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Kampf der Produkt- und Softwarepiraterie - Weg zum Überwachungsstaat ?

Autor: Christian
abgelegt in: News

Eines der Hauptprobleme in der heutigen vernetzten Zeit stellt wohl ohne Frage die Produkt- und Softwarepiraterie dar. Sie kostet die Wirtschaft Milliarden. Viele Politiker suchen unter allen möglichen Vorwänden nach Lösungen, die allerdings einem Überwachungsstaat gleich kommen. Hier stellt sich nun die Frage, wie weit lassen die Bürger Ihre Privatsphäre beschneiden bevor im großen Stil dagegen prozessiert wird?

Nicht legale Software, bzw. nicht aktiviert © flickr / witor

In den USA zum Beispiel wird hierzu eine neue Methode genutzt. Mit Durchsetzung des Anti-Counterfeiting Trade Agreement (kurz ACTA) stellen die US-Grenzschutzbehörden den Zöllnern auf Flughäfen entsprechend gültigem US Gesetz quasi Freibriefe aus, dass wahllos alle möglichen Elektronischen Speichergeräte wie Handys, PDAs, Laptops, MP3-Sticks etc. auf deren Inhalte überprüft werden dürfen. Hier gelte laut US-Gesetz die gleiche Richtlinie wie für das Öffnen der Tasche selbst. Im günstigsten Fall, wird nur mal der Browserspeicher gecheckt oder auch die Emails überprüft. Es kann aber auch vorkommen dass das Gerät konfisziert wird und der Reisende es vielleicht erst sehr spät oder auch mal gar nicht zurückerhält.

In einem Staat, in dem das Reisen mit dem Flugzeug nicht nur für ein- oder ausreisende Touristen Alltag ist, sehen sich viele Zivilisten erstmal als Pauschalverdächtigte behandelt. Die Regierung verteidigt das Vorgehen mit der Aussage, es diene der Prävention von Straftaten und der nationalen Sicherheit. Und die Produktpiraterie ist ja auch ein großes Problem in den USA.

In Europa wird vereinzelt auch schon über solche Praktiken verhandelt und wenn man sich die aktuellen Diskussionen über mögliche Online-Durchsuchungen der Computer Verdächtiger bereits in Deutschland anhört, stellt sich die Frage, wann wir denn auch selbst innerhalb Deutschlands mit solchen Maßnahmen rechnen müssen.


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  1. Finn schreibt:

    ACTA? Puh das war mir auch neu, ganz schön hart. Auch wenn es angeblich um die nationale Sicherheit geht, kann sich ein Staat so etwas trotzdem nicht erlauben. Suchen die Behörden denn tatsächlich nach Terrorverdächtigen und ähnlichen Leuten oder werden auch Kleinkriminelle bei einem Zufallsfund zur Rechenschaft gezogen?

  2. Christian schreibt:

    Naja, wenn man die Anweisungen und Berichte hierüber ansieht kommt schon der Verdacht auf, dass hier jeder ins Visier gerät. Anders könnte ich mir nicht erklären, warum auch Unterhaltungsmedien wie Ipod oder vergleichbare mit “untersucht” werden dürften.

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