Führende Spielkonsolen im Vergleich

By on 3. Juli 2018

Berlin – Videospiele vom Sofa aus, auf dem großen Fernseher und nicht am Schreibtisch – Spielkonsolen haben ihre Vorteile. Aber welche der Modelle im Handel in ihren zahlreichen Ausführungen ist die richtige für das TV-Board?

Die gute Nachricht vorneweg: Es gab nie eine bessere Zeit zum Konsolenkauf. Die Modelle am Markt sind ausgereift, die Preise für Einsteigermodelle verhältnismäßig niedrig, das Spiele-Angebot ist groß. Das freut Spieler und Branche gleichermaßen. Um mehr als ein Viertel ist der Umsatz mit Games-Hardware 2017 nach Angaben des Branchenverbands game gewachsen. «Die Unterstützung von Virtual Reality, Bewegungssteuerung sowie von 4K- und HDR-Technologien zeigt zudem die große Innovationsfreude der aktuellen Generation der Spielekonsolen», sagt Geschäftsführer Felix Falk.

Der Vorteil der Konsolen im Vergleich zum klassischen Spiele-PC: Software-Installation und Hardware-Gebastel sind nicht nötig. Einfach die Konsole an Fernseher und Strom anschließen, und schon geht es los. Doch so einfach das klingt, mit der Wahl einer Konsole wählt man auch ein ganze Welt voller Spiele und Zusatzdienste. Ein Überblick:

Nintendo Switch – Die smarte Familienkonsole

Nintendos 2017 auf den Markt gebrachte Konsole bricht mit vielen Traditionen. Für Familien sind besonders die vielen gewaltfreien Spiele interessant. Und wer viel unterwegs ist, freut sich über das hybride Hardware-Konzept: So kann die Switch unterwegs als Handheld-Konsole und daheim am Fernseher genutzt werden. Besonders vielseitig wird die Switch durch die Joy-Con-Controller. Sie bestehen aus mehreren Elementen die man je nach Spielgenre kombinieren kann.

Als Spiele gibt es Nintendo-Evergreens wie «Mario», «Zelda», «Donkey Kong» und Konsorten. Insbesondere «Super Mario Odyssey» setzt neue Maßstäbe und geht laut
Kritikerportal Metacritic mit 97 von 100 Punkten in die Spiele-Hall of Fame ein.

Als Gesamtpaket besticht die Switch nicht durch die schnellste Hardware, höchste Auflösung oder einen eingebauten Blu-ray-Player. Dafür gibt es ein stimmiges Gesamtkonzept für das Wohnzimmer und unterwegs – und Nintendos Spielfiguren. Die Switch gibt es mit verschiedenen Ausstattungen zwischen 280 und 400 Euro. Ein kostenpflichtiger Onlinedienst startet laut Nintendo im September.

Für Gelegenheitsspieler – Die kleinen Konsolen

Wer nur ab und an mal spielen und dafür nicht allzu tief in die Tasche greifen möchte, könnte die Playstation 4 Slim oder die Xbox One S interessant finden. Die Playstation 4 Slim – eine verkleinerte und modernisierte Ausgabe der ursprünglichen Playstation 4 – gibt es bereits ab etwa 260 Euro mit einem Speichervolumen von 500 Gigabyte (GB). Die Xbox One-S mit 500 GB gibt es schon für rund 200 Euro.

Die Xbox One-S punktet im Vergleich zum Sony-Mitspieler durch ein Ultra-HD-Blu-Ray-Laufwerk und eignet sich dadurch laut Microsoft auch für das Heimkino mit UHD-Filmen in 2840 zu 2160 Pixeln. Die Playstation 4 Slim liefert Full HD (1920 zu 1080 Pixel). Dafür kann die Playstation mit virtueller Realität (VR) punkten. Wer mag, kann für rund 300 Euro die VR-Brille Playstation VR anschließen.

Welche man wählt, hängt von Spiele-Vorlieben ab. Grundsätzlich hat Sony mehr Titel im Angebot, viele davon exklusiv – etwa «God of War», «Detroit Become Human» oder die «Uncharted»-Reihe. Die Xbox One-S hingegen hat mit «Quantum Break», «Forza Horizon» oder der «Halo»-Reihe einige Asse im Ärmel. Beide Konsolen sind an kostenpflichtige Onlinedienste mit Mehrspielermodi, Spielesammlungen und Titeln von älteren Konsolen angeschlossen.

Die großen Konsolen – Für höchste Ansprüche

Am meisten Leistung und viel Zubehör gibt es bei den Spitzenmodellen Xbox One-X (ab rund 440 Euro) und Playstation 4 Pro (ab rund 370 Euro). Sie haben leistungsstärkere Hardware als die kleinen Geschwister, was sich in schönerer Grafik und flüssigerem Spiel zeigt. Auch die beiden großen Konsolen bieten mit Playstation Network und Xbox Live Online-Dienste zum Jahrespreis von rund 60 Euro. Die Playstation 4 Pro erlaubt ebenfalls Playstation VR. Microsoft hat nach eigenen Angaben aktuell keine konkreten VR-Pläne für die Xbox.

Wichtig: Wer über den Kauf dieser Modelle nachdenkt, sollte auch einen leistungsstarken Fernseher mit UHD-Auflösung haben. Ist der Fernseher zu langsam oder nur ein Full-HD-Gerät, können die Konsolen ihr Potenzial nicht ausspielen.

Fotocredits: Christin Klose,Andrea Warnecke,Florian Schuh,Henning Kaiser,Henning Kaiser,Henning Kaiser
(dpa/tmn)

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