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Der Sieg des Blu Ray Formats im Rennen um den Datenträger der Zukunft ist jetzt ziemlich genau einen Monat her. Toshiba gab in einer Pressemitteilung bekannt, die Entwicklung und Vermarktung von HD-DVD Spielern und Recordern einzustellen. Als Reaktion erklärte Sony sein Format zum Gewinner des Streites.

So weit, so gut. Aber was passiert jetzt eigentlich genau? Nun, erstmal ist ein Preissturz bei den momentan existierenden HD-DVD-Geräten zu betrachten. Laufwerke, die vorher 80 Euro kosteten, gibt’s jetzt schon für 30. Filme für HDTV mit dem Format sind von 30 auf 10 Euro gesunken – wenn man sich beeilt, kann man hier sicherlich ein paar nette Schnäppchen abgreifen.

Natürlich lohnt der Kauf eines ganzen HD-DVD-Rekorders nicht wirklich. Sollte aber noch Platz im PC vorhanden sein und die Grafikkarte HDTV unterstüzen, dann spricht eigentlich nichts dagegen, sich eins der billigen Laufwerke jetzt zu holen und mit dem Kauf eines Blue-Ray-Laufwerks noch etwas zu warten.

Dann profitiert vom Sieg im Formatkrieg wenigstens nicht ausschließlich Sony, denn dadurch werden sicherlich die Verkaufszahlen der PS3 etwas nach oben klettern, denn momentan scheint die Playstation3 der günstigste Blue-Ray-Player zu sein, mit dem man auch noch daddeln kann.


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Ist die HD-DVD am Ende?

Autor: Felix
abgelegt in: Hardware

Toshiba stellt Unterstützung für das Format ein.

Toshiba kündigte gestern an, keine weitere Hardware für das HD-DVD-Format herstellen zu wollen. Dies könnte das Aus für die Technologie bedeuten. Denn Toshiba ist im Bereich der Unterhaltungselektronik der wichtigste Unterstützer der HD-DVD gewesen. Zusammen mit anderen großen Firmen wie Microsoft, Intel, IBM und Hewlett Packard gehört Toshiba dem “Advanced Optical Disc”-Konsortium (AOD) an, dass sich für die Einführung der HD-DVD als künftigem Standard für Video-Disks einsetzt. Kurz nach der Ankündigung Toshibas erklärte daher das Filmstudio Universal, fortan nur noch auf das Konkurrenzformat Blu-Ray zu setzen. Noch jedoch ist nichts entschieden: Der Gerätehersteller LG will an der HD-DVD festhalten (heise.de).
Zwischen beiden Technologien hatte es eine jahrelange Konkurrenz gegeben. Die Entscheidung einiger amerikanischer Filmstudios im letzten Jahr für Blu-Ray könnte letztlich den Ausschlag für die Entscheidung von Toshiba gegeben haben. Ein technischer Nachteil gegenüber dem Format Blu-Ray besteht in der so genannten „numerischen Apertur“. Diese Größe bezeichnet das Vermögen eines Körpers, Licht (hier das optische Signal ) zu sammeln und damit die Feinheit, mit der es aufgelöst werden kann. Eine größere numerische Apertur ermöglicht prinzipiell ein größeres Speichervermögen. Der entsprechende Wert bei der HD_DVD beträgt 0,65 gegenüber 0,85 bei Blu-Ray (DVD: 0,6). Mit der HD-DVD hätte man aber dennoch eine gegenüber der herkömmlichen DVD deutlich höhere Datenmenge gespeichert werden können: Der gescheiterte Nachfolger fasst auf dem bisherigen Stand der Technik 30 Gigabyte Daten; unter Laborbedingungen hat man mit dieser Technik sogar bereits eine Speicherkapazität von 51 Gigbyte realisiert.

Einen pikanten Nebeneffekt dürfte die Entscheidung für die Liebhaber und Hersteller von Pornofilmen haben: Wegen der günstigeren Herstellungskosten verwendet die Industrie in diesem Bereich fast ausschließlich das Format von Toshiba und seinen Partnern. Wer sich also bereits eine umfangreiche Bibliothek solcher Filme angelegt hat, dürfte diese (wenn er den Kopierschutz nicht knacken kann) bald wegschmeißen können. Die Hersteller müssen sich andererseits durch den eventuell bald notwendigen Umstieg auf Blu-Ray auf höhere Herstellungskosten einstellen, die sie wohl an die Kunden weiterreichen müssen. Möglicherweise könnte die Branche also auf Grund der sich abzeichnenden Entwicklung bedeutende Umsatzeinbrüche erleiden.


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