dLAN: das WLAN aus der Steckdose

By on 5. November 2013

In einigen Gebäuden ist durch Störquellen, Sicherheitsvorschriften oder schlicht größere Distanzen durch dicke Wände der Einsatz von Wireless-LAN für das Heim- oder Firmennetzwerk nicht möglich. Als Alternative zu einer teuren und aufwändigen Verkabelung mit Netzwerkkabeln (LAN) etabliert sich seit einigen Jahren das sogenannte dLAN oder PowerLAN. Für den Aufbau eines Netzwerkes werden hier die bestehenden Stromleitungen genutzt.

Wie funktioniert dLAN?

Um eine Netzwerkverbindung aufzubauen, benötigt jedes Gerät, das im Netzwerk eingebunden werden soll, einen Adapter. Dieser Adapter muss in eine Steckdose gesteckt werden und verfügt über einen Netzwerkanschluss, mit dem er mit dem Client-Gerät verbunden wird. Ein Netzwerk muss aus mindestens zwei Adaptern und Geräten bestehen. Für die Kommunikation untereinander werden die Daten vom sendenden Gerät durch den dortigen Adapter verschlüsselt und in eine Form gebracht, die über das Stromnetz transportiert werden kann.
Der Empfangende Adapter wandelt die Daten wieder in eine für Computer lesbare Form um, entschlüsselt die Daten und stellt sie dem Empfänger über den Netzwerkanschluss zur Verfügung.

Verschlüsselung, Standardisierung und Strahlungsintensität

Dadurch, dass die Datenströme ohne klares Ziel im gesamten Hausstromnetz gestreut werden, besteht wie bei Wireless-LAN die Gefahr, dass Dritte die Datenströme abfangen können. Daher ist die Verschlüsselung der Datenübertragung sehr wichtig. Moderne Adapter bieten eine einfache Einrichtung und moderne Verschlüsselungsverfahren.
Die relativ neue dLAN-Technik ist erst seit Anfang 2011 standardisiert, es gibt bis heute viele Produkte, die sich technisch unterscheiden. Modelle unterschiedlicher Hersteller wie z.B. devolo sind unter Umständen nicht zueinander kompatibel. Geräte, die nach 2011 hergestellt wurden, verfügen in der Regel aber über einen einheitlichen Standard.
Theoretisch können Stromnetze durch dLAN-Netzwerke zu Antennen werden und andere Geräte, die denselben Frequenzbereich nutzen, stören. Moderne dLAN-Adapter erkennen aber oftmals solche Interferenzen und regeln die eigene Sendeleistung herunter oder wechseln die Frequenz.

Eine einfache Lösung

dLAN Netzwerke sind eine einfache und schnell installierte Lösung für den Aufbau eines Netzwerkes. Für Heimnetzwerke sind moderne Geräte sehr zu empfehlen, die Technik ist mittlerweile sehr ausgereift und Probleme durch Störquellen treten im Einsatz nur noch sehr selten auf. Zwar ist die Datendurchsatzrate geringer als beim klassischen LAN, erreicht durch Fehlerkorrektur und mehrere Datenkanäle aber einen mit Wireless LAN vergleichbaren Durchsatz.

Foto: Aamon – Fotolia

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