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UMTS-Empfangsgeräte anvancierten zum Renner auf der diesjäührigen Mobilfunkmesse “Mobile World”

(via pressetext.at) Als Femtocells bezeichnet man kleine stationäre Geräte, die UMTS-Signale von Mobiltelefonen empfangen und solche Signale auch an Handys senden können. Diese Signale werden an Internet-Breitbandverbindungen weitergeleitet. Auf diese Weise können UMTS-Handys genutzt werden, ohne Inanspruchnahme von Mobilfunkantennen genutzt werden. Der Vorteil: Den Kunden steht das im Internet verfügbare Angebot von Mobilfunkdienstleistungen zur Verfügung. Auch Anbieter ohne ein am Nutzungsort installiertes Netz von Antennen können also UMTS-Services anbieten, was die Preise deutlich senkt.
Auf der Mobilfunkmesse „Mobile World Congress“, die von Montag bis Mittwoch in Barcelona stattfand, gehörten Femtocells zu den Eye-Catchern. Wie zu erwarten, engagieren sich vor allem Hersteller von Internet-Modems und Routern stark auf diesem neuen Markt. So war beispielsweise Netgear mit „Voice Gateway“ in Barcelona präsent. Dieses Gerät vereinigt die Funktionalitäten eines DSL-Routers, einer Voice-Over-IP-Schnittstelle und eben einer Femtocell in sich. Auch Vodafone und Motorola wollen bald ähnliche Lösungen anbieten. Bis zur Marktreife dürfte es jedoch noch eine Weile dauern, die Testphasen für die Geräte sind noch nicht abgeschlossen. Ein für Funktechnologien typisches Problem dieser Systeme ist die Interferenz mit anderen Funksignalen. Beispielsweise könnte es zu Problemen kommen, wenn die Reichweite mehrerer Basisstationen sich überschneidet. Da es sich bei dieser Technologie fernerhin um eine Neuheit handelt, könnten in der Anfangsphase häufiger Empfangsprobleme auftreten. Dies stellt aber ein Sicherheitsrisiko dar, etwa in Bezug auf Notrufnummern.
Übrigens: Natürlich haben Femtocells eine ähnlich begrenzte Reichweite wie etwa die Basisstationen von normalen kabellosen Telefonen. Daher muss man, wenn man sein Handy unterwegs nutzen will, doch wieder auf die alten Mobilfunknetze zurückgreifen.


Private Demonstration eines WiMAX Femtocell-Systems


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(via Technology Review) Für private Internetverbindungen werden immer größere Bandbreiten angeboten; ohne einen allzu großen Preisunterschied ist eine Verbindung mit einer Übertragungsrate von bis zu 16.000 Mbit/sek zu haben. Da jedoch die physikalische Infrastruktur, d.h. die zur Übertragung notwendigen Glasfaserkabel, nicht im gleichen Tempo ausgebaut werden, muss die Übertragungstechnik für den nötigen Platz auf der Leitung schaffen. Um diese möglichst effektiv zu nutzen, werden größere Datenpakete aufgespalten und der Reihe nach über möglicherweise unterschiedliche Routen versandt. Dies kann jedoch zu Unterbrechungen einer bereits begonnenen Übertragung führen. Im professionellen Bereich sind solche Unterbrechungen zuweilen inakzeptabel, wenn etwa eine wichtige Geschäftskonferenz via Webcam stattfindet, können Übertragungsschwierigkeiten zu einem großen Problem werden. Nach dem Ende der Konferenz wäre es hingegen nicht mehr so wichtig, wie schnell eine über die gleiche Leitung versandte E-Mail ihren Empfänger erreicht. Visualisierung von Kommunikationswegen in einem Teil des weltweiten Internet (Q: Nasa, Wikpedia).Das US-amerikanische Internet-Konsortium „Internet2“ hat angesichts dieser Umstände eine mögliche Lösung vorgestellt: Das Dynamic-Curcuit-Network soll Internetnutzern die Möglichkeit erlauben, für begrenzte Zeiträume störungsfreie Verbindungen mit zugesicherter Bandbreite zu nutzen. Das DCN beruht auf der temporären Errichtung von Point-to-Point-Verbindungen mit variabler Bandbreite zwischen Sendern und Empfängern von Internet-Daten. Einzelne Teile von größeren Datenpaketen werden hier über immer denselben Kanal, d. h. die gleichen Frequenzen auf denselben physikalischen Leitungen, versendet. Diese Kanäle sind für den Zeitraum der Übertragung für andere Netznutzer gesperrt, um Konkurrenzsituationen zu vermeiden. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass alle Datenpakete die gleiche Übertragungsgeschwindigkeit benötigen: Übertragungsengpässe werden dadurch vermieden.
Das DCN-System wird momentan an einigen amerikanischen Universitäten erfolgreich eingesetzt. Möglicherweise wird es irgendwann einmal auch für private Nutzer zur Verfügung stehen und könnte vielleicht sogar eine neue Standardtechnologie im Internet werden.


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Redaktionelle Inhalte sollen kostenlos ins Netz gestellt werden.Überdimensionale Brockhaus-Attrapen auf der Frankfurter Buchmesse 2006 (flickr.com).

Seit längerem schon wird die Verlagsbranche durch den großen Erfolg des kostenlosen Online-Lexikons Wikipedia in Unruhe gebracht. Die Wikipedianer können dank einer um ein Vielfaches höheren Artikelzahl von sich behaupten, dass größte Lexikon auf dem Markt anzubieten. Da ein Brockhaus außerdem den Gegenwert eines Gebrauchtwagens hinlegen muss, um das Premium-Produkt, die dreißigbändige Enzyklopädie mit knapp 25.000 Seiten, zu erwerben, scheint die nichtkommerzielle Konkurrenz haushoch überlegen zu machen. In dieser Situation hat sich Brockhaus offensichtlich genötigt gesehen, ebenfalls ins Netz zu gehen. In einer vorgestern veröffentlichten Pressemeldung gibt der Brockhaus-Verlag bekannt, dass ab Mitte April dieses Jahres ein zu Brockhaus gehöriges kostenloses Onlineportal starten soll. Brockhaus gibt dabei zu, dass dieser Schritt durch Umsatzeinbrüche seiner Lexikonsparte motiviert gewesen sei und bezeichnet sein Vorgehen als „strategische Neuausrichtung“. Also war der Anstoß nicht etwa die Überzeugung, dass Wissen besser in digitaler Form als in Büchern dargestellt werden sollte; Brockhaus musste vielmehr den Markterfolg der Online-Konkurrenz anerkennen und reagiert nun durch Nachahmung. Es bleibt also abzuwarten, ob das Unternehmen auch ein eigenständiges Konzept für die Wissenspräsentation im Internet entwickeln kann, die den Brockhaus online von Wikipedia abhebt. Die bisherigen Überlegungen fasst Vorstandsmitglied Marion Winkenbach so zusammen: „Der immer unübersichtlicher werdenden Flut von Informationen aus dem Internet stellen wir mit ‚Brockhaus online’ jetzt ein Wissensportal entgegen, das für Relevanz, Richtigkeit und Sicherheit steht“ (brockhaus.de). Tatsächlich kann wohl jeder Wikipedia-Nutzer ein Lied davon singen, dass viele Artikel schlecht recherchiert, und unverständlich formuliert sind oder das Wichtige vom Unwichtigen nur schwer trennen können.


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Auch Yahoo anerkennt den Open-Source-Standard

Open-IDDie Grundidee von Open-ID ist es, einen Satz von Login-Daten pro Person für alle geschützten Daten im Internet auszugeben. Im Gegensatz zu firmengebundenen Identifikationsdaten, wie sie von Microsoft (Windows Live ID) und Yahoo! (Yahoo! ID) angeboten werden, ist die Open ID jedoch nicht an eine bestimmte Zertifizierungsstelle gebunden. Vielmehr kann jeder Dienstanbieter, der als „identity provider“ (IdP) registriert ist, Accounts vergeben. Diese Accounts kann man dann bei allen Dienstleistern verwenden, die Open-ID unterstützen.
Open ID ist ein nichtkommerzielles System, dass einer eigenen Stiftung, der Open-ID-Foundation, zugehört. Diese Stiftung wird jedoch von den großen kommerziellen Anbietern im Internet, nämlich IBM, Microsoft, Yahoo und Google, unterstützt.
Dem Vorteil von Open-ID, dass der User sich nur ein Passwort für alle Transaktionen im Internet merken muss, steht der Nachteil entgegen, dass ein Dieb eben nur eine ID stehlen muss, um Zugriff auf alle im Internet verfügbaren Daten und Ressourcen des Bestohlenen Zugriff zu erlangen. Dienste wie etwa Online-Banking werden daher wohl auch in Zukunft kaum durch Open-ID allein erreichbar sein.
Vor einigen Wochen ergänzte Yahoo! sein Angebot einer für alle firmeneigenen Dienste gültigen ID um die Möglichkeit, den Login mit einer allgemeinen Open-ID vorzunehmen. Angesichts der Tatsache, dass heute bereits ca. eine Viertelmilliarde Nutzer eine Yahoo-ID haben (spiegel-online.de), ist das ein bemerkenswerter Vorgang. Der Haken bei der Sache ist nur, dass der Nutzer diese ID von Yahoo selbst bezogen haben muss. Das spricht dem Konzept eines dezentralen Identifikationssystems natürlich Hohn. Denn Yahoo lässt auf diese Weise die Offenheit von Open-ID nur für andere Firmen zu; will selbst aber bestimmen dürfen, wer mit welchem Account Zugang zu eigenen Diensten bekommt. Sollte dieses Beispiel Schule machen, wäre das das Ende von Open-ID; jeder Anbieter hätte wieder sein eigenes Account-System, auch wenn alle den gleichen Namen tragen würden.

Ein Beitrag des Online-Nachrichtendienstes FreeLineReport.com über die Integration von Open ID durch Yahoo.


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Der steigende Börsenkurs von Anbietern wie NetSuite und saleforce.com weist auf eine steigende Attraktivität des Konzeptes hin.
Wie der Name schon andeutet, handelt es sich bei SaaS um die Bereitstellung von Anwenderprogrammen über einen Server; ein eigentlicher Verkauf von Software findet hingegen nicht statt. Der Kunde installiert seine Software nicht auf dem eigenen System, sondern erhält lediglich einen (möglicherweise zeitlich begrenzten) Zugang zu dieser Installation, die sich beim Anbieter befindet. Der Vorteil dieser „Mietsoftware“ gegenüber dem klassischen Produktkauf besteht zum Einen darin, dass der Anbieter mit der Software auch ihre Wartung und Instandhaltung übernimmt. Bei Firmenkunden, die für den SaaS-Markt momentan die einzige Zielgruppe sind, entfällt damit auch viel Arbeit für die hausinterne Netzwerkadministration.
Das britische Wirtschaftsblatt The Economist schätzt unter Berufung auf eine Marktstudie, dass sich der weltweite Umsatz im SaaS-Bereich von 16 Milliarden US-Dollar in 2007 bis zum 2011 auf über 26 Milliarden US-Dollar erhöhen wird. Ein Anbieter, die Firma NetSuite, erlebte bei seinem Börsengang gleich eine Aktienaufwertung um 37 Prozent (Economist.com).
Das Konzept ist beileibe nicht neu; “Application Service Provider” bieten schon längere Zeit Software über Netzwerke an. Neu am Konzept des SaaS ist, dass hierbei eine große Zahl von
Kunden die gleiche Installation einer Software nutzen können. Der technische Aufwand für die Erstellung (bzw. den Kauf), den Unterhalt und die Wartung der Software wird also nicht einfach vom Kunden auf den Anbieter verlagert, sondern insgesamt minimiert. Dadurch erst lässt sich gegenüber der Installationssoftware wesentlich Geld sparen.
Webbasierte Softwarenutzung wird überdies auch für den privaten Gebrauch zunehmend attraktiv. Momentan bietet Google einige für den Nutzer kostenfreie Services wie ein Textverarbeitungsprogramm im Internet an. Ein ähnliches Beispiel ist das AIR-Programm von Adobe. Es ist momentan jedoch nicht abzusehen, dass sich eine kostenpflichtige Nutzung von privater Individualsoftware durchsetzen könnte.


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Wikia gestartet

Autor: Mark
abgelegt in: Software

Seit gestern ist die freie Suchmaschine der Wikipedia-Macher online.

Das Logo der Suchmaschine Wikia Search.

Sie unterscheidet sich allerdings stark von herkömmlichen Suchmaschinen wie Google (zwei Drittel Marktanteil), Yahoo (14%) oder Microsoft MSN (4%). Bei Wikia entscheidet nicht die Software über die Gewichtung einer Seite, sondern letztlich die Benutzer selbst.

Durch Bewertungen und Kommentare sollen Nutzer Websites einschätzen, und Wikia soll Suchergebnisse gemäß dieser Einschätzungen staffeln. Eine Idee, die auf viel positive Resonanz trifft; vor allem, weil, so Jo Groebel, der Direktor des Deutschen Digital Instituts in Berlin, Monopolstellungen wie die von Google im Netz auf großes Misstrauen stoßen. Ferner werden soziale Netzwerke immer wichtiger. Es liegt also nahe, eine Suchmaschine mit nutzergenerierten Inhalten zu betreiben.

Mehr als Potenzial ist Wikia allerdings momentan noch nicht - die Suchmaschine erfasst nur einen Bruchteil aller Websites, und einen Tag nach ihrem Start sind auch die benutzergenerierten Inhalte noch relativ überschaubar. Dennoch räumen Experten dem Projekt von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales gute Chancen ein, zumindest eine Nische zu erobern. Bleibt abzuwarten, wie die Suchmaschine mit der lachenden Wolke sich entwickelt.


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Google verzichtet auf Einstieg ins Hardwaregeschäft und bringt stattdessen Software für Mobiltelefone auf den Markt
Nachdem Erfolg des iPhones von Apple stellte sich im Herbst dieses Jahres die Frage, ob Google mit einem Konkurrenzprodukt auf den Markt treten würde. Seit dem Erscheinen von Smart-Phones mit Internetanschluss sind einige Dienste des kalifornischen Unternehmens auch für Mobiltelefone verfügbar. Nun hat Google mit namhaften Herstellern der Branche, unter anderem T-Mobile, ein Konsortium namens „Open Handset Alliance“ gegründet. Ziel dieses Zusammenschlusses ist die Entwicklung von Mobiltelefonen, die an diese Dienste und das Geschäftsmodell von Google angepasst sind. Insbesondere soll es dem Unternehmen ermöglicht werden, über die Funktionalitäten der Handys die Werbung seiner Kunden möglichst effektiv zu platzieren.
Grundlage der neuen Technologie soll das Betriebssystem Android sein. Momentan beherrschen Anbieter wie Microsoft (Windows Mobile) und Nokia (Symbian) diesen Markt. Ein Erfolgsfaktor für den neuen Konkurrenten soll sein, dass er kostenlos verfügbar sein wird. In einem Interview mit dem Magazin Focus (52/2007), erklärte der Mobilfunkdirektor von Google, Andy Rubin, darüber hinaus sei Android tatsächlich als „Allzweck-Plattform“ für IT-Systeme gedacht. Neben bereits existierenden Anwendungen etwa für Digitalkameras sei es auch durchaus möglich, Android als Betriebssystem für Personal Computer zu etablieren.
Eine Auswahl an Google-LogosBis dahin jedoch muss die technische Basisentwicklung abgeschlossen sein. Vorher wird der Source-Code von Android auch, anders als es das Attribut „Open“ im Namen des Konsortiums suggeriert, nicht für die Öffentlichkeit verfügbar sein. Die „Offenheit“ des Systems wird sich, so Rubin weiter, jedoch zum Beispiel darin zeigen, dass seine Nutzer anders als beim iPhone mit dem Kauf nicht zusätzlich zum Abschluss von Mobilfunkverträgen verpflichtet werden.


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Das Semantic Web

Autor: Felix
abgelegt in: Software

Viele der größten kommerziellen Erfolge des Internet-Geschäfts in den letzten Jahren gehen auf Suchanwendungen im Internet zurück. Diese haben jedoch einen Hacken: Über Google und andere Anbieter kann man, will man nicht die vielen Verzeichnisse durchblättern, lediglich Zeichenketten, nicht aber Inhalte selbst suchen. Wer etwa bei Google nach “Grillen” sucht, kann ebenso gut Dokumente über die gleichnamigen Insekten, wie auch Informationen und Angebote für das Zubereiten von Lebensmitteln auf offenem Feuer finden. Der Grund für dieses Problem ist die Mehrdeutigkeit von Wörtern. Viele Fachbegriffe sind der normalen Alltagssprache entlehnt, und daher kann ein Begriff häufig die verschiedensten Dinge benennen. Zwar kann man dieses Problem dadurch verringern, dass man mehrere aus einem Themenbereich stammende Wörter nebeneinander in der Suchanfrage platziert; So würden etwa die Paare “Grillen”, “Insekten” sowie “Grillen” “Lebensmittel” bessere Ergebnisse liefern. Es bleibt jedoch das Problem, dass die Suche an bestimmten Begriffen hängt. Tatsächlich kann heute im Wesentlichen entweder in thematisch geordneten Verzeichnissen nach Informationen suchen, oder nach Begriffen, die für den Rechner nur Zeichenketten sind.

Eine Lösung dieses Problems wird durch eine Vielzahl von Software-Entwicklungen in greifbare Nähe gerückt, die unter dem Namen “semantic web” zusammengefasst werden. Dabei geht es im Wesentlichen darum, Dokumente mit Metadaten zu versehen, die der Suchmaschine ihre Arbeit erleichtern. Diese Metadaten sind jedoch ihrerseits nicht nur anonyme Zeichenketten; vielmehr sind sie Teil einer “Ontologie”, d. h. eines Systems von miteinander je nach thematischer Nähe verbundenen Begriffen. Wer etwa “Grillen” in eine Semantic-Web-Suchmaschine eingibt, kann je nach System eine Rückfrage zur Vereindeutigung des Suchbegriffs erwarten; Das System würde sich in diesem Fall rückversichern, ob nach Insekten oder nach Dingen rund um den “Grill” gesucht werden sollte. Die Grafik zeigt ein Ontologiesystem der Semantic-Web-Anbieters W3c.
Semantic-Web-Stack


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Die Fülle von ins Netz gestellten Informationen hat in den letzten Jahren eine Vielzahl an “kollektiven Lesezeichen” entstehen lassen. Unter dem Namen “Social Bookmarking” bringen Anbieter wie etwa del.icio.us oder (in Deutschland) Netselektor tausende Netzbenutzer zusammen, um Informationen auszutauschen. Neben der Online-Enzyklopädie “Wikipedia” und dem Blogging ist dieses Phänomen momentan wohl die bedeutendste Form des “user-generated content” im Internet. Die Floskel Ratgeber Computer wird dadurch immer mehr Programm. Microsoft hat sich nun daran gemacht, alle drei genannten Veröffentlichungsformen privater Inhalte im Netz unter einen Hut zu bringen. Mit dem Tool “Listas” ist es Internetnutzern möglich, Listen verschiedenster Inhalte zu erstellen, zu editieren, und natürlich zu lesen. Dabei kann es sich um Linklisten, um Einträge zu historischen Ereignissen, oder auch um eher ausgefallene Ranglisten wie die zwanzig besten Jazz-Songs der Geschichte handeln. Der Vorteil gegen über anderen Verbreitungsformen liegt auf der Hand: Listas ist thematisch nicht festgelegt. Jede Form von Informationen, die irgendwie in den Datentyp der Liste gepackt werden kann, lässt sich hier hinterlegen und suchen. Da wie bei Wikipedia alle User den Inhalt editieren können, ist für Qualität und Aktualität der Informationen gesorgt.

Die Idee der kollektiv verwendeten Listen ist beileibe nicht neu: der Anbieter ZingLists kommt mit einem ähnlichen Konzept. Hier liegt jedoch der Schwerpunkt nicht allein bei der reinen Informationssammlung; ZingList will seine Listen auch ganz unabhängig vom Internet verwendet wissen, etwa zur Erstellung von Projektplänen (To-Dos) oder auch einfach für Einkaufszettel. Natürlich besteht auch hier die Möglichkeit, Informationen zu teilen, Fragen stellen und Antworten zu bekommen. So kann etwa eine Hausfrau ihren Einkaufsplan für Weihnachten ins Netz stellen und sich von anderen Nutzern über Neueinträge in der Liste wertvolle Tipps geben lassen. Wer das nicht möchte, kann seine Liste jedoch auch als privat markieren.

Microsoft hat sich nun daran gemacht, irgendwie alle drei genannten Formen von privaten INhalten im Netz unter einen Hut zu bringen. Mit dem Tool “Listas” ist es Internetnutzern möglich, Listen verschiedenster Inhalte zu erstellen, zu editieren, und natürlich zu lesen. Dabei kann es sich um Linklisten, um Einträge zu historischen Ereignissen, oder auch um eher ausgefallene Ranglisten wie die zwanzig besten Jazz-Songs der Geschichte handeln. Der Vorteil gegen über anderen Verbreitungsformen liegt auf der Hand: Listas ist thematisch nicht festgelegt. Jede Form von Informationen, die irgendwie in den Datentyp der Liste gepackt werden kann, lässt sich hier hinterlegen und suchen. Da wie bei Wikipedia alle User den inhalt editieren können, ist für Qualität und Aktualität der Informationen gesorgt.

Die Idee der kollektiv verwendeten Listen ist beileibe nicht neu: der Anbieter ZingLists kommt mit einem ähnlichen Konzept. Hier ist jedoch der Schwerpunkt nicht allein bei der reinen Informationssammlung; ZingList will seine Listen auch ganz unabhängig vom Internet verwendet wissen, etwa zur Erstellung von Projektplänen (To-Dos) oder auch einfach für Einkauszettel. Natürlich besteht auch hier die Möglichkeit, Informationen zu teilen. So kann etwa eine Hausfrau ihren Einkaufsplan für Weihnachten ins Netz stellen, und sich von anderen Nutzern über Neueinträge in der Liste wertvolle Tipps geben lassen. Wer das nicht möchte, kann seine Liste jedoch auch als privat markieren.


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Ein integriertes Vertriebskonzept soll dem Kindle zu einem ähnlichem Erfolg auf dem Buchmarkt verhelfen, wie ihn Apples iPod im Musikgeschäft hat. Ist das endlich der Durchbruch für elektronische Bücher?

Technisch gesehen hat das neue Produkt wenig Neues gegenüber den Konkurrenten auf dem Markt zu bieten. Das Gerät verfügt über einen relativ großen Bildschirm, seitliche Tasten zum Umblättern und eine komplette Tastatur, die aber wesentlich kleiner als die eines Laptops ist. Etwas ausgefallener ist allerdings die Bildschirmtechnologie E-Ink. Anders als bei einem herkömmlichen LCD-Bildschirm verwendet der Kindle zur Anzeige von Texten ein Material, das nur während des Seitenaufbaus mit Strom versorgt werden muss und keine interne Beleuchtung benötigt. Die angezeigten Texte sind permanent auf dem Bildschirm präsent, so dass die Bildschirmanzeige nicht ständig neu aufgebaut werden muss. Das für konventionelle Bildschirme typische Flimmern entfällt daher, und auch stundenlanges Lesen kann nicht zu Augenschmerzen führen.
Der Kindle soll jedoch nicht nur durch seinen Kaufpreis Amazons Umsatz steigern, sondern auch den Verkauf der Textinhalte selbst ankurbeln. Denn über das E-Book kann die Amazon-Website erreicht werden, wo den Kunden viele spezielle Angebote wie etwa Blog - Abonnements oder Nachrichten-Services erwarten. In den USA kann man zusätzlich über das so genannte „Whispernet“, ein Mobilfunknetz, seine Bestellungen durch Spracheingabe tätigen.
Unabhängig vom Erfolg des neuen Readers spricht einiges dafür, dass E-Books gegenüber herkömmlichen Printprodukten langsam an Boden gewinnen könnten. Ein wichtiges Argument ist die leichtere Vervielfältigung der Texte, die ohne Druckereien auskommt. Speziell für Bücher hat das den Vorteil, dass die Herausgabe nicht an zeitlich begrenzte Auflagen gebunden ist: Eventuelle Änderungen und Aktualisierungen können ohne jede Zeitverzögerung vorgenommen werden. Der Käufer eines E-Books kauft also im besten Fall ein tagesaktuelles Produkt. Darüber hinaus ist es technisch gesehen auch möglich, bereits gekaufte Produkte ähnlich wie Software durch „Plug-Ins” ständig zu aktualisieren. Dieses Prinzip hat sich auf dem Markt allerdings noch nicht durchgesetzt. Älteren Lesern kommt außerdem die Möglichkeit entgegen, den Text nach Wunsch umzuformatieren. Denn so lassen sich Leseprobleme durch die Wahl einer größeren Schriftart ausgleichen.
Andererseits bietet ein elektronisches Buch nicht das gleiche Lesegefühl wie ein gedrucktes. Vielleicht ist dies der Grund dafür, dass das E-Book für gedruckte Bücher bisher keine ernsthafte Konkurrenz darstellt. Der „Fokus“ vermutet zudem, dass prall gefüllte Bücherregale „gut fürs Ego“ seien, und deswegen nur wenige Kunden ihre gesamte Bibliothek lediglich in digitaler Form besitzen wollten. Auf lange Sicht dürfte es dem elekontrischen Buch immerhin helfen, dass Neuveröffentlichungen mittlerweile häufig in beiden Formaten angeboten werden. So muss sich kein Verlag auf eine bestimmte Veröffentlichungsform festlegen, und das E-Book bekommt die offenbar nötige Zeit, um mehr Leser für sich zu begeistern.


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