man den Aussagen der Firmensprecher Glauben schenken darf, jedoch nicht in der bisher durchwachsenen Performance von Vista; generell möchte Microsoft schnellere Release-Zyklen für seine Betriebssysteme, um flexibler auf technische Entwicklungen reagieren zu können. Bereits 2006, also vor dem Release von Vista, hatte Microsoft daher den Nachfolger für 2011 angekündigt (golem.de). Vor einer Woche kam die Computerzeitschrift Chip sogar mit der Meldung heraus, Windows 7 könnte sogar bereits im kommenden Jahr erscheinen.
Das neue System unterscheidet sich von den letzten Versionen nach dem bisherigen Kenntnisstand zumindest durch den (Arbeits-)titel; mit Windows 7 käme man wieder zu der klassischen Versionsbezeichnung zurück.
Chip.de veröffentlichte bereits Screenshots einer Versuchsversion und einige Infos.
Im Bereich der Funkkommunikation soll Windows 7 transitive Netzwerke unterstützen; ein PC außerhalb der Reichweite eines WLAN-Hotspots soll von einem einem erreichbaren PC innerhalb der WLAN-Reichweite aus mit einem Netzwerkzugang versorgt werden können. Auf Youtube kursieren zudem bereits schon seit längerem einige Videos (siehe unten), die einen Einblick in den derzeitigen Stand der Produktentwicklung bei Microsoft geben.
Windows veröffentlichte bereits vor einiger Zeit eine „Productivity Vision“, welche die Pläne des Unternehmens für Windows „in the very near future“ aufzeigen sollen. Eine der gezeigten Funktionalitäten ist die Kommunikation zwischen verschiedenen Rechnern durch Drag&Drop: Eine OS-Oberfläche läuft parallel auf zwei Rechnern, zum Beispiel einem Desktop-PC und einem moblien Rechner. Dateien können ohne Rückgriff auf eine explizite Send-Funktion einfach mit der Maus auf den Bildschirm des mobilen Gerätes hinübergezogen werden. Möglicherweise ist diese Funktion bereits im kommenden OS enthalten. Damit hätte Microsoft endlich wieder einen wesentlichen Fortschritt in der Plattformtechnologie zu vermelden.
Neue Forschungen an der Stanford University
Wie in allen Bereichen der Forschung und Entwicklung zur Künstlichen Intelligenz, so stellt sich auch in der Robotik das Problem der Lernfähigkeit von Maschinen. Man kann zum Beispiel einem Roboter beibringen, eine Kaffeekanne mit Schraubverschluss zu bedienen. Was aber, wenn er nun ein kleines Kännchen nehmen und daraus Milch in eine Tasse ausgießen sollte? Zur Lösung dieser Aufgabe müsste der Roboter in der Lage sein, die Funktionsweise eines anderen Objektes zu analysieren (und das möglichst, ohne beim Lernen etwas zu verschütten). Tatsächlich wird dieses Problem wohl lange ungelöst bleiben. Wie die “Technology Review” in ihrer deutschsprachigen Ausgabe bereichtet, lösen Forscher an der amerikanischen Stanford University jedoch zumindest das Problem des Greifens verschiedener Objekte.![]()
Bislang sind hierzu vor allem vorprogrammierte Schemen in der Programmlogik des Roboters verwendet worden; dieser wusste immer im Vorhinein, welche Art von Objekt ihm begegnen würde. Das neue System des “Stanford Artificial Intelligence Robot” beinhaltet jedoch eine Funktionalität zum flexiblen Erkennen dreidimensionaler Objekte. Diese besteht hardwareseitig zunächst aus zwei Kameras, die aus verschiedenen Blickwinkeln auf ein Objekt gerichtet werden und die Generierung eines dreidimensionalen Abbildes zulassen. Dieses kann dann intern dazu genutzt werden, nach einem Ansatzpunkt für die Greifbewegung - im Fall einer Tasse also der Henkel - zu suchen. Tatsächlich ist, wie die TR schreibt, die Marktreife dieses Systems noch in weiter Ferne. Als großes Problem gilt etwa der Rechenaufwand zur Erstellung eines internen 3D-Modells des zu greifenden Objekts. Anwendungsgebiete solcher Roboter wären vor allem Privathaushalte, wo diese Maschinen zum Beispiel älteren Bewohnern bei anstrengenden Verrichtungen des täglichen Lebens helfen könnten.