Google Shoot-View – Eingestellt

By on 16. Dezember 2011

Weit her war es mit dem Bestehen des Live-Action-Shooters Google Shoot-View ja nicht. Ging der Shooter erst am 13.12 online, dauerte es kaum zwei Tage bis das Licht schon wieder ausgehaucht war.

Bizarr war die Idee schon: die niederländische Entwickler-Firma Pool Worldwide bastelte eine spielerische Anwendung, die die von Google StreetView erfassten Straßen kurzerhand zum Schauplatz eines real behauchten „Killerspiels“ machte. Im Grunde bot es die Möglichkeit wie gewohnt durch eure Heimatstadt oder auch Stadt eures Wollens zu wandern – mit dem kleinen aber feinen Unterschied zum normalen Google StreetView: ihr hättet ein M4A1 Sturmgewehr in euren Patschepfötchen.


Google Shoot-View ©flickr.com / diTii

Nach Veröffentlichung des Shooters hat es zum Entsetzen aller keine zwei Tage gedauert, ehe Google das Spiel kurzerhand abgeschossen hatte. So hatte man sich die Nutzung der StreetView-Schnittstelle wohl nicht gedacht. Ehe der empathisch ausgereifte Mensch also überhaupt fassen konnte, was er da sah, war das ganze Teil auch schon Geschichte.

Google selbst fand es scheinbar und verständlicherweise gar nicht lustig, dass sich da jemand die virtuelle Straßenbegehung zu einem Shooter generieren ließ. Was sollen auch die Leute denken?
Aus dem Grund wurde den Entwicklern von Pool Worldwide mit Verweis auf die Nutzungsbedingungen kurzerhand die Verwendung der Schnittstelle zum Google StreetView-Instrumentum untersagt. Ab jetzt geht es also nur noch ohne Sturmgewehr ins fotoreiche Stillstandabenteuer. Aber vielleicht bastelt ja bald jemand ein Lichtschwert in die triste Foto-Welt. Kommt vielleicht auch besser an als so ein Killerspielblickwinkel.

Eine Frage am Rande: was denken sich eigentlich manche Menschen? Dass diese Welt, diese echte hier wo wir in die Tasten hauen und die Sonne aufgehen sehen und den Regen spüren, ein einziges Spiel ist? Ok, denke ich auch. Aber doch nicht so. Himmel! Hirn, sofort!