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Plug-In

abgelegt in: Software

Ein Plug-In ist ein ausführbares Programm, dass aber für die Einbettung in eine andere Anwendung programmiert worden ist. Beispiel für ein Plug-In ist ein Rechtschreibprogramm, welches in ein Textverarbeitungsprogramm eingebettet ist. Man kann dieses Programm dann nur über die einbettende Anwendung aufrufen. Einmal aktiviert, ist das Plug-In aber von der es umgebenden Anwendung unabhängig (solange letztere noch läuft). Ein Rechtschreibprogramm könnte also beispielsweise selbständig auf ein im Internet bereitgestelltes Wörterbuch zurückgreifen, um die Rechtschreibprüfung durchzuführen. Natürlich ist das Plug-In von der Rechtezuweisung des einbettenden Programms abhängig, wenn es die zu dem Programm gehörenden Daten (z.B. ein Textdokument) ändern will.
Zwar muss man ein Plug-In, wie der Name schon sagt, in eine umgebende Anwendung „einstöpseln“, ohne diese Anwendung ist das Programm also ohne Wert. Jedoch werden die bedeutenden Plug-Ins wie der Adobe-Flash-Player für viele verschiedene Programme (in jeweils angepassten Versionen) angeboten.
Der Adobe Flash-Player ist ein populäres Browser-Plug-In (Screenshot). Die größte Zahl der heute verwendeten Plug-Ins wird wohl für Internet-Browser verwendet. Vor allem geht es dabei um Funktionalitäten, welche die aktive Ausführung von Funktionen ermöglichen, die in den angezeigten Webseiten verborgen sind. Für die Anzeige von Videodaten sind dies zum Beispiel der bereits genannte Flash-Player. Aber auch der Windows Media Player und der Real Player sind als Plug-Ins verfügbar.


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Konzern beugt sich dem Druck der EU

Als Reaktion auf die heftige Kritik der Europäischen Union an der Produktpolitik von Microsoft hat der Konzern nun zugestimmt, mehr technische Informationen über seine Produkte herauszugeben. Die EU will mit ihrer Forderung bewirken, dass der Konzern seine marktbeherrschende Stellung nicht dazu ausnutzen kann, ein Monopol zu errichten. Besonders in der Kritik standen in der Vergangenheit Versuche von Microsoft, die Benutzung des Windows Media Player für auf Windows-PCs quasi obligatorisch zu machen.
Bill Gates, der scheidende Chef von Microsoft, auf einer Veranstaltung 2004 (wikimedia). Die Interaktion von Anwenderprogrammen anderer Hersteller mit solchen von Microsoft ist vor allem durch die bisherige restriktive Informationspolitik des Unternehmens sehr erschwert worden. Weniger die interne Verrichtung von Aufgaben, als vielmehr die Geheimhaltung der Schnittstellen von Programmen sind dabei große Probleme. Dies erschwert vor allem Herstellern von Plug-Ins ihre Arbeit. Denn diese Programme sind in größere Anwenderprogramme integriert. Wenn nun beispielsweise ein Hersteller ein integriertes Rechtschreibprogramm für die Textverarbeitungssoftware MS Word herstellen möchte, braucht er dazu Informationen über die innere Struktur dieses Programms. Jeder Entwickler muss sich dann an Microsoft wenden, um die begehrten Informationen zu erlangen. Microsoft ist jedoch auch in solchen Fällen bisher nicht sonderlich kooperativ gewesen. Die Folge: Für Klassenschlager des Konzerns wie den Internet Explorer und die Office-Programme gibt es vergleichsweise wenig Plug-Ins und Add-Ons anderer Hersteller, und die existierenden arbeiten oft nur unzureichend mit den sie umgebenden Programmen zusammen. Hingegen sind Open-Source-Systeme wie der Browser Firefox mit mittlerweile tausenden von kostenlosen Plug-Ins gesegnet. Dies könnte den Produkten von Microsoft das Leben zunehmend schwerer machen. Die Entscheidung, nun mehr Daten herauszugeben, muss wohl auch vor dem Hintergrund dieser Situation gesehen werden, wie Microsoft auch selbst angibt. Auch wenn das Office-Paket und der Internet Explorer immer noch unangefochten die Nummer eins sind: Es mehrern sich die Stimmen, die den Open-Source-Lösungen den Vorrang geben. Den Browser Opera hat beispielsweise jüngst das Computermagazin CHIP (1/2008) noch vor dem Explorer zum schnellsten Browser auf dem Markt gekürt. Zudem steht Microsoft durch die zunehmende Konkurrenz internetbasierter Anwendungen wie der Textverarbeitungssoftware von Google oder dem Adobe-Air-System unter Druck.
Tatsächlich enthalten die zu veröffentlichenden Daten vor allem Informationen über Programmschnittstellen. Nach Informationen der New York Times soll zunächst eine 30.000 Seiten umfassende Dokumentation veröffentlicht werden, welche die Interaktion des Windows-Betriebssystems mit Server-basierten Programmen beschreiben.


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Bedienung per Touchscreen und Spracheingabe soll schon bei Windows Seven möglich sein.

In einem Vortrag in der amerikanischen Stanford University kündigte Bill Gates gestern an, automatische Spracherkennung sowie die Bedingung der Windows-Oberfläche über Touchscreens würden mit großer Wahrscheinlichkeit bereits in der nächsten Windows-Version – die momentan unter dem Namen „Windows Seven“ läuft — verwirklicht werden.
Bald auch für PCs erhältlich? Palm-PC mit Windows-OS und Touchscreen (Q: Raul Medina Diaz). Der Plan, die Benutzerfreundlichkeit der Windows-Oberfläche durch Einführung neuer Nutzerschnittstellen zu erhöhen, ist keineswegs neu. Die Touchscreen-Technologie wird hingegen bislang nur in mobilen Rechnern, vor allem in kleinen Organizern vom Format eines Palm, verwendet. Automatische Spracherkennung hingegen ist ein Forschungsgebiet der Künstlichen Intelligenz, dass noch nicht allzu viele marktreife Entwicklungen hervorgebracht hat. Zwar ist der Ansatz, lernfähige Programme über einen Musterabgleich akustische Sprachsignale in Text auf dem Bildschirm umsetzen zu lassen, Erfolg versprechend. Für den Einsatz in einem Betriebssystem, wo fehlerhaft verstandene Befehle katastrophale Folgen haben könnten, reicht die Verlässlichkeit dieser Programme aber wohl noch nicht aus.
Bereits vor elf Jahren investierte Microsoft immerhin 45 Millionen US-Dollar in Lernout & Hauspie, einen belgischen Spezialisten auf dem Gebiet der automatisierten Spracherkennung. Auf einem u. a. auf YouTube veröffentlichten Werbevideo (s.u.), dass Innovationen von Microsoft „in the very near future“ vorstellt, werden bereits die Eingabe per Bildschirmberührung sowie gesprochene Kommandos als neue Features von Windows vorgestellt.
Die Bereitstellung solch innovativer Features passt zur generellen Ausrichtung von Windows, dass sich ja Anfang der Neunziger Jahre vor allem auf Grund seiner benutzerfreundlichen Bedienoberfläche durchgesetzt. Die Anreicherung durch neue Benutzerschnittstellen erscheint von daher nur logisch. Dies gilt vor allem, da die aktuelle Version Vista nur relativ wenig Neuerungen gegenüber dem Vorgänger XP bietet. Das vielleicht wichtigste Argument dürfte jedoch sein, dass sich Microsoft mit diesen neuen und aufwändigen Technologien endlich wieder vom Open-Source-Konkurrenten Linux absetzen kann. Denn bis private Programmierer ähnliche Technologien zur Perfektion gebracht haben, dürfte noch eine ganze Zeit vergehen.


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Toshiba stellt Unterstützung für das Format ein.

Toshiba kündigte gestern an, keine weitere Hardware für das HD-DVD-Format herstellen zu wollen. Dies könnte das Aus für die Technologie bedeuten. Denn Toshiba ist im Bereich der Unterhaltungselektronik der wichtigste Unterstützer der HD-DVD gewesen. Zusammen mit anderen großen Firmen wie Microsoft, Intel, IBM und Hewlett Packard gehört Toshiba dem “Advanced Optical Disc”-Konsortium (AOD) an, dass sich für die Einführung der HD-DVD als künftigem Standard für Video-Disks einsetzt. Kurz nach der Ankündigung Toshibas erklärte daher das Filmstudio Universal, fortan nur noch auf das Konkurrenzformat Blu-Ray zu setzen. Noch jedoch ist nichts entschieden: Der Gerätehersteller LG will an der HD-DVD festhalten (heise.de).
Zwischen beiden Technologien hatte es eine jahrelange Konkurrenz gegeben. Die Entscheidung einiger amerikanischer Filmstudios im letzten Jahr für Blu-Ray könnte letztlich den Ausschlag für die Entscheidung von Toshiba gegeben haben. Ein technischer Nachteil gegenüber dem Format Blu-Ray besteht in der so genannten „numerischen Apertur“. Diese Größe bezeichnet das Vermögen eines Körpers, Licht (hier das optische Signal ) zu sammeln und damit die Feinheit, mit der es aufgelöst werden kann. Eine größere numerische Apertur ermöglicht prinzipiell ein größeres Speichervermögen. Der entsprechende Wert bei der HD_DVD beträgt 0,65 gegenüber 0,85 bei Blu-Ray (DVD: 0,6). Mit der HD-DVD hätte man aber dennoch eine gegenüber der herkömmlichen DVD deutlich höhere Datenmenge gespeichert werden können: Der gescheiterte Nachfolger fasst auf dem bisherigen Stand der Technik 30 Gigabyte Daten; unter Laborbedingungen hat man mit dieser Technik sogar bereits eine Speicherkapazität von 51 Gigbyte realisiert.

Einen pikanten Nebeneffekt dürfte die Entscheidung für die Liebhaber und Hersteller von Pornofilmen haben: Wegen der günstigeren Herstellungskosten verwendet die Industrie in diesem Bereich fast ausschließlich das Format von Toshiba und seinen Partnern. Wer sich also bereits eine umfangreiche Bibliothek solcher Filme angelegt hat, dürfte diese (wenn er den Kopierschutz nicht knacken kann) bald wegschmeißen können. Die Hersteller müssen sich andererseits durch den eventuell bald notwendigen Umstieg auf Blu-Ray auf höhere Herstellungskosten einstellen, die sie wohl an die Kunden weiterreichen müssen. Möglicherweise könnte die Branche also auf Grund der sich abzeichnenden Entwicklung bedeutende Umsatzeinbrüche erleiden.


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UMTS-Empfangsgeräte anvancierten zum Renner auf der diesjäührigen Mobilfunkmesse “Mobile World”

(via pressetext.at) Als Femtocells bezeichnet man kleine stationäre Geräte, die UMTS-Signale von Mobiltelefonen empfangen und solche Signale auch an Handys senden können. Diese Signale werden an Internet-Breitbandverbindungen weitergeleitet. Auf diese Weise können UMTS-Handys genutzt werden, ohne Inanspruchnahme von Mobilfunkantennen genutzt werden. Der Vorteil: Den Kunden steht das im Internet verfügbare Angebot von Mobilfunkdienstleistungen zur Verfügung. Auch Anbieter ohne ein am Nutzungsort installiertes Netz von Antennen können also UMTS-Services anbieten, was die Preise deutlich senkt.
Auf der Mobilfunkmesse „Mobile World Congress“, die von Montag bis Mittwoch in Barcelona stattfand, gehörten Femtocells zu den Eye-Catchern. Wie zu erwarten, engagieren sich vor allem Hersteller von Internet-Modems und Routern stark auf diesem neuen Markt. So war beispielsweise Netgear mit „Voice Gateway“ in Barcelona präsent. Dieses Gerät vereinigt die Funktionalitäten eines DSL-Routers, einer Voice-Over-IP-Schnittstelle und eben einer Femtocell in sich. Auch Vodafone und Motorola wollen bald ähnliche Lösungen anbieten. Bis zur Marktreife dürfte es jedoch noch eine Weile dauern, die Testphasen für die Geräte sind noch nicht abgeschlossen. Ein für Funktechnologien typisches Problem dieser Systeme ist die Interferenz mit anderen Funksignalen. Beispielsweise könnte es zu Problemen kommen, wenn die Reichweite mehrerer Basisstationen sich überschneidet. Da es sich bei dieser Technologie fernerhin um eine Neuheit handelt, könnten in der Anfangsphase häufiger Empfangsprobleme auftreten. Dies stellt aber ein Sicherheitsrisiko dar, etwa in Bezug auf Notrufnummern.
Übrigens: Natürlich haben Femtocells eine ähnlich begrenzte Reichweite wie etwa die Basisstationen von normalen kabellosen Telefonen. Daher muss man, wenn man sein Handy unterwegs nutzen will, doch wieder auf die alten Mobilfunknetze zurückgreifen.


Private Demonstration eines WiMAX Femtocell-Systems


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(via Technology Review) Für private Internetverbindungen werden immer größere Bandbreiten angeboten; ohne einen allzu großen Preisunterschied ist eine Verbindung mit einer Übertragungsrate von bis zu 16.000 Mbit/sek zu haben. Da jedoch die physikalische Infrastruktur, d.h. die zur Übertragung notwendigen Glasfaserkabel, nicht im gleichen Tempo ausgebaut werden, muss die Übertragungstechnik für den nötigen Platz auf der Leitung schaffen. Um diese möglichst effektiv zu nutzen, werden größere Datenpakete aufgespalten und der Reihe nach über möglicherweise unterschiedliche Routen versandt. Dies kann jedoch zu Unterbrechungen einer bereits begonnenen Übertragung führen. Im professionellen Bereich sind solche Unterbrechungen zuweilen inakzeptabel, wenn etwa eine wichtige Geschäftskonferenz via Webcam stattfindet, können Übertragungsschwierigkeiten zu einem großen Problem werden. Nach dem Ende der Konferenz wäre es hingegen nicht mehr so wichtig, wie schnell eine über die gleiche Leitung versandte E-Mail ihren Empfänger erreicht. Visualisierung von Kommunikationswegen in einem Teil des weltweiten Internet (Q: Nasa, Wikpedia).Das US-amerikanische Internet-Konsortium „Internet2“ hat angesichts dieser Umstände eine mögliche Lösung vorgestellt: Das Dynamic-Curcuit-Network soll Internetnutzern die Möglichkeit erlauben, für begrenzte Zeiträume störungsfreie Verbindungen mit zugesicherter Bandbreite zu nutzen. Das DCN beruht auf der temporären Errichtung von Point-to-Point-Verbindungen mit variabler Bandbreite zwischen Sendern und Empfängern von Internet-Daten. Einzelne Teile von größeren Datenpaketen werden hier über immer denselben Kanal, d. h. die gleichen Frequenzen auf denselben physikalischen Leitungen, versendet. Diese Kanäle sind für den Zeitraum der Übertragung für andere Netznutzer gesperrt, um Konkurrenzsituationen zu vermeiden. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass alle Datenpakete die gleiche Übertragungsgeschwindigkeit benötigen: Übertragungsengpässe werden dadurch vermieden.
Das DCN-System wird momentan an einigen amerikanischen Universitäten erfolgreich eingesetzt. Möglicherweise wird es irgendwann einmal auch für private Nutzer zur Verfügung stehen und könnte vielleicht sogar eine neue Standardtechnologie im Internet werden.


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Smartphones von Sony-Ericsson und Nokia vorgestellt

Mit einem großen Touchscreen, über den auch Video-Funktionen von einem 15-Gigabyte großen Speicher auf angezeigt werden können, soll Sony-Ericssons Xperia X1 offensichtlich dem iPhone Konkurrenz machen. Ein interessantes Feature ist die erweiterte Ortungsfunktion AGPS, die herkömmlichen GPS-Handys den Rang abläuft: Für Fußgänger ist anders als etwa für Autofahrer selbst die hohe Genauigkeit der GPS-Signale nicht immer hinreichend. Der Gebrauch im Handy bringt weitere Probleme mit sich: Die vielen Funktionalitäten der Smartphones sorgen für einen hohen Stromverbrauch, der durch einen größeren Akku kompensiert werden muss. Für Mobiltelefone sind eine geringe Große und ein kleines Gewicht aber wichtige Verkaufsargumente. Darüber hinaus ist etwa in Tunneln oder U-Bahnen mit häufigen Empfangsproblemen zu rechnen. Als Reaktion darauf hat sich Sony-Ericsson wie viele andere Konkurrenten für den APGS-Standard entschieden. Dieser beruht auf eine Unterstützung durch Mobilfunkmasten. Die Masten empfangen die GPS-Daten vom Satelliten, verarbeiten sie und senden sie an das Handy weiter. Dieses spart dadurch Rechenleistung und damit Energie ein. Eine zusätzliche Ortungsmöglichkeit ergibt sich dadurch, dass ein Handy in er Nähe von drei Mobilfunkmasten seine Position nach dem Verfahren der Triangulation bestimmt.
Smartphone vom MyGuide mit Navigationsfunktion (Q: Agentur Frische Fische). Nokia hat bei seinem neuen Handy N96 das Ortungssystem per Satellit um zwei Komponenten erweitert: Ein Sensor misst die Beschleunigung des Handybesitzers, und ein eingebauter Kompass die Wegrichtung. Daraus kann nach Empfang eines Signals die Standortänderung noch präziser vorausgesagt werden, wenn zur Zeit kein GPS-Signal verfügbar ist.
Microsoft liefert für das Modell von Sony-Ericsson sein Betriebssystem Windows Mobile. Der Hersteller ist damit in einen Markt eingestiegen, auf den auch Suchmaschinenanbieter Google tätig ist. Nachdem Microsoft dem Branchenprimus mit dem Kaufangebot für Yahoo auf dem Online-Werbemarkt den Kampf angesagt hat, stehen sich die beiden Konkurrenten nun auch bei den standortbezogene Dienste auf vertrauten Seiten gegenüber: Google hat ein eigenes Betriebssystem mit dem Namen „Android“ entwickelt und als Open Source zur weiteren Verbesserung zur Verfügung gestellt. Microsoft hingegen setzt auch bei Handys vor allem auf proprietäre Software und versucht, mit der Ausgereiftheit seiner Produkte zu punkten. Während es Google auch bei seinem Engagement im Handymarkt vor allem um die zielgerichtete Platzierung von Werbung geht, soll Windows Mobile über die Anschaffungskosten Profit erbringen. Nokia mit seinem ebenfalls proprietären eigenen Betriebssystem und einer eigenen Kartensoftware ist ein weiterer Konkurrent für Googles Angebote, die ja seit Längerem im Internet den Service „Google Maps“ umfassen.


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Redaktionelle Inhalte sollen kostenlos ins Netz gestellt werden.Überdimensionale Brockhaus-Attrapen auf der Frankfurter Buchmesse 2006 (flickr.com).

Seit längerem schon wird die Verlagsbranche durch den großen Erfolg des kostenlosen Online-Lexikons Wikipedia in Unruhe gebracht. Die Wikipedianer können dank einer um ein Vielfaches höheren Artikelzahl von sich behaupten, dass größte Lexikon auf dem Markt anzubieten. Da ein Brockhaus außerdem den Gegenwert eines Gebrauchtwagens hinlegen muss, um das Premium-Produkt, die dreißigbändige Enzyklopädie mit knapp 25.000 Seiten, zu erwerben, scheint die nichtkommerzielle Konkurrenz haushoch überlegen zu machen. In dieser Situation hat sich Brockhaus offensichtlich genötigt gesehen, ebenfalls ins Netz zu gehen. In einer vorgestern veröffentlichten Pressemeldung gibt der Brockhaus-Verlag bekannt, dass ab Mitte April dieses Jahres ein zu Brockhaus gehöriges kostenloses Onlineportal starten soll. Brockhaus gibt dabei zu, dass dieser Schritt durch Umsatzeinbrüche seiner Lexikonsparte motiviert gewesen sei und bezeichnet sein Vorgehen als „strategische Neuausrichtung“. Also war der Anstoß nicht etwa die Überzeugung, dass Wissen besser in digitaler Form als in Büchern dargestellt werden sollte; Brockhaus musste vielmehr den Markterfolg der Online-Konkurrenz anerkennen und reagiert nun durch Nachahmung. Es bleibt also abzuwarten, ob das Unternehmen auch ein eigenständiges Konzept für die Wissenspräsentation im Internet entwickeln kann, die den Brockhaus online von Wikipedia abhebt. Die bisherigen Überlegungen fasst Vorstandsmitglied Marion Winkenbach so zusammen: „Der immer unübersichtlicher werdenden Flut von Informationen aus dem Internet stellen wir mit ‚Brockhaus online’ jetzt ein Wissensportal entgegen, das für Relevanz, Richtigkeit und Sicherheit steht“ (brockhaus.de). Tatsächlich kann wohl jeder Wikipedia-Nutzer ein Lied davon singen, dass viele Artikel schlecht recherchiert, und unverständlich formuliert sind oder das Wichtige vom Unwichtigen nur schwer trennen können.


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Auch Yahoo anerkennt den Open-Source-Standard

Open-IDDie Grundidee von Open-ID ist es, einen Satz von Login-Daten pro Person für alle geschützten Daten im Internet auszugeben. Im Gegensatz zu firmengebundenen Identifikationsdaten, wie sie von Microsoft (Windows Live ID) und Yahoo! (Yahoo! ID) angeboten werden, ist die Open ID jedoch nicht an eine bestimmte Zertifizierungsstelle gebunden. Vielmehr kann jeder Dienstanbieter, der als „identity provider“ (IdP) registriert ist, Accounts vergeben. Diese Accounts kann man dann bei allen Dienstleistern verwenden, die Open-ID unterstützen.
Open ID ist ein nichtkommerzielles System, dass einer eigenen Stiftung, der Open-ID-Foundation, zugehört. Diese Stiftung wird jedoch von den großen kommerziellen Anbietern im Internet, nämlich IBM, Microsoft, Yahoo und Google, unterstützt.
Dem Vorteil von Open-ID, dass der User sich nur ein Passwort für alle Transaktionen im Internet merken muss, steht der Nachteil entgegen, dass ein Dieb eben nur eine ID stehlen muss, um Zugriff auf alle im Internet verfügbaren Daten und Ressourcen des Bestohlenen Zugriff zu erlangen. Dienste wie etwa Online-Banking werden daher wohl auch in Zukunft kaum durch Open-ID allein erreichbar sein.
Vor einigen Wochen ergänzte Yahoo! sein Angebot einer für alle firmeneigenen Dienste gültigen ID um die Möglichkeit, den Login mit einer allgemeinen Open-ID vorzunehmen. Angesichts der Tatsache, dass heute bereits ca. eine Viertelmilliarde Nutzer eine Yahoo-ID haben (spiegel-online.de), ist das ein bemerkenswerter Vorgang. Der Haken bei der Sache ist nur, dass der Nutzer diese ID von Yahoo selbst bezogen haben muss. Das spricht dem Konzept eines dezentralen Identifikationssystems natürlich Hohn. Denn Yahoo lässt auf diese Weise die Offenheit von Open-ID nur für andere Firmen zu; will selbst aber bestimmen dürfen, wer mit welchem Account Zugang zu eigenen Diensten bekommt. Sollte dieses Beispiel Schule machen, wäre das das Ende von Open-ID; jeder Anbieter hätte wieder sein eigenes Account-System, auch wenn alle den gleichen Namen tragen würden.

Ein Beitrag des Online-Nachrichtendienstes FreeLineReport.com über die Integration von Open ID durch Yahoo.


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Usability-Probleme sind neben Sicherheitsrisiken ein weiteres Argument für das klassische Kreuzchen

Allgemeine Wahlen scheinen ein perfektes Einsatzgebiet für Computer und Notebooks zu sein: Schließlich geht es allein darum, auf dem immer gleichen Formular kleine Kreuze an bestimmten Stellen zu erfassen und die Einzelergebnisse zusammenzuzählen. Maschinen, die für diesen Job konstruiert wurden, sollten die Aufgabe unabhängig von der Menge der erfassten Formulare schneller und genauer als die meist zwangsverpflichteten Wahlhelfer übernehmen können. Auch hat man mit analogen Wahlautomaten schlechte Erfahrungen gemacht: Bei der vorletzten Wahl des US-Präsidenten im Jahr 2000 mussten die Stimmen im Staat Florida mehrmals nachgezählt werden, hier fand die Erstauszählung mit Hilfe von Wahlautomaten statt. Das Ergebnis ist bis heute umstritten.
Theorie und Praxis klaffen indes auseinander: In Deutschland und Holland sind etwa die Geräte der niederländischen Firma Nedap mehrfach eingesetzt worden. Eine holländische Hackergruppe demonstrierte aber öffentlich, wie die auf einem normalen Windows-OS basierenden Systeme manipuliert werden können. Selbst populäre Sicherheitsprogramme wie Kaspersky waren dem Angriff nicht gewachsen. In Deutschland läuft gegen den Einsatz der Nedap-Geräte bei der Bundestagswahl 2005 ein Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, und Irland hat den Einsatz der Automaten aus Sicherheitsbedenken vorerst auf Eis gelegt. Der Informationsdienst golem.de berichtet zudem von weiteren Unregelmäßigkeiten und Bedienungsproblemen mit den Systemen von Nedap bei der Hessischen Landtagswahl im Januar. Bei einer regionalen Wahl in Florida produziertenWahlcmputer aus ähnlichen Gründen 18.000 „No-Votes“.
Eine im Auftrag der amerikanischen Regierung durchgeführte Studie bestätigt die Vermutung, dass es vor allem Usability-Probleme sind, welche die Performance von elektronischen Wahlautomaten oft inakzeptabel schlecht machen. Bei einer Scheinwahl, die lediglich in der Wahl einer Person (hier des US-Präsidenten) bestand, ergaben sich immerhin drei Prozent Bedingungsfehler (technology review).
Tatsächlich können solche Probleme auch den Ausgang von Wahlen beeinflussen. Im Allgemeinen dürften vor allem ältere Wähler Schwierigkeiten mit der Bedienung digitaler Systeme haben. Das Wahlverhalten in den höheren Altersklassen unterscheidet sich aber deutlich von dem der „digital generation“: In Deutschland hätte wohl vor allem die CDU den Schaden durch schlecht designte Wahlautomaten zu tragen.


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