Rotes Kreuz: Achtung der Menschenrechte in Spielen?

By on 7. Dezember 2011

Kürzlich gab das Rote Kreuz bekannt, dass ein internationales Komitee der Organisation bald darüber diskutieren wird, inwiefern auch (digitale?) Spiele die Rechte der Menschen achten sollten.


Konferenz ©flickr.com / THEBADBOY カメラマン

Dabei soll nach eigenen Aussagen darüber entschieden werden, ob es gar eine Verpflichtung für Spiele geben solle, die Achtung der Menschenrechte zu berücksichtigen. Der Grund dafür ist schlicht und ergreifend der, dass man es auf Seiten der Organisation, die sich für die Einhaltung der Menschenrechts-Charta auf der ganzen Welt einsetzt, kritisch sieht, wenn es Spiele gibt, die eben genau diese Menschenrechte – salopp ausgedrückt – nicht mal mit dem Hintern angucken oder noch mit Füßen treten.

An dieser Stelle schonmal ein, wenn ich es nicht besser wissen würde, durchaus ernstgemeintes: „Haben die Damen und Herren denn wirklich nichts anderes zu tun?“

Die Organisation, so ließ sich aus der Meldung herauslesen, erkennt dabei allerdings durchaus an, dass die Auswirkungen von Spielen auf deren Nutzer bisweilen noch überwiegend unerforscht sind. Allerdings haben sie Angst, dass die in den entsprechenden Spielen übermittelten Menschenrechtsverletzungen in den Konsumenten gewisse Trivialitäten gegenüber Menschenrechten auslösen könnten. Mit anderen Worten wird zwischen den Zeilen also wieder einmal unterstellt, dass die (Killerspiele-)Spieler verlernen könnten, die Rechte der Menschen angemessen zu achten.

Würde sich das Rote Kreuz dazu durchringen, diese Achtung in Spielen zu fordern, gäbe es bisweilen zwei Möglichkeiten der Durchsetzung. Zum einen könnten sie direkt an die Entwickler herantreten und appellieren, sich bei der Entwicklung bitteschön an den Genfer Übereinkünften und den Beschlüssen von Den Haag zu orientieren. Zum anderen wäre es möglich, gleich gesetzliche Regelungen seitens der Regierungen zu fordern. Weil die internationale Organisation durchaus über eine hohe Reputation verfügt, könnte es der Politik neuen Antrieb für etwaige unschöne Gesetzesentwürfe geben..

(Quelle)