Check-In Now, Funk Soul Brother

By on 30. November 2013

Mit dem Smartphone zahlen, da soll ja voll im Trend liegen. Wirklich machen tut es meines Wissens aber so ziemlich niemand. Die Ebay-Tochter Paypal hat jetzt trotzdem ein neues Pilotprojekt gestartet. Ist das die Zukunft des Bezahlens?

Eigentlich sollte ja die Funktechnik NFC für den Durchbruch beim mobilen Bezahlen sorgen, und an NFC-Handys sind ja mittlerweile einige auf dem Markt. Doch zur Geldbörse hat die Nahfunktechnik die Smartphones nicht gemacht, das dümpelt so vor sich hin. Paypal setzt auf einen anderes Konzept und probiert das nun im allerdings noch sehr kleinen Maßstab aus.

Einchecken, bezahlen, auschecken

„Check-In“ nennt er sich, der mobile Bezahldienst von Paypal. Und er funktioniert so: Zunächst muss man natürlich einen Paypal-Account haben. Dann lädt man sich die Paypal-App aufs Android- oder Apple-Handy und personalisiert sie durch ein Foto von sich, das in die App geladen wird. Die App zeigt unter „Läden“ an, wo man mobil bezahlen kann.

Betritt man die jeweilige Örtlichkeit, checkt man per Fingerwischbewegung ein. Die Kellnerin oder der Verkäufer sehen auf ihrem Ladenterminal, das man eingecheckt hat, und bekommen auch das Foto aus der App angezeigt. So können sie den Kunden identifizieren. Schließlich muss man noch den Rechnungsbetrag bestätigen, das Geld wird dann vom Konto oder der Kreditkarte abgebucht – und man checkt wieder aus. Eine Quittung kommt per E-Mail. Das Ganze ist absolut sicher und für den Datenschutz ist gesorgt, versichert Paypal. Da muss man sich wohl drauf verlassen, das ist bei anderen Verfahren aber genauso.


Projekt läuft derzeit noch auf Sparflamme

Für sein Pilotprojekt hat sich Paypal das hippe Berliner Viertel rund um den Rosenthaler Platz ausgesucht. Derzeit beteiligen sich nur zehn Bars, Cafés und Restaurants an dem Feldversuch. Das ist ziemlich mau, aber es handelt sich ja auch nur um ein Pilotprojekt. Allerdings hat Paypal Großes vor und wird es ganz sicher nicht beim Probelauf belassen. Damit sich „Check-In“ durchsetzt, braucht es viel mehr teilnehmende Gastronomiebetriebe und Geschäfte – und natürlich müssen genügend Verbraucher das System nutzen. Und es muss Zeit ins Land gehen. Bis auf weiteres wird der Großteil der Menschen weiterhin mit dem Inhalt seiner Brieftasche bezahlen, sei es bar oder per EC- oder Kreditkarte. Denn für bargeldloses Bezahlen benötigt man kein Handy, das geht bekanntlich auch anders.

Foto: Paypal

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