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(via Technology Review[US]) Soziale Onlinenetzwerke sind nach wie vor beliebt, aber etwas macht ihnen zunehmend zu schaffen: Es hat sich weder in Deutschland, noch in den USA jeweils ein Anbieter durchsetzen können. Die Folge ist, dass sich nicht mit allen Personen über ein Portal vernetzen kann, wenn man nicht Accounts auf vielen verschiedenen Portalen haben will. Wer aber auf allen Portalen präsent sein will, hat alle Hände voll zu tun.

Der sei letztem November verfügbare Browser Flock (dt: „Herde“) vereinfacht die Verwaltung von Social-Network-Accounts erheblich. Da ist zum Beispiel die Funktion „MyWorld“. Dahinter steckt ein RSS-Reader, der Veränderungen an den Profilen von Internetkontakten registriert und den Nutzer darüber informiert. Darüber hinaus kann man parallel Änderungen an den allen eigenen Accounts vornehmen. Das Hinzufügen von Fotos etwa kann von einer Funktionalität des Browsers übernommen werden. Der Nutzer muss dann nur noch angeben, in welche Portale die Fotos jeweils eingefügt werden sollen. Flock umgeht auch die sonst üblichen Anmeldedialoge von geschützten Diensten wie etwa internetbasierten E-Mail-Clients; man kann sich einfach über ein Drop-Down-Menü einloggen. Eine im Browser integrierte Anzeige ermöglicht die sofortige Anzeige von Nachrichten der eigenen Kontakte, etwa Hinweise auf interessante Seiten.

Bei all den komfortablen neuen Funktionen hat der übrigens auf Mozilla Firefox basierende Flock aber auch noch große Schwächen. Zum Beispiel sind die Extrafunktionen nicht für MySpace und andere wichtige Portale verfügbar. Integriert sind hingegen Flickr, Youtube, Twitter und Facebook. Da Flock auch in den deutschen Sprachraum expandiert, die Beta 1.2. des deutschsprachigen Programms ist bereits verfügbar, kann immerhin auf eine baldige Integration von nationalen Netzwerken wie SchülerVZ und StudiVZ hoffen.
Screenshot des Browsers.


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Yahoo tritt OpenSocial bei

Autor: Felix
abgelegt in: Allgemein

Der Standard für Social-Networking-Portale bekommt endlich ein prominentes Mitglied.

Wer sich heute die Mühe macht, bei StudiVZ oder einem anderen Social-Networking-Portal eine persönliche Seite einzurichten, kann möglicherweise nicht von allen seinen Freunden erreicht werden. Denn der Markt ist heiß umkämpft, und eine Vielzahl von Bewerbern haben dafür gesorgt, dass die Zielgruppen ihre Einträge auf viele verschiedene Portale verstreut haben. Da dies aber dem Grundgedanken des Networking vollkommen widerspricht – für eine geschlossene Gesellschaft braucht man das Internet ja nicht – hat Google im November letzten Jahres eine Ansammlung von Programmierschnittstellen zur Vereinigung der Standards eingeführt.

Einer der Vorteile dieses „OpenSocial“ genannten Projektes besteht in der Interoperabilität ihrer Funktionalitäten. Nutzer von StudiVZ etwa können ihre Seiten gegenseitig verlinken. OpenSocial bietet die Möglichkeit, solche Funktionen zwischen Einträgen auf verschiedenen Portalen zu ermöglichen. Personen, die zum Beispiel sowohl auf Karriere-, als auch auf rein privaten Portalen Einträge haben, könnten diese (unter eingeschränktem Zugang) ebenfalls miteinander verbinden.
Bücher lesen sollt ihr! (Q: Flickr) Der Erfolg von OpenSocial hängt natürlich ganz davon ab, wie viele Anbieter mitmachen. Bislang sind aus Deutschland lediglich XING, ein Karrierenetzwerk, und ein Ticketservice dabei. International sind die Mitglieder Engage.com, Friendster, hi5, Hyves, imeem, LinkedIn, Ning, Oracle, orkut, Plaxo, Salesforce.com, Six Apart, Tianji, Viadeo an Bord (heise.de). Mit Yahoo! kommt nun endlich ein ganz großer Name an Bord. Die damit verbundene Hoffnung ist, dass sich daraus ein Sogeffekt für ander Portale ergibt. Denn wenn erst einmal eine bestimmte Anzahl von Portalen miteinander verlinkt sind, werden die isolierten Anbieter kaum noch attraktiv sein.


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