Google Places – Gelbe Seiten 2.0

By on 22. April 2010

Mit neuen Funktionen für Google Maps will der Internetriese den zugegebenermassen altmodischen Gelben Seiten endgültig den Rang ablaufen. Mit der Einführung von Google Places werden die Einträge von Lokalitäten aller Art aufgepeppt durch zusätzliche Funktionen und kaufbare Hervorhebung in den Suchergebnissen.

Mit dem Ausbau des Local Business Centers zu Google Places soll die Informationsdichte auf Google Maps weiter ausgebaut werden. Seit 2009 finden sich auf den virtuellen Karten Popups von Geschäften aller Art, Restaurants, Museen, Schulen, Grünanlagen und vielem mehr. Laut letzten Neuigkeiten sollen diese Einträge mit einigen Features erweitert werden, um beispielsweise Ladenbesitzern die Möglichkeit zu bieten, sich gegenüber der lokalen Konkurrenz abzuheben.

[youtube TpZan96KHOM]

Google Places – Was kommt neues?

Man könnte sagen, es ändert sich im Prinzip fast nichts. Ausser das Google mit kleinen Änderungen neuen Adspace schaffen will, um die Werbeeinahmen zu erhöhen. Nett klingt die Möglichkeit für Firmen, die nicht fest ortsgebunden sind, ihre regionale Ausdehnung oder ihr Liefergebiet einzutragen. Im Grossen und Ganzen geht es Google aber um die Gebühren, die für eine Hervorhebung auf den Maps von den Ladenbetreibern bezahlt werden müssen.

Tante Emma 2.0 als Global Player

Für 25 Dollar im Monat jeder ein kleines gelbes Tag kaufen, das neben den anderen orangefarbenen Icons in Google Maps erscheint. Hier kann der interessierte Kunde auf einen Blick Fotos, Öffnungszeiten und ähnliches erhaschen. Auch kann man spezielle QR Codes von Google erwerben, die an die Ladentür geklebt werden und entsprechend fähige Smartphones direkt auf die Seite des jeweiligen Geschäfts führen.

Auch wenn dem Nutzer einige nette Funktionen wie Bildergalerien und Kundenstatistiken geboten werden, ist es recht offensichtlich das Google hier lediglich nach einer neuen Einnahmequelle mit möglichst wenig Arbeitsaufwand sucht. Bisher sind die gelben Tags nur in einigen Städten der USA erhältlich, dürften aber bald ihren Weg über den Teich finden.

Google © flickr.com/Mykl_Roventine