Viele der größten kommerziellen Erfolge des Internet-Geschäfts in den letzten Jahren gehen auf Suchanwendungen im Internet zurück. Diese haben jedoch einen Hacken: Über Google und andere Anbieter kann man, will man nicht die vielen Verzeichnisse durchblättern, lediglich Zeichenketten, nicht aber Inhalte selbst suchen. Wer etwa bei Google nach “Grillen” sucht, kann ebenso gut Dokumente über die gleichnamigen Insekten, wie auch Informationen und Angebote für das Zubereiten von Lebensmitteln auf offenem Feuer finden. Der Grund für dieses Problem ist die Mehrdeutigkeit von Wörtern. Viele Fachbegriffe sind der normalen Alltagssprache entlehnt, und daher kann ein Begriff häufig die verschiedensten Dinge benennen. Zwar kann man dieses Problem dadurch verringern, dass man mehrere aus einem Themenbereich stammende Wörter nebeneinander in der Suchanfrage platziert; So würden etwa die Paare “Grillen”, “Insekten” sowie “Grillen” “Lebensmittel” bessere Ergebnisse liefern. Es bleibt jedoch das Problem, dass die Suche an bestimmten Begriffen hängt. Tatsächlich kann heute im Wesentlichen entweder in thematisch geordneten Verzeichnissen nach Informationen suchen, oder nach Begriffen, die für den Rechner nur Zeichenketten sind.
Eine Lösung dieses Problems wird durch eine Vielzahl von Software-Entwicklungen in greifbare Nähe gerückt, die unter dem Namen “semantic web” zusammengefasst werden. Dabei geht es im Wesentlichen darum, Dokumente mit Metadaten zu versehen, die der Suchmaschine ihre Arbeit erleichtern. Diese Metadaten sind jedoch ihrerseits nicht nur anonyme Zeichenketten; vielmehr sind sie Teil einer “Ontologie”, d. h. eines Systems von miteinander je nach thematischer Nähe verbundenen Begriffen. Wer etwa “Grillen” in eine Semantic-Web-Suchmaschine eingibt, kann je nach System eine Rückfrage zur Vereindeutigung des Suchbegriffs erwarten; Das System würde sich in diesem Fall rückversichern, ob nach Insekten oder nach Dingen rund um den “Grill” gesucht werden sollte. Die Grafik zeigt ein Ontologiesystem der Semantic-Web-Anbieters W3c.

Der zunehmende Einsatz von Steuerungselektronik an einzelnen Fahrzeugkomponenten lässt den Ruf nach einer einheitlichen Softwarearchitektur laut werden.
Die einzelnen funktionalen Komponenten von Automobilen sind dezentral organisiert; die Lichtmaschine ist ohne jede Verbindung mit dem Scheibenwischer, und das ABS-Bremssystem hat mit der Benzineinspritzung nichts zu tun. Dies ist normalerweise kein Problem. Neuere Automodelle verfügen jedoch über dreißig bis achtzig Komponenten mit größtenteils elektronischer Steuerung. Diese Komponenten tauschen Informationen miteinander aus. Dies ist etwa bei Abstandssensoren und der Motorsteuerung der Fall, wenn diese zusammen ein System zur Kollisionsvermeidung bilden sollen: Der Sensor muss der Motorsteuerung in geeigneter Form mitteilen, wenn sich der Abstand zu einem Hindernis gefährlich verringert. Da jedoch ein Großteil der Fahrzeugkomponenten von verschiedenen Zulieferern kommt, unterscheiden sich auch die Formate der eingebetteten Softwaresysteme häufig voneinander. Die Folge ist eine äußerst störanfällige Kommunikation zwischen den Komponenten. Die Kompatibilität dieser Systeme ist nämlich schwer zu überprüfen. Nicht nur ergibt sich bei bis zu achtzig Systemen eine enorme Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten (auch wenn nicht alle Steuerungssysteme miteinander kommunizieren). Hinzu kommt, dass identische Teile in verschiedenen Modellen von möglicherweise unterschiedlichen Herstellern verbaut werden. Zu diesem Zweck bildete sich bereits 2004 ein Konsortium von Firmen der Elektro- der Automobilindustrie und des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik unter dem Namen „Autosar“ (Automotive Open System Architecture). Mittlerweile gehören diesem Verbund unter anderem Daimler, Toyota und Peugeot an. Im August dieses Jahres konnte ein erster Erfolg vermeldet werden: Das Projekt mobilSoft von Mitgliedern des Autosar-Konsortium wurde mit der Vorstellung eines funktionsfähigen Standards abgeschlossen.
Firefox hat sich in den vergangenen Jahren zu einem ernsthaften Konkurrenten des Internet Explorers gemausert und bringt jetzt mit dem Firefox 3 Beta eine neue Version auf den Markt. Bei dieser überarbeiteten Form des Firefox gibt es mehrere neue Features, die das Arbeiten im Netz erheblich erleichtern sollen.
Mit der neuen Lesezeichen-Funktion „Orte“ können interessante Websites neben der Adressleiste mit einem Stern gekennzeichnet werden. Durch die Vergabe des Sternes werden die Seiten automatisch in einer Datenbank verwaltet und ohne separates Anlegen eines Lesezeichens zwischengespeichert. Für das dauerhafte Speichern genügt ein Doppelklick auf das Sternsymbol. Sie können dann für die bessere Zuordnung noch einzelne Tags vergeben.
Sehr viel Wert wurde auf die Sicherheit bei der Entwicklung des neuen Firefox gelegt. Neben der klassischen Phishing-Warnung führt Mozilla eine Liste entdeckter gefährlicher Internet-Seiten und verhindert somit schon im Voraus ein zufälliges ansurfen dieser Seiten, außerdem schaltet sich sofort ein Warnhinweis ein. Beim Firefox besteht nun auch die Möglichkeit, alte oder riskante Plug-ins zu deaktivieren, zudem bietet Mozilla direkt zahlreiche Downloads von gängigen Plug-ins an, um unsichere Quellen vermeiden zu können.
Dies sind nur zwei Beispiele für den neuen Firefox. Letztendlich könnte sich der neue Firefox wieder zum Trendsetter auf dem Browsermarkt entwickeln, der mit seiner Benutzerfreundlichkeit und neuen Features beim Publikum punkten kann. Wer die Beta-Version downloaden möchte, kann hier klicken.