Höheres DSL-Tempo: So geht’s kostenlos

By on 3. Mai 2013

Was sich bei Vertragsabschluss noch nach Hochgeschwindigkeit anhört, entpuppt sich hinterher nicht selten als schleppende Verbindung. Die Gründe dafür sind zahlreich und können sowohl beim Anbieter als auch in der eigenen Wohnung liegen. Mit einigen Tricks lässt sich in einem Großteil der Haushalte die Performance aber beträchtlich steigern, wenn die richtigen Einstellungen getätigt und Störquellen konsequent beseitigt werden.
Höheres DSL-Tempo: So geht's kostenlos

„Bis zu“ bedeutet meist „deutlich langsamer als“

Die Werte, die Sie in den Hochglanzprospekten lesen, stehen fast ausschließlich mit der inzwischen berüchtigten Einschränkung „bis zu“. Viele Leitungen sind mittlerweile schlicht überlastet, denn immer mehr Teilnehmer nutzen dieselben Kabel, die einst für das analoge Telefon verlegt wurden. Sollten alle Maßnahmen erfolglos sein, wechseln Sie auf einen günstigeren Tarif oder prüfen Sie die DSL-Verfügbarkeit bei anderen Anbietern. Achten Sie darauf, dass stationäre Geräte mit einem LAN-Kabel verbunden werden. Dieses reagiert wesentlich unempfindlicher auf Störungen von außen als anfällige Funkverbindungen. Diese kämpfen zudem mit dem Umstand, dass immer mehr Geräte auf denselben 11 Frequenzen funken, die einst für diesen Zweck freigegeben wurden – sich überlagernde Störungen sind die Folge.

Die Positionierung der Geräte und der Kabel ist wichtig

Je kürzer die Wege, desto schneller ist die Verbindung. Diese Regel gilt auch bei der modernen IT-Technologie und sollte strikt berücksichtigt werden. Schließen Sie deshalb Ihren Splitter an die erste Telefondose an, die an der Leitung nach außen hängt. Verlegen Sie Ihre Kabel nach Möglichkeit nicht paarweise oder in der Nähe von anderen Elektrogeräten. Jeder Stromfluss erzeugt ein elektromagnetisches Feld, das Metalle in seiner Umgebung beeinflusst und Störungen in Kabeln hervorruft. Diese werden zwar automatisch gefiltert und entfernt, senken aber die Übertragungsgeschwindigkeit deutlich. Funknetzwerke sollten möglichst weit oben und frei stehend eingerichtet werden, die Signale werden von Gegenständen und Wänden blockiert – in manchem Altbau reichen sie gerade einmal bis in das Nachbarzimmer.

Nicht alles kann optimiert werden

Je mehr Teilnehmer, desto langsamer fließt der Verkehr – das gilt auf der Straße wie im Internet. Weichen Sie auf weniger benutzte Netze aus, von denen z. B. hier die Verfügbarkeit geprüft werden kann. Auch der Zustand der Infrastruktur spielt eine wichtige Rolle, alte Leitungen und korrodierte Anschlüsse senken die Bandbreite schnell auf einen Bruchteil des Möglichen.

Bild: Daniel Fuhr – Fotolia

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