Counter-Strike

By on 11. Januar 2008

Zwischen Killerspiel-Debatte und professionellem eSport, gehasst und gefürchtet von den Einen, bis zur Perfektion trainiert von den Anderen: Der Egoshooter „Counter-Strike“ (bzw. dessen Neuauflage „Counter-Strike: Source“) spaltet die Nation.

Ursprünglich als Fan-Modifikation für den erfolgreichen Egoshooter „Half Life“ erfreute sich Counter-Strike schnell so großer Beliebtheit, dass Entwickler Valve kurzerhand das ganze Entwicklerteam unter Vertrag nahm und die Mod fortan kommerziell vertrieb. Counter-Strike gilt heute neben „Starcraft“ und „Warcraft 3“ als einer der drei Wegbereiter und Referenz-Titel des eSports. Mittlerweile wurde im Zuge der veröffentlichung von „Half Life 2“ (2004) eine grafisch optimierte Version namens „Counter-Strike: Source“ herausgebracht, welche auf Valves berühmter Source-Engine basiert.

Bei Spielern der ersten Stunde konnte sich diese Neuauflage aufgrund des veränderten Spielgefühles bisher allerdings nicht durchsetzen. die momentan aktuelle Version „Counter-Strike 1.6“ wird immernoch häufiger gespielt, als „Counter Strike: Source“

Das spielprinzip dieses Online-Shooters ist jedoch bei beiden Titeln gleich: Terroristen (Terrorists) legen eine Bombe, Anti-Terror-Einheiten (CounterTerrorists) müssen dann innerhalb eines bestimmten Zeitraumes die Bombe entschärfen oder alle Terroristen töten. In einem alternativen Spielmodus nehmen die T. Geiseln, die die CT. befreien und zum Ausgang der Spielekarte (Map) eskortieren müssen.

Trotz des einfachen Spielprinzips braucht es sowohl gute Fertigkeiten der einzelnen Spieler (skill) als auch ein gutes Teamwork. Profi-Spieler schließen sich zu Gemeinschaften (clans) zusammen und bestreiten weltweit Turniere miteinander gegen andere clans.

Bei diesen Turnieren sind sechsstellige Gewinnsummen mittlerweile keine Seltenheit mehr. Somit gibt es imemr mehr junge Erwachsene, die ihren Lebensunterhalt als professionelle eSportler (ProGamer) verdienen (vgl. Jonathan „Fatal1ty“ Wendel).

Doch trotz des sportlichen Wettbewerbes und der großen Beliebtheit, der sich der Titel in der Gamer-Szene erfreut, steht Counter-Strike nicht zuletzt in der momentan aktuellen Diskussion um die zunehmende Jugendkriminalität immer wieder im Kreuzfeuer von Politik und Medien.

Dies liegt in erster Linie an der realistischen Gewaltdarstellung und der tatsache, dass Menschen einander virtuell töten. Das es sich hierbei keineswegs um eine Art von Agression gegen menschliche Mitspieler, sondern um einen sportlichen Wettkampf handelt, wird dabei schlicht übersehen.

Davon lassen sich die Spieler jedoch nicht abschrecken und erfreuen sich (ob nun mit oder ohne das Wohlwollen bestimmter Politiker) weiterhin ihrem liebsten Hobby.

In dem Sinne: Föhliches „fraggen“ und „CU@Dust2“

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