Computerview

Computer, Notebooks & Computerzubehör
 


Smartphones von Sony-Ericsson und Nokia vorgestellt

Mit einem großen Touchscreen, über den auch Video-Funktionen von einem 15-Gigabyte großen Speicher auf angezeigt werden können, soll Sony-Ericssons Xperia X1 offensichtlich dem iPhone Konkurrenz machen. Ein interessantes Feature ist die erweiterte Ortungsfunktion AGPS, die herkömmlichen GPS-Handys den Rang abläuft: Für Fußgänger ist anders als etwa für Autofahrer selbst die hohe Genauigkeit der GPS-Signale nicht immer hinreichend. Der Gebrauch im Handy bringt weitere Probleme mit sich: Die vielen Funktionalitäten der Smartphones sorgen für einen hohen Stromverbrauch, der durch einen größeren Akku kompensiert werden muss. Für Mobiltelefone sind eine geringe Große und ein kleines Gewicht aber wichtige Verkaufsargumente. Darüber hinaus ist etwa in Tunneln oder U-Bahnen mit häufigen Empfangsproblemen zu rechnen. Als Reaktion darauf hat sich Sony-Ericsson wie viele andere Konkurrenten für den APGS-Standard entschieden. Dieser beruht auf eine Unterstützung durch Mobilfunkmasten. Die Masten empfangen die GPS-Daten vom Satelliten, verarbeiten sie und senden sie an das Handy weiter. Dieses spart dadurch Rechenleistung und damit Energie ein. Eine zusätzliche Ortungsmöglichkeit ergibt sich dadurch, dass ein Handy in er Nähe von drei Mobilfunkmasten seine Position nach dem Verfahren der Triangulation bestimmt.
Smartphone vom MyGuide mit Navigationsfunktion (Q: Agentur Frische Fische). Nokia hat bei seinem neuen Handy N96 das Ortungssystem per Satellit um zwei Komponenten erweitert: Ein Sensor misst die Beschleunigung des Handybesitzers, und ein eingebauter Kompass die Wegrichtung. Daraus kann nach Empfang eines Signals die Standortänderung noch präziser vorausgesagt werden, wenn zur Zeit kein GPS-Signal verfügbar ist.
Microsoft liefert für das Modell von Sony-Ericsson sein Betriebssystem Windows Mobile. Der Hersteller ist damit in einen Markt eingestiegen, auf den auch Suchmaschinenanbieter Google tätig ist. Nachdem Microsoft dem Branchenprimus mit dem Kaufangebot für Yahoo auf dem Online-Werbemarkt den Kampf angesagt hat, stehen sich die beiden Konkurrenten nun auch bei den standortbezogene Dienste auf vertrauten Seiten gegenüber: Google hat ein eigenes Betriebssystem mit dem Namen „Android“ entwickelt und als Open Source zur weiteren Verbesserung zur Verfügung gestellt. Microsoft hingegen setzt auch bei Handys vor allem auf proprietäre Software und versucht, mit der Ausgereiftheit seiner Produkte zu punkten. Während es Google auch bei seinem Engagement im Handymarkt vor allem um die zielgerichtete Platzierung von Werbung geht, soll Windows Mobile über die Anschaffungskosten Profit erbringen. Nokia mit seinem ebenfalls proprietären eigenen Betriebssystem und einer eigenen Kartensoftware ist ein weiterer Konkurrent für Googles Angebote, die ja seit Längerem im Internet den Service „Google Maps“ umfassen.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Redaktionelle Inhalte sollen kostenlos ins Netz gestellt werden.Überdimensionale Brockhaus-Attrapen auf der Frankfurter Buchmesse 2006 (flickr.com).

Seit längerem schon wird die Verlagsbranche durch den großen Erfolg des kostenlosen Online-Lexikons Wikipedia in Unruhe gebracht. Die Wikipedianer können dank einer um ein Vielfaches höheren Artikelzahl von sich behaupten, dass größte Lexikon auf dem Markt anzubieten. Da ein Brockhaus außerdem den Gegenwert eines Gebrauchtwagens hinlegen muss, um das Premium-Produkt, die dreißigbändige Enzyklopädie mit knapp 25.000 Seiten, zu erwerben, scheint die nichtkommerzielle Konkurrenz haushoch überlegen zu machen. In dieser Situation hat sich Brockhaus offensichtlich genötigt gesehen, ebenfalls ins Netz zu gehen. In einer vorgestern veröffentlichten Pressemeldung gibt der Brockhaus-Verlag bekannt, dass ab Mitte April dieses Jahres ein zu Brockhaus gehöriges kostenloses Onlineportal starten soll. Brockhaus gibt dabei zu, dass dieser Schritt durch Umsatzeinbrüche seiner Lexikonsparte motiviert gewesen sei und bezeichnet sein Vorgehen als „strategische Neuausrichtung“. Also war der Anstoß nicht etwa die Überzeugung, dass Wissen besser in digitaler Form als in Büchern dargestellt werden sollte; Brockhaus musste vielmehr den Markterfolg der Online-Konkurrenz anerkennen und reagiert nun durch Nachahmung. Es bleibt also abzuwarten, ob das Unternehmen auch ein eigenständiges Konzept für die Wissenspräsentation im Internet entwickeln kann, die den Brockhaus online von Wikipedia abhebt. Die bisherigen Überlegungen fasst Vorstandsmitglied Marion Winkenbach so zusammen: „Der immer unübersichtlicher werdenden Flut von Informationen aus dem Internet stellen wir mit ‚Brockhaus online’ jetzt ein Wissensportal entgegen, das für Relevanz, Richtigkeit und Sicherheit steht“ (brockhaus.de). Tatsächlich kann wohl jeder Wikipedia-Nutzer ein Lied davon singen, dass viele Artikel schlecht recherchiert, und unverständlich formuliert sind oder das Wichtige vom Unwichtigen nur schwer trennen können.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Auch Yahoo anerkennt den Open-Source-Standard

Open-IDDie Grundidee von Open-ID ist es, einen Satz von Login-Daten pro Person für alle geschützten Daten im Internet auszugeben. Im Gegensatz zu firmengebundenen Identifikationsdaten, wie sie von Microsoft (Windows Live ID) und Yahoo! (Yahoo! ID) angeboten werden, ist die Open ID jedoch nicht an eine bestimmte Zertifizierungsstelle gebunden. Vielmehr kann jeder Dienstanbieter, der als „identity provider“ (IdP) registriert ist, Accounts vergeben. Diese Accounts kann man dann bei allen Dienstleistern verwenden, die Open-ID unterstützen.
Open ID ist ein nichtkommerzielles System, dass einer eigenen Stiftung, der Open-ID-Foundation, zugehört. Diese Stiftung wird jedoch von den großen kommerziellen Anbietern im Internet, nämlich IBM, Microsoft, Yahoo und Google, unterstützt.
Dem Vorteil von Open-ID, dass der User sich nur ein Passwort für alle Transaktionen im Internet merken muss, steht der Nachteil entgegen, dass ein Dieb eben nur eine ID stehlen muss, um Zugriff auf alle im Internet verfügbaren Daten und Ressourcen des Bestohlenen Zugriff zu erlangen. Dienste wie etwa Online-Banking werden daher wohl auch in Zukunft kaum durch Open-ID allein erreichbar sein.
Vor einigen Wochen ergänzte Yahoo! sein Angebot einer für alle firmeneigenen Dienste gültigen ID um die Möglichkeit, den Login mit einer allgemeinen Open-ID vorzunehmen. Angesichts der Tatsache, dass heute bereits ca. eine Viertelmilliarde Nutzer eine Yahoo-ID haben (spiegel-online.de), ist das ein bemerkenswerter Vorgang. Der Haken bei der Sache ist nur, dass der Nutzer diese ID von Yahoo selbst bezogen haben muss. Das spricht dem Konzept eines dezentralen Identifikationssystems natürlich Hohn. Denn Yahoo lässt auf diese Weise die Offenheit von Open-ID nur für andere Firmen zu; will selbst aber bestimmen dürfen, wer mit welchem Account Zugang zu eigenen Diensten bekommt. Sollte dieses Beispiel Schule machen, wäre das das Ende von Open-ID; jeder Anbieter hätte wieder sein eigenes Account-System, auch wenn alle den gleichen Namen tragen würden.

Ein Beitrag des Online-Nachrichtendienstes FreeLineReport.com über die Integration von Open ID durch Yahoo.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Usability-Probleme sind neben Sicherheitsrisiken ein weiteres Argument für das klassische Kreuzchen

Allgemeine Wahlen scheinen ein perfektes Einsatzgebiet für Computer und Notebooks zu sein: Schließlich geht es allein darum, auf dem immer gleichen Formular kleine Kreuze an bestimmten Stellen zu erfassen und die Einzelergebnisse zusammenzuzählen. Maschinen, die für diesen Job konstruiert wurden, sollten die Aufgabe unabhängig von der Menge der erfassten Formulare schneller und genauer als die meist zwangsverpflichteten Wahlhelfer übernehmen können. Auch hat man mit analogen Wahlautomaten schlechte Erfahrungen gemacht: Bei der vorletzten Wahl des US-Präsidenten im Jahr 2000 mussten die Stimmen im Staat Florida mehrmals nachgezählt werden, hier fand die Erstauszählung mit Hilfe von Wahlautomaten statt. Das Ergebnis ist bis heute umstritten.
Theorie und Praxis klaffen indes auseinander: In Deutschland und Holland sind etwa die Geräte der niederländischen Firma Nedap mehrfach eingesetzt worden. Eine holländische Hackergruppe demonstrierte aber öffentlich, wie die auf einem normalen Windows-OS basierenden Systeme manipuliert werden können. Selbst populäre Sicherheitsprogramme wie Kaspersky waren dem Angriff nicht gewachsen. In Deutschland läuft gegen den Einsatz der Nedap-Geräte bei der Bundestagswahl 2005 ein Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, und Irland hat den Einsatz der Automaten aus Sicherheitsbedenken vorerst auf Eis gelegt. Der Informationsdienst golem.de berichtet zudem von weiteren Unregelmäßigkeiten und Bedienungsproblemen mit den Systemen von Nedap bei der Hessischen Landtagswahl im Januar. Bei einer regionalen Wahl in Florida produziertenWahlcmputer aus ähnlichen Gründen 18.000 „No-Votes“.
Eine im Auftrag der amerikanischen Regierung durchgeführte Studie bestätigt die Vermutung, dass es vor allem Usability-Probleme sind, welche die Performance von elektronischen Wahlautomaten oft inakzeptabel schlecht machen. Bei einer Scheinwahl, die lediglich in der Wahl einer Person (hier des US-Präsidenten) bestand, ergaben sich immerhin drei Prozent Bedingungsfehler (technology review).
Tatsächlich können solche Probleme auch den Ausgang von Wahlen beeinflussen. Im Allgemeinen dürften vor allem ältere Wähler Schwierigkeiten mit der Bedienung digitaler Systeme haben. Das Wahlverhalten in den höheren Altersklassen unterscheidet sich aber deutlich von dem der „digital generation“: In Deutschland hätte wohl vor allem die CDU den Schaden durch schlecht designte Wahlautomaten zu tragen.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

XP war der direkte Nachfolger von Windows 2000 und Windows ME, übernahm aber den Kernel (Betriebssystemkern) von Windows NT. Zum Zeitpunkt des Erscheinens von XP war die Windows-Welt noch nicht ganz vom früheren shellbasierten Betriebssystem DOS abgekoppelt. Neben Windows 2000 als eigenständigem Betriebssystem existierte eine Zeit lang auch Windows ME, das die 9x-Linie (95, 98) fortsetzte. Hierbei handelte es sich eigentlich um DOS-Systeme, auf denen Windows aber als grafische Benutzerschnittstelle aufsetzte.
Grafisch unterscheidet sich XP von seinen Vorgängern durch eine plastischere Darstellung von Bedienelementen wie Buttons, und von einer einfachen Einbindung von Grafiken als Hintergrundelement.
Logo Ein wesentlicher Aspekt des Sicherheitskonzeptes von XP besteht in der Trennung von Administrator- und eingeschränkten Benutzeraccounts. Letztere können beispielsweise je nach Einstellung nicht auf wichtige Systemordner zugreifen. Aus diesem Grund können auch Viren und Trojaner diese Dateien nicht verändern, wenn sie während der Nutzung mit einem eingeschränkten Account auf den Rechner gelangt sind.
Um sicherzustellen, dass bei der Installation der Software stets auch das Original verwendet wurde und dieses nicht auf zu vielen Computern installiert würde, hat Microsoft bei Windows XP die so genannte Produktaktivierung eingeführt. Da 2001 schon fast jeder PC-Nutzer einen Internetzugang hatte, konnte Microsoft diese Funktion über das Internet betreiben. Das OS sendet an eine Microsoft-eigene Adresse Informationen über den Rechner, die dort gespeichert werden. Eine illegitime Freischaltung kann Microsoft dann durch einen Abgleich der erhaltenen Daten mit Daten zu eventuellen früheren Informationen zu Installationen auf der gleichen CD verhindern.
Die Monopolstellung von Windows ermöglicht es, Herstellern von Hardware einen detaillierten Nachweis der Kompatibilität mit dem Betriebssystem aufzuerlegen. Ist dieser Beweise erbracht, nimmt Microsoft das Gerät in eine OS-interne Liste auf. Wird dann ein Exemplar der Hardware auf einem Rechner vom Betriebssystem erkannt, darf es installiert werden.
2007 wurde XP durch den Nachfolger Vista abgelöst, der unter anderem im besonderen Maße die neuen Mehrkernarchitekturen von Intel und AMD unterstützt. XP wird jedoch nach wie vor mit neuen Rechnern verkauft.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Neues Betriebssystem soll bereits in 2010 auf den Markt kommen.

Das neue OS Windows Vista ist gerade erst seit einem Jahr auf dem Markt, und in Foren und Blogs ziehen die User genüsslich (oder verärgert) über die Kinderkrankheiten des neuen Systems her. Doch bereits jetzt berichten Zeitungen über einen Nachfolger für Vista. 2010 soll es soweit sein. Damit hätte Vista eine im Vergleich zu den früheren Windows-Versionen unterdurchschnittliche Lebensdauer gehabt. Windows XP etwa war von Oktober 2001 bis zum letzten Jahr das aktuelle Betriebssystem von MS. Der Grund für die frühe Ablösung liegt, wenn man den Aussagen der Firmensprecher Glauben schenken darf, jedoch nicht in der bisher durchwachsenen Performance von Vista; generell möchte Microsoft schnellere Release-Zyklen für seine Betriebssysteme, um flexibler auf technische Entwicklungen reagieren zu können. Bereits 2006, also vor dem Release von Vista, hatte Microsoft daher den Nachfolger für 2011 angekündigt (golem.de). Vor einer Woche kam die Computerzeitschrift Chip sogar mit der Meldung heraus, Windows 7 könnte sogar bereits im kommenden Jahr erscheinen.
Das neue System unterscheidet sich von den letzten Versionen nach dem bisherigen Kenntnisstand zumindest durch den (Arbeits-)titel; mit Windows 7 käme man wieder zu der klassischen Versionsbezeichnung zurück.
Chip.de veröffentlichte bereits Screenshots einer Versuchsversion und einige Infos. Das vorläufige Logo von “Windows Seven”Im Bereich der Funkkommunikation soll Windows 7 transitive Netzwerke unterstützen; ein PC außerhalb der Reichweite eines WLAN-Hotspots soll von einem einem erreichbaren PC innerhalb der WLAN-Reichweite aus mit einem Netzwerkzugang versorgt werden können. Auf Youtube kursieren zudem bereits schon seit längerem einige Videos (siehe unten), die einen Einblick in den derzeitigen Stand der Produktentwicklung bei Microsoft geben.
Windows veröffentlichte bereits vor einiger Zeit eine „Productivity Vision“, welche die Pläne des Unternehmens für Windows „in the very near future“ aufzeigen sollen. Eine der gezeigten Funktionalitäten ist die Kommunikation zwischen verschiedenen Rechnern durch Drag&Drop: Eine OS-Oberfläche läuft parallel auf zwei Rechnern, zum Beispiel einem Desktop-PC und einem moblien Rechner. Dateien können ohne Rückgriff auf eine explizite Send-Funktion einfach mit der Maus auf den Bildschirm des mobilen Gerätes hinübergezogen werden. Möglicherweise ist diese Funktion bereits im kommenden OS enthalten. Damit hätte Microsoft endlich wieder einen wesentlichen Fortschritt in der Plattformtechnologie zu vermelden.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Das Logo der Open-Source-Initiative von Microsoft Der Leiter des Open-Source-Projektes von Microsoft, Sam Ramij, erläuterte auf der vom 22. bis 24. Januar in Nürberg stattfindenden Konferenz „Open Source Meets Business“ (OSMB) die Antworten des Unternehmens auf Konkurrenz durch freie Software.
Insgesamt geht es Microsoft darum, bei aller Konkurrenz durch freie Software stets darauf zu achten, dass die Anwender ihre Programme nach wie vor auf der Plattform des Windows-Betriebssystems benutzen. Der Albtraum von Microsoft ist, dass populäre OS-Programme Anwender dazu bringen, von Windows auf Linux umzusteigen. Daher bemüht sich der Konzern darum, dass freie Entwickler Windows-Versionen ihrer Produkte herausbringen. Zu diesem Zweck werden an Entwickler Abonnements über die hauseigene Software inklusive relevanter Informationen umsonst vergeben. Anwendungsgebiet für Open-Source-Projekte waren in der Vergangenheit zum Beispiel Bemühungen, Software zum Identitätsmanagement für externe Entwickler frei zu geben. Außerdem will Microsoft zusammen mit den Entwicklern des Browsers Firefox dessen Zusammenwirken mit dem Windows Media Player verbessern.

In einem Gespräch mit heise.de lehnte Ramij jedoch den Umkehrschluss ab, dass Microsoft auch eigene kommerzielle Produkte auf freien Betriebssystemen anbieten könne. Das wichtigste Ziel des Unternehmens sei es, die Nutzung von Windows zu sichern, Anwendersoftware trete dahinter zurück (via heise.de).
Zudem hat Microsoft mit eigenen Lizenzen versucht, den Trend zu freier Software wenigstens im Rahmen der eigenen Produktreihen ein wenig zu steuern. Die beiden OS-Lizenzen MS-PL (Microsoft Public License) und MS-RL (reciprocal license) waren im Oktober letzten Jahres von der Open Source Intiative (OSI) offiziell als Open-Source-Lizenzen anerkannt. Die Lizenzen haben die für OS-Lizenzen typischen Eigenschaften. Microsoft öffnet die so gekennzeichneten Produkte für eine „nichtexklusive, weltweite, tantiemen-freie“ (royalty-free) Lizenz. Benutzer dieser Software dürfen diese verändern und die so veränderten Produkte verkaufen; aber nur unter der gleichen Lizenz. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist eine solche Freigabe immer ein Wagnis. Denn jedermann kann auf diese Weise den von Microsoft zur Verfügung gestellten Programm-Code vermarkten und so von der Entwicklungsarbeit der Unternehmens kommerziell profitieren.

Heise, der Veranstalter der OS-Konferenz, hat den Vortrag von Sam Ramij in Nürnberg als Webcast veröffentlicht.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Widget

abgelegt in: Allgemein

Als Widget bezeichnet man kleine Dienstprogramme (bzw. „Tools“) mit grafischer Anzeige, die parallel zur eigentlichen Hauptanwendung auf dem Bildschirm angezeigt werden. Ein klassisches Beispiel für ein Widget ist eine permanent angezeigte Uhr. Widget haben sowohl als Bestandteil von Webseiten, bzw. webbasierten Anwendungen, als auch als Desktopprogramme Verbreitung gefunden.
Beim zweiten Fall handelt es sich meist um in Javascript oder CCS geschriebene Programme oder Programmteile (bei Einbettung in größere Programme). Desktopbasierte Widgets sind im Betriebssystem Windows bereits 1997 beim OS Windows 98 eingeführt worden, ohne dass damals schon der Name geläufig gewesen wäre. Es handelte sich hierbei um die Funktionalität „Active Desktop“, die webbasierte Anwendungen ohne Inanspruchnahme des Browsers zur Verfügung stellte. Darüber hinaus gab es auch Offline-Widgets wie „Samurize“, ein System-Monitor mit sehr frei konfigurierbarer grafischer Anzeige. In der Windows-Welt hat sich das Konzept der Offline-Widgets aber eigentlich erst mit dem aktuellen OS Vista wirklich durchgesetzt. Die hier Gadgets genannten Anwendungen sind zum Teil reine Anzeigeprogramme, die bestimmte Informationen wie ausgewählte Börsenkurse auf dem Desktop anzeigen. Offline-Widgets sind auch in der Mac-Welt seit Einführung des Betriebssystems Mac OS X populär. Hier bietet das Programm Dashboard (dt. „Armaturenbrett“) den technischen Rahmen für eine Vielzahl von Anwendungen wie Taschenrechnern und Ähnlichem, die sich in großer Zahl als Freeware im Internet finden.
Als Widgets bezeichnet man auch aktive Teile von Webseiten. Beim unten eingefügten Youtube-Video, das durch einen Klick auf den Play-Button aktiviert werden kann, handelt es sich um ein solches Web-Widget. Sie werden nicht wie andere Programme dauerhaft auf dem PC installiert, sondern sind Teil des HTML-Codes, aus dem die Webseite besteht.

Vorstellung eines MySpace-Widgets in einem Beitrag von NBC.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Social Software

abgelegt in: Software

Der Begriff Social Software beschreibt im Allgemeinen Anwendungsprogramme, welche soziale Interaktion über den Computer ermöglichen. Dazu gehören demnach alle Anwendungen, welche zum Beispiel zum Zugriff auf Netzwerke wie das Internet oder auch innerbetriebliche Intranet-Systeme nötig sind. Auch E-Mail-Client-Programme wie Microsoft Outlook sind in diesem Sinne „Social Software“.

Die Veränderungen des Internet seit der Jahrtausendwende (Web 2.0) haben jedoch neue Formen der sozialen Interaktion über das Internet hervor gebracht, welche zu einer engeren Fassung des Begriffs geführt haben. In diesen Zusammenhang gehören beispielsweise die mit dem Siegeszug von Wikipedia populär gewordenen Wikis. Diese nichtkommerziellen Informationsportale können wie die Online-Enzyklopädie selbst von ihren Nutzern selbst editiert werden. Eine andere neue Kommunikationsform im Internet ist das Blogging, für das diese Seite ebenfalls ein Beispiel darstellt. Zur Erstellung der Inhalte wird ein Content-Management-System benötigt, das demnach auch Social Software ist. Um den rein privaten Zweig dieses Bereichs abzuschließen, wären noch Instant-Messaging-Programme wie ICQ und Skype zu nennen.
Eine Grafik rel=Im betrieblichen Bereich verortet sind Systeme, welche die Kommunikation von Mitarbeitern eines Unternehmens untereinander und mit externen Partnern ermöglichen. Dabei geht es nicht immer allein darum, Informationen auszutauschen. Es wird ebenfalls immer wichtiger, über digitale Netzwerke gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Es gibt beispielsweise kollaborative Textverarbeitungsprogramme, mit denen mehrere Autoren ein Office-Dokument gleichzeitig bearbeiten können. Im Bereich der Softwareentwicklung stellt Eclipse mit dem „Eclipse Communication Framework“ eine Möglichkeit für mehrere Entwickler bereit, gleichzeitig an ein und demselben Softwaresystem zu arbeiten.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

(Technology Review) Ein wichtiger Bestandteil der im Zuge des Web 2.0 realisierten technischen Neuerungen ist die Anreichung von Webseiten durch vielfältige integrierte Funktionalitäten. Auf den Seiten mancher Verkehrsbetriebe etwa finden sich integrierte, interaktive Karten, mit deren Hilfe man sich zum Beispiel den Standpunkt einer Haltestelle anzeigen lassen kann. Wird dieses digitalisierte Kartenmaterial inklusive der Zugriffsfunktionalitäten von einem externen Web-Service angeboten, spricht man von einem Mashup. Denn in diesem Fall wird, wie das im Deutschen „vermischen“ bedeutende Wort andeutet, eine Anwendung (nämlich ein interaktiver Routenplaner der Verkehrsbetriebe) aus mehreren bereits vorhandenen Anwendungen zusammengemischt. In diesem Fall wären die Anwendungen der externe Kartendienst und die Datenbank der Verkehrsbetriebe.
Lotus, der 1995 von IBM übernommene Pionier der Office-Software, will nun Softwareanwendern nun nicht nur die Verwendung, sondern auch die Erstellung von Mashups ermöglichen. „Lotus Mashup“ bietet eine Sammlung von kleinen Anwenderprogrammen, die von den Nutzern des Rahmenprogramms zu Mashups kombiniert werden können.
Anders als bei den professionell erstellten Mashup im Internet ist dazu kein großes technisches Verständnis nötig. Das erörterte Beispiel eines Routenplaners würde erfordern, dass ein Programmierer die Funktionalitäten des Kartendienstes über deren Programmschnittstelle mit der Website des Verkehrsbetriebes verbindet. Diese Verbindung übernimmt im Falle von Lotus Mashup jedoch das Rahmenprogramm. Beispielsweise ließe sich so eine Anwendung, die Organigramme erstellt, mit einer Funktionalität verbinden, die bestimmte Informationen zu einer Person grafisch ansprechend aufbereitet. Auf diese Weise ließe sich ein ansprechendes Informationsportal über die Unternehmensstruktur und die Mitarbeiter eines Unternehmens zusammenstellen.
Lotus schafft auf diese Weise eine Möglichkeit, seine Software flexibel auf die Wünsche der Kunden abzustimmen; denn diese können ihre Anwendungen ja weitgehend selbst erstellen. Ein Problem könnte sich jedoch dann ergeben, wenn man Programme von verschiedenen Herausgebern kombinieren möchte, obwohl diese nicht auf denselben Datenstrukturen arbeiten. Wie diese Kompatibilitätsprobleme gelöst werden sollen, hat auch Lotus noch nicht geklärt. Vorerst lassen sich also wohl nur Anwendungsprogramme mit einander „mashen“, die auch von vornherein dafür vorgesehen sind. Das eingebundene Video stellt das Mashup-Projekt QED-Wiki von IBM vor.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Populärste Beiträge

Neueste Kommentare

Bookmark & Feeds