Der „100-Dollar-Laptop“ und die Überwindung des „Digital Divide“

By on 5. Dezember 2007

Bereits mehr als eine Milliarde Menschen weltweit hat Anschluss an das Internet. In vielen Entwicklungsländern verhindern jedoch Armut, mangelnde Bildung und eine schlecht ausgebaute technische Infrastruktur hingegen, dass die Menschen von den Vorteilen dieser neuen Technologie profitieren. Für die meisten Bewohner ländlicher Gegenden mag dies keine großen Probleme mit sich bringen. Zumindest für Schüler und Studenten aber wären die vielfältigen frei verfügbaren Wissensquellen des Internet sehr nützlich. Zudem haben afrikanische Firmen aus diesem Grund geringere Chancen, im IT-Bereich tätig zu werden. Der MIT-Professor Nicholas Negroponte hat jedoch 2004 eine Möglichkeit aufgezeigt, wie sich der sogenannte „Digital Divide“, der digitale Graben zwischen den reichen und den ärmeren Länder der Erde auf eine relativ günstige Weise verkleinern ließe: Der sogenannte „100-Dollar-Laptop“, benannt nach seinem spektakulären Preis, soll an Entwicklungs- und Schwellenländer verkauft und dort vor allem im Bildungsbereich eingesetzt werden.
Der technische Aufbau des Computers ist keineswegs so spartanisch, wie es sein Preis vermuten lassen könnte: Die Rechenleistung des verwendeten AMD-Prozessors entspricht immerhin dem eines Pentium III. Auf eine herkömmliche Festplatte ist verzichtet worden, stattdessen befinden sich alle Daten auf einem ca. 1 GB großen Flash-Speicher. Darüber hinaus können Daten über eine WLAN-Schnittstelle auf externe Speichermedien übertragen werden. Auf die gleiche Weise ist natürlich auch der Zugang ins Internet möglich, falls ein entsprechender Anschluss vorhanden ist. Untereinander können die Laptops zudem ohne jede externe Infrastruktur Daten austauschen. Gerade dies ist natürlich vorteilhaft beim Einsatz in weniger gut ausgestatteten Schulen. Das bekannteste Merkmal des Computers ist aber wohl die Kurbel, die einen Dynamo antreibt und auf diese Weise die nötige Energie für den Betrieb erzeugen kann.

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