Ist Unreal Tournament 3 für ESports geeignet?

By on 28. Februar 2008

Unreal Tournament war im Jahr 1999 die Multiplayer- Revolution schlechthin. Irgendwo zwischen dem taktischen Counterstrike und der hektischen Ballerorgie Quake einzuordnen, brachte das Spiel mit einer verbesserten Version der Unreal- Engine beeindruckende Grafikeffekte, zugleich waren die Spielmodi berühmt: Assault, Domination und Capture the Flag sind bis heute die beliebtesten Modi der UT- Szene. Gegen den älteren Ableger der Quake- Serie, Team Fortress, konnte sich UT 1999 vor allem wegen der besseren Grafik durchsetzen.Unreal Tournament 2003 brachte als schwerwiegenste Veränderung den Fahrzeugmodus: Wie im Konkurrenten Halo war es jetzt möglich, Fahrzeuge physikalisch mehr oder weniger gut umgesetzt zu steuern. Hier begann auch der in Battlefield perfektionierte Trend des Kombi- Spiels bei Fahrzeugen abzuzeichnen: Die Bedienung z.B. eines Trucks wird aufgeteilt, ein Spieler fährt das Fahrzeug, andere fahren mit und bedienen die Waffen.

Mittlerweile ist nach dem enttäuschenden Unreal 2004 im letzten Jahr ein neuer Teil erschienen: Unreal Tournament 3, ehemals Unreal Tournament 2007. Der Titel des eigentlich vierten Unreal Tournament Teils ist größtenteils als nachträgliches Eingeständnis der Entwickler verstanden worden, dass man sich das 2004er Grafikupdate auch hätte schenken können.

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In der ESports- Szene ist momentan vor allem das Original- UT verbreitet, aber auch der dritte Teil beginnt sich langsam durchzusetzen. Im November letzten Jahres startete Midway Games, die Entwickler von UT 3, sogar ein eigenes UT 3- Turnier, welches in Kooperation mit den Betreibern der ESL, Turtle Entertainment, in Köln stattfand. Die Reaktionen auf das Spiel waren im Schnitt gut, dennoch wird es mindestens noch ein Jahr dauern, bis klar ist, ob sich das Produkt auf lange Sicht als ESports- Variante lohnt.

Ich persönlich bevorzuge ehrlich gesagt das Original- UT: Durch die vielen Mods, erleichtert durch den mittlerweile freigegebenen Source Code, ist hier das Spielerlebnis einfach vielfältiger und man braucht keinen High- End- Rechner, um ordentliche FPS zu bekommen.