An der Universität Tübingen wird zur Zeit am “Cyberwalk-Project” gearbeitet.
Die Idee ist nicht neu: Der Mensch bekommt ein Headset verpasst, welches ihm Bilder, Töne und Räumlichkeit simuliert, während unter seinen Füßen ein Laufband seine Schritte ausgleicht. So bewegt er sich nicht vom Fleck, es kommt ihm aber so vor, als ginge er mit normaler Geschwindigkeit durch die Virtual Reality. Neu am Cyberwalk-Project ist, dass es besser funktioniert als alles, was bisher entwickelt wurde. Das liegt mit an Größe und Geschwindigkeit des Laufbandes, vorherige Konstruktionen waren stets zu klein und zu langsam.
“Diese Plattform ist die erste die bei annehmbarer Größe (4,6×4,6) und normaler Gehgeschwindigkeit (>1,4m/s) zuverlässig und wartungsarm funktioniert.” so der Kommentar von Erbauer Martin Schweiger zu diesem Artikel.
Das Youtube-Video zeigt: Klar ist ein Lag vorhanden und sprinten werden die aus gutem Grund nicht, aber es funktioniert tatsächlich! Was man daraus für Anwendungen basteln kann…
Von der virtuellen Bibliothek zum Adventure im alten Rom - wenn es tatsächlich klappen sollte, programmierte Welten zu begehen, dann wird möglich, wovon Science-Fiction-Autoren seit einem halben Jahrhundert träumen.
Interessanten Artikel bei zdnet gefunden. Windows- Sprachsteuerung… Hm. Keine sehr rühmliche Vergangenheit (*hust* Präsentation *hust*), aber zumindest scheint es, als könne Vista bestimmte voreingestellte Befehle befolgen.
Meine Frage: Was bringt das? Bisher nichts. Ich kann unter Vista nicht mal Befehlsketten konfigurieren, die auf einen bestimmten Wortlaut hin abgerufen werden. Das funktioniert beispielsweise unter Mac Os X schon besser, natürlich da auch nur mit Abstrichen. Auf meinem Laptop habe ich es aber schon mal hinbekommen, auf den Befehl “Internet” eine Verbindung herzustellen, Browser, Mailprogramm und ICQ zu öffnen und dann noch ein bestimmtes Lied in iTunes zu starten.
Dagegen wirkt die Sprachsteuerung unter Windows Vista gelinde gesagt etwas mager. Ist ja schön, dass sie bei allen Versionen von Basic bis Ultimate dabei ist, aber für Desktopaufgaben ist die Mausbedienung einfach fünfmal schneller. zdnet nennt als sinnvolles Betätigungsfeld die Eingabe von Texten, aber ehrlich gesagt schreibe ich schneller, als ich rede, und das auch wesentlich fehlerfreier.
Meinetwegen ist die funktionierende Vista-Sprachsteuerung ein schöner Schritt in Sachen Technik (bis die vollends stimmt, werden sicherlich noch ein paar Jährchen vergehen), aber bevor sich da nicht die wirklich intelligenten Leute dransetzen und ein paar sinvolle Anwendungen für diese Art der Steuerung entwickeln, bleibt sie für mich reine Spielerei.
Der rasante Ausbau der Infrastruktur für das Internet macht es möglich: Mittlerweile sind Geschwindigkeiten, die noch zur Jahrtausendwende astronomisch hoch schienen, für den durchschnittlichen Internetnutzer alltäglich geworden. Verschiedene Internet-Anbieter bieten Raten über 20 Mbit an - man erinnere sich nur mal zehn Jahre zurück, als man mit tutendem Analog-Modem versucht hat, seine Nachrichten abzurufen…
Der Geschwindigkeitszuwachs macht das Netz für verschiedene Business-Dienste noch attraktiver. Was früher an mangelnden Streaming- oder Download-Raten scheiterte und meist einen etwas amateurhaften Touch hatte, kommt heute hochprofessionell daher: Die Rede ist von Download Portalen. Nicht von den illegalen, die sich zum Beispiel des BitTorrent- Protokolls bedienen und damit bereits seit einiger Zeit sehr hohe Downloadraten erzielen können. Nein, die Firmen selbst stellen ihre digitalen Produkte ins Netz.
Alles, was sich digital speichern lässt, kann ich mittlerweile legal herunterladen. Was als Reaktion der Musikindustrie auf zunehmende Verlusteinnahmen durch Raubkopien begann - der iTunes-Store bietet mittlerweile alle auf dem Markt erhältlichen Songs in guter Qualität zum Einzeldownload - setzte sich in anderen Bereichen fort. Ich kann bei Anbietern wie Maxdome Filme herunterladen, im offiziellen Sony-Shop meine PSP Spiele downloaden oder mir ganze Betriebssystem-CDs als digitales Image ziehen, statt sie in der Box zu kaufen.
Damit einher geht die immer stärkere Bindung des Freizeitgeschehens an den Computer. Der Fernseher wird, sollte sich die Online-Videothek durchsetzen, in ein paar Jahrzenten ausgedient haben. Musik, Spiele, Bücher, Programme - alles wird in Zukunft über das Internet bestellbar und sofort zu nutzen sein.
Ein Nachteil dabei ist sicherlich der Verlust der Wertschätzung des einzelnen Produktes, gerade, was Musik und Filme betrifft. Wenn alles auf einen Knopfdruck zu haben ist, hat es schon heute nicht mehr den gleichen Stellenwert wie ein Kinobesuch oder ein Konzert (bzw ein Fernsehabend und eine CD). Trotzdem, gerade weil es immer noch möglich ist, sich diese ganzen Dinge ungestraft illegal zu besorgen, ist es wichtig, eine legale Alternative anzubieten, die funktioniert.
Diesen Sonntag wurde ein absoluter Knaller im Grafikkartengeschäft bekannt. Bei Computerbase gelesen, will ich Euch dieses Schnäppchen natürlich nicht vorenthalten.
Die ATI Radeon HD 3870 gab es am Sonntag bei mehreren Herstellern für unter 119 Euro zu erwerben. Der Preis ist etwas geklettert und liegt bei 125 Euro, was immer noch verdammt billig ist. Dafür enthält man eine Direct X 10.1 Karte, kein Noname Modell sondern von Sapphire, mit 775 Mhz und 512 MB. In Reviews vor einem Jahr hat das Ding durchgängig gut abgeschnitten, damit sollte man in der nächsten Zeit erstmal keine Performance-Probleme mehr haben.
Kann sein, dass die angekündigten High-End-Grafikkarten, u.a. Intels Geheimprojekt Larrabee, den Preissturz auf dem Markt vorantreiben. Vielleicht liegts auch am Wetter?
Was auch immer der Grund ist, solche Rechenpower zu so einem Preis, wer es sich gerade leisten kann und genug Geld übrig hat, der sollte unbedingt zugreifen!
Seit Jahren wird darüber spekuliert, Fakten sind bis heute immer noch rar. Intel hält sich, was seine High-End-Grafikkarte “Larrabee” betrifft, sehr bedeckt.
Das Gerät soll 16 Prozessorkerne besitzen und dabei einen Teraflop an Leistung bringen. Mit der Parallelstruktur der Prozessoren leistet der Grafikchip dabei doppelt so viel wie ATIs schnellste Grafikkarte zur Zeit.
Intel sieht die Vorteile seiner Grafikkarte vor allem im mitgelieferten SDK. Das Speichermodell und die Interrupt-Verwaltung entsprechen einem PC-Prozessor, so dass theoretisch für die Larrabee alles mögliche programmiert werden kann - nicht nur Grafikanwendungen. Wer sich für die bisher bekannten technischen Details interessiert, liest mal hier rein. Der Artikel ist zwar schon ein Jahr alt, aber besonders der zweite Teil ist sehr interssant.
So wäre für Intel mal wieder eine Monopolstellung in Aussicht: Mainboard, CPU und jetzt auch GPU - wenn die Larrabee verspricht, was sie hält, wäre eine Anschaffung der Komponenten beim gleichen Hersteller insofern clever, als man da auf maximale Kombabilität hoffen darf.
Dabei wird die im Laden erhältliche Larrabee wohl unter dem Namen des jeweiligen Herstellers laufen. Der Grafikchip wird von Intel selbst hergestellt, ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz, den Intel aufgrund seiner großangelegten Prozessorfabriken von Hause aus hat.
Wahrscheinlich hält sich Intel deswegen so bedeckt, weil sie fürchten, die Grafikkarte zu sehr zu hypen und dann den Erwartungen nicht gerecht zu werden. Ein sehr löbliches Verhalten, wie ich finde, ich jedenfalls freue mich auf die neue Grafikkartengeneration.
Siemens ist das einzige deutsche Unternehmen, der –wenn auch in Kooperation mit dem Fujitsu aus Japan – sich auf dem Markt für Desktop-PCs und Notebooks einigermaßen etablieren konnte. Kann der Hersteller mit dem neuen Laptop seinem guten Ruf gerecht werden?
Auf jeden Fall bietet das Gerät mit der roten Einfassung und dem ovalen Rahmen für das Touchpad ein recht elegantes Design, man vergleiche etwa die anderen in dieser Reihe vorgestellten Notebooks. Bei dem etwas mikrigen Bildschirm von nur 13,3 Zoll denkt man zwar fast an ein Subnotebook. Technisch ist das AMILO aber auf jeden Fall ein vollwertiger PC. Zwei GB Arbeitsspeicher liegen momentan im guten Durchschnitt, der Kunde kann zudem zwischen einer 160- und einer 250-GB-Festplatte wählen. Es stehen sowohl eine WLAN-Antenne als auch der obligatorische LAN-Anschluss zur Verfügung. Neben einer Bluetooth- und drei USB-Schnittstelle sticht der HDMI-Anschluss für die Videoübertagung hervor. Auch bekommt man einen Cardreader, der mit SD, MMC, MS, MS praktisch alle zur Zeit wichtigen Kartenformate lesen kann. Die Firma selbst gibt weiterhin in der unten beigefügten Videopräsentation an, dass der 6-Zellen-Akku eine Benutzungsdauer von bis zu fünf Stunden erlaubt.
Das AMILO liegt mit ca. 1100 Euro preislich in der Mittelklasse. Angesichts der technischen Merkmale kann man da auch nicht meckern; der CHIP hat nicht umsonst die Überschrift „edel und günstig“ gewählt.
Der Standard für Social-Networking-Portale bekommt endlich ein prominentes Mitglied.
Wer sich heute die Mühe macht, bei StudiVZ oder einem anderen Social-Networking-Portal eine persönliche Seite einzurichten, kann möglicherweise nicht von allen seinen Freunden erreicht werden. Denn der Markt ist heiß umkämpft, und eine Vielzahl von Bewerbern haben dafür gesorgt, dass die Zielgruppen ihre Einträge auf viele verschiedene Portale verstreut haben. Da dies aber dem Grundgedanken des Networking vollkommen widerspricht – für eine geschlossene Gesellschaft braucht man das Internet ja nicht – hat Google im November letzten Jahres eine Ansammlung von Programmierschnittstellen zur Vereinigung der Standards eingeführt.
Einer der Vorteile dieses „OpenSocial“ genannten Projektes besteht in der Interoperabilität ihrer Funktionalitäten. Nutzer von StudiVZ etwa können ihre Seiten gegenseitig verlinken. OpenSocial bietet die Möglichkeit, solche Funktionen zwischen Einträgen auf verschiedenen Portalen zu ermöglichen. Personen, die zum Beispiel sowohl auf Karriere-, als auch auf rein privaten Portalen Einträge haben, könnten diese (unter eingeschränktem Zugang) ebenfalls miteinander verbinden.
Der Erfolg von OpenSocial hängt natürlich ganz davon ab, wie viele Anbieter mitmachen. Bislang sind aus Deutschland lediglich XING, ein Karrierenetzwerk, und ein Ticketservice dabei. International sind die Mitglieder Engage.com, Friendster, hi5, Hyves, imeem, LinkedIn, Ning, Oracle, orkut, Plaxo, Salesforce.com, Six Apart, Tianji, Viadeo an Bord (heise.de). Mit Yahoo! kommt nun endlich ein ganz großer Name an Bord. Die damit verbundene Hoffnung ist, dass sich daraus ein Sogeffekt für ander Portale ergibt. Denn wenn erst einmal eine bestimmte Anzahl von Portalen miteinander verlinkt sind, werden die isolierten Anbieter kaum noch attraktiv sein.
Intel kommt mit einem 400-Dollar-Laptop auf den Markt.
Eigentlich bedient Intel mit der Chipproduktion einen ausreichend großen Markt; und der US-Konzern schafft es momentan, den einzigen Konkurrenten AMD vollkommen abzuhängen. Trotzdem hat man sich entschieden, auch verstärkt in den PC-Markt einzusteigen. Die amerikanische Bloggerszene tauscht schon seit längerer Zeit „Spyshots“ zum so genannten „Netbook“ aus.
Der technische Hintergrund besteht in der Einführung der 45-Nanometer-Technologie in der Chipherstellung Ende des letzten Jahres. Der neue Chip „Diamondville“ ermöglicht hohe Leistung bei einem geringen Energieverbrauch und vergleichsweise geringen Kosten. Dies ermöglicht Intel den Einstieg in den Markt für bildungsorientierte PC-Anwendungen, insbesondere für Schulkinder. Hier ist das Unternehmen auch schon eine Weile unterwegs. Das unten stehende Video zeigt ein Interview mit Intel-Manager Navin Shenoy. Er umreißt das ambitionierte strategische Ziel darin, weitere eine Milliarde Menschen über diesen günstigen PC mit einem Internetanschluss zu versorgen. Insgesamt sei das neue „Netbook“ vor allem als Zweitnotebook und für den Einsatz in der Bildung vorgesehen. Trotzdem können sich die Leistungen durchaus sehen lassen. Eine Celeron M CPU, ein 512MB-RAM, eine 40GB-Festplatte und ein 9-Zoll-Monitor ermöglichen zusammen mit SD-, MMC-Kartenanschluss und einer Wi-Fi-Antenne eigentlich jede Aktivität, für die man auch ein „richtiges“ Notebook verwenden würde. Die Markteinführung des Gerätes soll Mitte 2008 sein.
Interview zum neuen „Netbook“
Der Q1 wird als „Ultra Mobile PC“ vorgestellt. Es handelt sich dabei jedoch nicht einfach um ein abgespecktes Subnotebook wie den Eee-PC. Samsung versucht hier vielmehr einen Mix aus Tablet-PC und PDA. Das markanteste Merkmal des Q1 ist das Fehlen eines Bildschirms. Der sieben Zoll große Touchscreen dient stattdessen als doppelte Benutzerschnittstelle, man braucht hierzu auch nicht den bei vielen PDAs üblichen kleinen Stift. Als eigentlichen PC kann man das Gerät also weniger gebrauchen. Stattdessen geht es mehr um den schnellen und unkomplizierten Austausch von Informatinoen zu ermöglichen.
Daher fehlen weder eine Webcam noch eine WI-Fi-Antenne. „Ultramobil“ ist derQ1 nicht nur auf Grund seiner kleinen Maße: Auch das Gewicht von genau 700 Gramm ist für Notebooks unschlagbar. Im Vergleich zu Tablet-PCs kommt der Q1 ebenfalls gut weg.
Bereits 2006 war die erste Version des Q1 auf den Markt gekommen. Änderungen sind neben neuen Schnittstellen vor allem an der Rechnerhardware vorgenommen worden. So hat man den SATA-Festplattenspeicher von 40 auf nunmehr 60 Gigabyte aufgestockt. Die CPU kommt von Intel, es handelt sich um das extra für UMPCs entwickelte Mobile A110 mit 600MHz Taktrate und einem 512 L2-Cache. Tester berichten jedoch, dass der Rechner äußerst schwach läuft und selbst die Anzeige von einfachen Bildelementen nur mit einiger Verzögerung geschieht. Auf alle Fälle aber ist das Gerät für Windows Vista ausgelegt, die Software befindet sich auch auf dem Produkt vorinstalliert.
Einen Preis für das Produkt, das gerade auf der CeBIT vorgestellt wurde, hat Samsung noch nicht genannt. Der Vorgänger lag bei 1100 bis 1400 Euro.
Zwei neue Gadgets kommen ganz ohne Akku aus.
Portable Media Player müssen klein und leicht sein, ein zu großer Akku stört da ungemein. Andererseits verbrauchen Lautsprecher und Display viel Energie. Wer längere Zeit unterwegs ist und keine Möglichkeit hat, die Geräte aufzuladen, kann da leicht in Probleme geraten. Zwei Firmen bieten hierzu eine praktische Lösung : Die so genannten Eco Media Player. Dem Baylis EMP und dem eMotion Solar ist gemeinsam, dass sie ohne externe Stromquelle auskommen. eMotion hat, der Name sagt es schon, ein kleine aufklappbare Fläche von Solarzellen. Baylis hingegen lässt den Nutzer, der Ein-Dollar-Laptop lässt grüßen, den Strom durch eine kleine Kurbel selbst generieren. Welche der beiden Möglichkeiten effektiver ist, ist noch nicht getestet worden. Bei schlechten Wetterbedingungen oder in der Nacht ist das Kurbelsystem, mit dem man ja offensichtlich sogar einen ganzen PC versorgen kann, natürlich klar im Vorteil.
Der Baylis ist eine Kombination aus FM-Radio, Audioaufnahme- und Abspielgerät sowie Videoplayer und Speicher für PC-Dateien verschiedener Art (1 GB). Neben der mechanischen Energiequelle gibt es auch eine gewöhnliche Batterie. Eine weitere Zusatzfunktion: Man kann mit der Kurbel auch Handys aufladen. Zur Verbindung mit PCs verfügt das Gerät über eine USB-Schnittstelle. Wer den europaweit nur im Vereinigten Königreich und in den Niederlanden angebotenen Player kaufen möchte, muss dies für 120 bis 170 englische Pfund bei einem Online-Store tun.
Der eMotion Solar ist meines Wissen in Europa überhaupt nicht zu haben, in den USA muss man um die 160 Dollar bezahlen. Etwas günstiger als der Baylis bietet er den gleichen Funktionsumfang und zudem ganze 2 GB Speicherplatz. Man kann außerdem mit dem Solar iPods aufladen und das Gerät als Konsole für Nintendo-Spiele benutzen.
Vorstelltung des Baylis Media Player auf CNET TV.