SPD fordert: World of Warcraft ab 18!

By on 6. Juli 2009

Kann denn Spielen Sünde sein? Nun ja, laut unserer gewählten Volksvertreter ist es zumindest die Wurzel allen Übels, ruft Verdummung, Gewaltbereitschaft, Vereinsamung und soziale Inkompetenz hervor. Neue Gesetzesentwürfe fordern jetzt,  World of Warcraft als Suchtmittel unter 18 Jahren zu verbieten.

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Genaueres kann aktuell an auf  Spiegel Online gelesen werden, zudem muss ich an dieser Stelle mal wieder auf eine meiner Lieblings-Websites verweisen.

Als Gamer ist man ja mittlerweile einiges gewohnt. Dass sich selbst unsere geliebten Privatsender manchmal nicht ganz einig sind, ob Spiele nun brutal, dumm oder süchtig und sozial inkompetent machen… S. oben!

Dabei hätte ich persönlich gar nichts dagegen, wenn man World of Warcraft ab 18 freigäbe, wenn auch aus den falschen Gründen! Gerade jetzt wo irgendwo im Land wieder die Sommerferien ausgebrochen sind, werden wir armen Abhängigen den ganzen Tag von irgendwelchen mitteilungsbedürftigen Kiddies genervt. Sollen die doch bitte wieder mit ihresgleichen Counter Strike spielen!

Wo wir doch ohnehin schon dabei sind, uns China in Sachen Internet, „Sicherheit“ und Umgang mit neuen Medien zum Vorbild zu nehmen, können wir doch auch gleich deren Vorgehensweisen im Umgang mit oben genanntem MMORPG übernehmen. Für jeden chinesischen Spieler wird nach einer gewissen Zeit ein Ingame-Schalter aktiviert, der das Erreichen weiterer Spielerfolge unterbindet. Erst, wenn er sich über einen gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraum nicht mehr eingeloggt hat, wird ihm erlaubt, sein Spiel für einige Stunden wieder aufzunehmen. Und wenn wir das erst übernommen haben, gründen wir gleich noch eine Zensurbehörde nach (aktuell) chinesischem Vorbild, die neue Spiel-Inhalte erstmal gründlich auf systemkritische Botschaften hin überprüft, bevor sie veröffentlicht werden.

Und nun entschuldigt mich, ich muss meine „Ängstlichkeit, Einsamkeit, geringeres Selbstwertgefühl, Überforderung, Kommunikationsstörungen und Depressionen“ durch weiteren „Extremkonsum“ kompensieren.