Verloren geglaubte Spiele neu belebt: MAME macht’s möglich

By on 15. Dezember 2017
Verloren geglaubte Spiele neu belebt: MAME macht’s möglich

Videospiele in Retro-Optik: Alte Arcade-Spiele aus den Siebzigern, Achtzigern oder Neunzigern lassen sich auf dem PC spielen – dem Open-Source-Projekt MAME sei Dank.

Hinter MAME verbirgt sich ein sogenannter Emulator. Mit Emulatoren ist es möglich, einen Computer nachzubilden und so letztendlich dessen Software für einen anderen Computer abspielbar zu machen. MAME bringt die Besonderheit mit sich, dass es die Hardware eines Spieleautomaten nachbildet, und alte Spiele so auf dem PC spielbar macht.

Klassiker wie „Cherry Master“, „Hot Slot“ oder „Gunpowder Slot“ erwecken beim PC-Spieler so die Illusion, vor einem alten Arcade-Automaten zu sitzen. Die Spielegrafik lässt Retro-Feeling aufkommen und bringt Spielothek-Atmosphäre in die eigenen vier Wände.

Das Prinzip hinter MAME

MAME („Multiple Arcade Machine Emulator“) ist als Open-Source-Projekt angelegt, das stetig weiterentwickelt wird. Der Download ist kostenlos. Es ist nicht nur auf Windows-Systeme beschränkt. Im Gegenteil: Seine Quelloffenheit sorgt dafür, dass es auf fast jedem erdenklichem Betriebssystem läuft. Darüber hinaus existieren bereits MAME-Versionen für Konsolen wie die XBox oder Dreamcast. Für die Benutzung des Emulators ist etwas technisches Verständnis nötig. Allerdings gibt es zahlreiche Frontends, die die Software für jeden verständlich und bedienbar machen. Sie helfen auch dabei, die Übersicht über die Spielesammlung zu behalten. Wer auf eine ausufernde Archivierung verzichten möchte, kann natürlich wie gewohnt online im Casino spielen wie bei Alles Spitze Merkur.

Damit die emulierten Spiele laufen, ist ein PC mit mindestens 500 Megahertz Taktfrequenz nötig. Das heißt, die Spiele laufen auch auf PCs mit schwacher Rechenleistung. Das gilt jedoch nur für Automatenspiele, die bis 1988 erschienen sind. Neuere Spiele wie „Ridge Racer“ oder auch „Tekken“ verlangen nach einer stärkeren Rechenleistung. Der Grund: Jeder der vielen Prozessoren einer alten Arcade-Platine muss von einer einzigen PC-CPU emuliert werden.

100-köpfiges Entwicklerteam weltweit im Einsatz

Das Team von MAME ist seit seiner Gründung im Jahre 1996 bereits auf 100 Köpfe angewachsen. Die Anzahl der Spiele, die sich mit MAME emulieren lassen, hat sich vervielfacht. Im Jahre 2012 belief sie sich bereits auf 8.726 eigenständige Spiele. Circa 80 Prozent aller alten Automaten konnten bereits emuliert werden, darunter auch längst verloren geglaubte Klassiker wie „Asteroids“ oder „Galaga“.

Letzteres erklärt die große Faszination, die von MAME und seiner Leistung ausgehen. Die Retro-Faszination geht so weit, dass sich rund um MAME eine kleine Industrie gebildet hat: Um das Spieleerlebnis so authentisch wie möglich zu machen, bietet der Handel originale Arcade-Joysticks und angepasste Schnittstellenhardware zur Kopplung von PC und Automat an.

Bildquelle: Pixabay, 2649705, RobinLe

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