Interessanten Artikel bei zdnet gefunden. Windows- Sprachsteuerung… Hm. Keine sehr rühmliche Vergangenheit (*hust* Präsentation *hust*), aber zumindest scheint es, als könne Vista bestimmte voreingestellte Befehle befolgen.
Meine Frage: Was bringt das? Bisher nichts. Ich kann unter Vista nicht mal Befehlsketten konfigurieren, die auf einen bestimmten Wortlaut hin abgerufen werden. Das funktioniert beispielsweise unter Mac Os X schon besser, natürlich da auch nur mit Abstrichen. Auf meinem Laptop habe ich es aber schon mal hinbekommen, auf den Befehl “Internet” eine Verbindung herzustellen, Browser, Mailprogramm und ICQ zu öffnen und dann noch ein bestimmtes Lied in iTunes zu starten.
Dagegen wirkt die Sprachsteuerung unter Windows Vista gelinde gesagt etwas mager. Ist ja schön, dass sie bei allen Versionen von Basic bis Ultimate dabei ist, aber für Desktopaufgaben ist die Mausbedienung einfach fünfmal schneller. zdnet nennt als sinnvolles Betätigungsfeld die Eingabe von Texten, aber ehrlich gesagt schreibe ich schneller, als ich rede, und das auch wesentlich fehlerfreier.
Meinetwegen ist die funktionierende Vista-Sprachsteuerung ein schöner Schritt in Sachen Technik (bis die vollends stimmt, werden sicherlich noch ein paar Jährchen vergehen), aber bevor sich da nicht die wirklich intelligenten Leute dransetzen und ein paar sinvolle Anwendungen für diese Art der Steuerung entwickeln, bleibt sie für mich reine Spielerei.
Der rasante Ausbau der Infrastruktur für das Internet macht es möglich: Mittlerweile sind Geschwindigkeiten, die noch zur Jahrtausendwende astronomisch hoch schienen, für den durchschnittlichen Internetnutzer alltäglich geworden. Verschiedene Internet-Anbieter bieten Raten über 20 Mbit an - man erinnere sich nur mal zehn Jahre zurück, als man mit tutendem Analog-Modem versucht hat, seine Nachrichten abzurufen…
Der Geschwindigkeitszuwachs macht das Netz für verschiedene Business-Dienste noch attraktiver. Was früher an mangelnden Streaming- oder Download-Raten scheiterte und meist einen etwas amateurhaften Touch hatte, kommt heute hochprofessionell daher: Die Rede ist von Download Portalen. Nicht von den illegalen, die sich zum Beispiel des BitTorrent- Protokolls bedienen und damit bereits seit einiger Zeit sehr hohe Downloadraten erzielen können. Nein, die Firmen selbst stellen ihre digitalen Produkte ins Netz.
Alles, was sich digital speichern lässt, kann ich mittlerweile legal herunterladen. Was als Reaktion der Musikindustrie auf zunehmende Verlusteinnahmen durch Raubkopien begann - der iTunes-Store bietet mittlerweile alle auf dem Markt erhältlichen Songs in guter Qualität zum Einzeldownload - setzte sich in anderen Bereichen fort. Ich kann bei Anbietern wie Maxdome Filme herunterladen, im offiziellen Sony-Shop meine PSP Spiele downloaden oder mir ganze Betriebssystem-CDs als digitales Image ziehen, statt sie in der Box zu kaufen.
Damit einher geht die immer stärkere Bindung des Freizeitgeschehens an den Computer. Der Fernseher wird, sollte sich die Online-Videothek durchsetzen, in ein paar Jahrzenten ausgedient haben. Musik, Spiele, Bücher, Programme - alles wird in Zukunft über das Internet bestellbar und sofort zu nutzen sein.
Ein Nachteil dabei ist sicherlich der Verlust der Wertschätzung des einzelnen Produktes, gerade, was Musik und Filme betrifft. Wenn alles auf einen Knopfdruck zu haben ist, hat es schon heute nicht mehr den gleichen Stellenwert wie ein Kinobesuch oder ein Konzert (bzw ein Fernsehabend und eine CD). Trotzdem, gerade weil es immer noch möglich ist, sich diese ganzen Dinge ungestraft illegal zu besorgen, ist es wichtig, eine legale Alternative anzubieten, die funktioniert.
Das Bundesverfassungsgericht fordert den auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme“ ein.
Den Inhalt von Festplatten können Ermittler der Polizei längst ausspähen. Dazu müssen sie jedoch momentan noch den Rechner selbst beschlagnahmen, wofür sie natürlich beim Verdächtigen vorstellig werden müssen. Die Verbreitung des Internet eröffnet nun rein technisch die Möglichkeit, solche Untersuchungen über Spionageprogamme, allgemein “Remote Forensic Software” genannten, zu organisieren. Damit könnte man insbesondere auch vermeiden, dass der Verdächtige etwas von der Durchsuchung mitbekommt. Das Verfassungsgericht hat mit seinem heutigen Urteil aber eingeschränkt, dass dieses Mittel nur zur Abwehr unmittelbarer Gefahren für das Allgemeinwohl – Terroristische Anschläge sind hier natürlcih das wichtigste Beispiel - eingesetzt werden kann. Weniger gefährliche Delikte wie Steuerhinterziehung oder Diebstahl fallen nicht darunter. Für jeden PC-Besitzer wirft das Problem der Online-Durchsuchung jedoch die Frage danach auf, welchen rechtlichen Status seine auf dem Rechner gespeicherten Daten eigentlich haben.
Einerseits ist ein Computer Privateigentum, das sich üblicherweise in der Wohnung des Eigners befindet. Damit fallen aus diesem Computer befindliche Daten ebenso wie zu Hause gelagerte Akten unter den gesetzlichen Schutz der Privatsphäre. Was aber ist, wenn man sich über den Computer ins Internet verbindet? Dann ist der Computer ja streng genommen teil eines Netzwerkes. Möglicherweise sind Daten auf Rechner daher nicht in dem gleichen Maße geschützt. Schließlich sind solche Zugriffe ja im Rahmen der Internetnutzung üblich, auch wenn der Nutzer (im Idealfall) genau darüber bestimmen kann, welche Daten er herausgibt.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung weist noch auf ein weiteres Problem hin: Die auf einem Computer befindlichen Daten können ja durch Hacker oder Ähnliches manipuliert werden. Dann aber handelt es sich nicht mehr um die Daten des Nutzers, und er kann für ihren Inhalt nicht belangt werden. Dieses Problem besteht gleichwohl auch bei papierenen Daten. Man hat tatsächlich das gleiche Problem, wenn etwa jemandem belastende Akten untergeschoben werden und die Polizei diese bei einer Hausdurchsuchung entdeckt.
Eine nicht ganz ernst gemeinte Vorstellung dessen, wie ein “Bundestrojaner” arbeiten könnte.
Ein Add-On ist ein Stück Software, welches (der Name sagt es schon), einem fertigen und lauffähigen Programm durch seinen Anwender hinzugefügt wird. Im Gegensatz zum Plug-In ist ein Add-On aber kein selbständig lauffähiges Programm. Vielmehr kann es sich bei Add-Ons auch um reine Datenpakete handeln. Bei Rechtschreibprogrammen wäre beispielsweise ein Satz neuer Vokabeln für das interne Wörterbuch als ein Add-On anzusehen. Beide Begrifflichkeiten sind aber dort nicht streng voneinander abzugrenzen, wo ein Stammprogramm um bestimmte Funktionalitäten erweitert wird. Wenn ein Rechtschreibprogramm etwa mithilfe einer Erweiterung eigenständig auf Daten im Internet zugreift, kann man geteilter Meinung darüber sein, ob es sich dabei um ein eigenständiges Programm (also ein Plug-In) oder nur um ein Add-on handelt.
Ein Plug-In ist ein ausführbares Programm, dass aber für die Einbettung in eine andere Anwendung programmiert worden ist. Beispiel für ein Plug-In ist ein Rechtschreibprogramm, welches in ein Textverarbeitungsprogramm eingebettet ist. Man kann dieses Programm dann nur über die einbettende Anwendung aufrufen. Einmal aktiviert, ist das Plug-In aber von der es umgebenden Anwendung unabhängig (solange letztere noch läuft). Ein Rechtschreibprogramm könnte also beispielsweise selbständig auf ein im Internet bereitgestelltes Wörterbuch zurückgreifen, um die Rechtschreibprüfung durchzuführen. Natürlich ist das Plug-In von der Rechtezuweisung des einbettenden Programms abhängig, wenn es die zu dem Programm gehörenden Daten (z.B. ein Textdokument) ändern will.
Zwar muss man ein Plug-In, wie der Name schon sagt, in eine umgebende Anwendung „einstöpseln“, ohne diese Anwendung ist das Programm also ohne Wert. Jedoch werden die bedeutenden Plug-Ins wie der Adobe-Flash-Player für viele verschiedene Programme (in jeweils angepassten Versionen) angeboten.
Die größte Zahl der heute verwendeten Plug-Ins wird wohl für Internet-Browser verwendet. Vor allem geht es dabei um Funktionalitäten, welche die aktive Ausführung von Funktionen ermöglichen, die in den angezeigten Webseiten verborgen sind. Für die Anzeige von Videodaten sind dies zum Beispiel der bereits genannte Flash-Player. Aber auch der Windows Media Player und der Real Player sind als Plug-Ins verfügbar.
Redaktionelle Inhalte sollen kostenlos ins Netz gestellt werden.![]()
Seit längerem schon wird die Verlagsbranche durch den großen Erfolg des kostenlosen Online-Lexikons Wikipedia in Unruhe gebracht. Die Wikipedianer können dank einer um ein Vielfaches höheren Artikelzahl von sich behaupten, dass größte Lexikon auf dem Markt anzubieten. Da ein Brockhaus außerdem den Gegenwert eines Gebrauchtwagens hinlegen muss, um das Premium-Produkt, die dreißigbändige Enzyklopädie mit knapp 25.000 Seiten, zu erwerben, scheint die nichtkommerzielle Konkurrenz haushoch überlegen zu machen. In dieser Situation hat sich Brockhaus offensichtlich genötigt gesehen, ebenfalls ins Netz zu gehen. In einer vorgestern veröffentlichten Pressemeldung gibt der Brockhaus-Verlag bekannt, dass ab Mitte April dieses Jahres ein zu Brockhaus gehöriges kostenloses Onlineportal starten soll. Brockhaus gibt dabei zu, dass dieser Schritt durch Umsatzeinbrüche seiner Lexikonsparte motiviert gewesen sei und bezeichnet sein Vorgehen als „strategische Neuausrichtung“. Also war der Anstoß nicht etwa die Überzeugung, dass Wissen besser in digitaler Form als in Büchern dargestellt werden sollte; Brockhaus musste vielmehr den Markterfolg der Online-Konkurrenz anerkennen und reagiert nun durch Nachahmung. Es bleibt also abzuwarten, ob das Unternehmen auch ein eigenständiges Konzept für die Wissenspräsentation im Internet entwickeln kann, die den Brockhaus online von Wikipedia abhebt. Die bisherigen Überlegungen fasst Vorstandsmitglied Marion Winkenbach so zusammen: „Der immer unübersichtlicher werdenden Flut von Informationen aus dem Internet stellen wir mit ‚Brockhaus online’ jetzt ein Wissensportal entgegen, das für Relevanz, Richtigkeit und Sicherheit steht“ (brockhaus.de). Tatsächlich kann wohl jeder Wikipedia-Nutzer ein Lied davon singen, dass viele Artikel schlecht recherchiert, und unverständlich formuliert sind oder das Wichtige vom Unwichtigen nur schwer trennen können.
Der Leiter des Open-Source-Projektes von Microsoft, Sam Ramij, erläuterte auf der vom 22. bis 24. Januar in Nürberg stattfindenden Konferenz „Open Source Meets Business“ (OSMB) die Antworten des Unternehmens auf Konkurrenz durch freie Software.
Insgesamt geht es Microsoft darum, bei aller Konkurrenz durch freie Software stets darauf zu achten, dass die Anwender ihre Programme nach wie vor auf der Plattform des Windows-Betriebssystems benutzen. Der Albtraum von Microsoft ist, dass populäre OS-Programme Anwender dazu bringen, von Windows auf Linux umzusteigen. Daher bemüht sich der Konzern darum, dass freie Entwickler Windows-Versionen ihrer Produkte herausbringen. Zu diesem Zweck werden an Entwickler Abonnements über die hauseigene Software inklusive relevanter Informationen umsonst vergeben. Anwendungsgebiet für Open-Source-Projekte waren in der Vergangenheit zum Beispiel Bemühungen, Software zum Identitätsmanagement für externe Entwickler frei zu geben. Außerdem will Microsoft zusammen mit den Entwicklern des Browsers Firefox dessen Zusammenwirken mit dem Windows Media Player verbessern.
In einem Gespräch mit heise.de lehnte Ramij jedoch den Umkehrschluss ab, dass Microsoft auch eigene kommerzielle Produkte auf freien Betriebssystemen anbieten könne. Das wichtigste Ziel des Unternehmens sei es, die Nutzung von Windows zu sichern, Anwendersoftware trete dahinter zurück (via heise.de).
Zudem hat Microsoft mit eigenen Lizenzen versucht, den Trend zu freier Software wenigstens im Rahmen der eigenen Produktreihen ein wenig zu steuern. Die beiden OS-Lizenzen MS-PL (Microsoft Public License) und MS-RL (reciprocal license) waren im Oktober letzten Jahres von der Open Source Intiative (OSI) offiziell als Open-Source-Lizenzen anerkannt. Die Lizenzen haben die für OS-Lizenzen typischen Eigenschaften. Microsoft öffnet die so gekennzeichneten Produkte für eine „nichtexklusive, weltweite, tantiemen-freie“ (royalty-free) Lizenz. Benutzer dieser Software dürfen diese verändern und die so veränderten Produkte verkaufen; aber nur unter der gleichen Lizenz. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist eine solche Freigabe immer ein Wagnis. Denn jedermann kann auf diese Weise den von Microsoft zur Verfügung gestellten Programm-Code vermarkten und so von der Entwicklungsarbeit der Unternehmens kommerziell profitieren.
Heise, der Veranstalter der OS-Konferenz, hat den Vortrag von Sam Ramij in Nürnberg als Webcast veröffentlicht.
Der Begriff Social Software beschreibt im Allgemeinen Anwendungsprogramme, welche soziale Interaktion über den Computer ermöglichen. Dazu gehören demnach alle Anwendungen, welche zum Beispiel zum Zugriff auf Netzwerke wie das Internet oder auch innerbetriebliche Intranet-Systeme nötig sind. Auch E-Mail-Client-Programme wie Microsoft Outlook sind in diesem Sinne „Social Software“.
Die Veränderungen des Internet seit der Jahrtausendwende (Web 2.0) haben jedoch neue Formen der sozialen Interaktion über das Internet hervor gebracht, welche zu einer engeren Fassung des Begriffs geführt haben. In diesen Zusammenhang gehören beispielsweise die mit dem Siegeszug von Wikipedia populär gewordenen Wikis. Diese nichtkommerziellen Informationsportale können wie die Online-Enzyklopädie selbst von ihren Nutzern selbst editiert werden. Eine andere neue Kommunikationsform im Internet ist das Blogging, für das diese Seite ebenfalls ein Beispiel darstellt. Zur Erstellung der Inhalte wird ein Content-Management-System benötigt, das demnach auch Social Software ist. Um den rein privaten Zweig dieses Bereichs abzuschließen, wären noch Instant-Messaging-Programme wie ICQ und Skype zu nennen.
Im betrieblichen Bereich verortet sind Systeme, welche die Kommunikation von Mitarbeitern eines Unternehmens untereinander und mit externen Partnern ermöglichen. Dabei geht es nicht immer allein darum, Informationen auszutauschen. Es wird ebenfalls immer wichtiger, über digitale Netzwerke gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Es gibt beispielsweise kollaborative Textverarbeitungsprogramme, mit denen mehrere Autoren ein Office-Dokument gleichzeitig bearbeiten können. Im Bereich der Softwareentwicklung stellt Eclipse mit dem „Eclipse Communication Framework“ eine Möglichkeit für mehrere Entwickler bereit, gleichzeitig an ein und demselben Softwaresystem zu arbeiten.
(Technology Review) Ein wichtiger Bestandteil der im Zuge des Web 2.0 realisierten technischen Neuerungen ist die Anreichung von Webseiten durch vielfältige integrierte Funktionalitäten. Auf den Seiten mancher Verkehrsbetriebe etwa finden sich integrierte, interaktive Karten, mit deren Hilfe man sich zum Beispiel den Standpunkt einer Haltestelle anzeigen lassen kann. Wird dieses digitalisierte Kartenmaterial inklusive der Zugriffsfunktionalitäten von einem externen Web-Service angeboten, spricht man von einem Mashup. Denn in diesem Fall wird, wie das im Deutschen „vermischen“ bedeutende Wort andeutet, eine Anwendung (nämlich ein interaktiver Routenplaner der Verkehrsbetriebe) aus mehreren bereits vorhandenen Anwendungen zusammengemischt. In diesem Fall wären die Anwendungen der externe Kartendienst und die Datenbank der Verkehrsbetriebe.
Lotus, der 1995 von IBM übernommene Pionier der Office-Software, will nun Softwareanwendern nun nicht nur die Verwendung, sondern auch die Erstellung von Mashups ermöglichen. „Lotus Mashup“ bietet eine Sammlung von kleinen Anwenderprogrammen, die von den Nutzern des Rahmenprogramms zu Mashups kombiniert werden können.
Anders als bei den professionell erstellten Mashup im Internet ist dazu kein großes technisches Verständnis nötig. Das erörterte Beispiel eines Routenplaners würde erfordern, dass ein Programmierer die Funktionalitäten des Kartendienstes über deren Programmschnittstelle mit der Website des Verkehrsbetriebes verbindet. Diese Verbindung übernimmt im Falle von Lotus Mashup jedoch das Rahmenprogramm. Beispielsweise ließe sich so eine Anwendung, die Organigramme erstellt, mit einer Funktionalität verbinden, die bestimmte Informationen zu einer Person grafisch ansprechend aufbereitet. Auf diese Weise ließe sich ein ansprechendes Informationsportal über die Unternehmensstruktur und die Mitarbeiter eines Unternehmens zusammenstellen.
Lotus schafft auf diese Weise eine Möglichkeit, seine Software flexibel auf die Wünsche der Kunden abzustimmen; denn diese können ihre Anwendungen ja weitgehend selbst erstellen. Ein Problem könnte sich jedoch dann ergeben, wenn man Programme von verschiedenen Herausgebern kombinieren möchte, obwohl diese nicht auf denselben Datenstrukturen arbeiten. Wie diese Kompatibilitätsprobleme gelöst werden sollen, hat auch Lotus noch nicht geklärt. Vorerst lassen sich also wohl nur Anwendungsprogramme mit einander „mashen“, die auch von vornherein dafür vorgesehen sind. Das eingebundene Video stellt das Mashup-Projekt QED-Wiki von IBM vor.
Der steigende Börsenkurs von Anbietern wie NetSuite und saleforce.com weist auf eine steigende Attraktivität des Konzeptes hin.
Wie der Name schon andeutet, handelt es sich bei SaaS um die Bereitstellung von Anwenderprogrammen über einen Server; ein eigentlicher Verkauf von Software findet hingegen nicht statt. Der Kunde installiert seine Software nicht auf dem eigenen System, sondern erhält lediglich einen (möglicherweise zeitlich begrenzten) Zugang zu dieser Installation, die sich beim Anbieter befindet. Der Vorteil dieser „Mietsoftware“ gegenüber dem klassischen Produktkauf besteht zum Einen darin, dass der Anbieter mit der Software auch ihre Wartung und Instandhaltung übernimmt. Bei Firmenkunden, die für den SaaS-Markt momentan die einzige Zielgruppe sind, entfällt damit auch viel Arbeit für die hausinterne Netzwerkadministration.
Das britische Wirtschaftsblatt The Economist schätzt unter Berufung auf eine Marktstudie, dass sich der weltweite Umsatz im SaaS-Bereich von 16 Milliarden US-Dollar in 2007 bis zum 2011 auf über 26 Milliarden US-Dollar erhöhen wird. Ein Anbieter, die Firma NetSuite, erlebte bei seinem Börsengang gleich eine Aktienaufwertung um 37 Prozent (Economist.com).
Das Konzept ist beileibe nicht neu; “Application Service Provider” bieten schon längere Zeit Software über Netzwerke an. Neu am Konzept des SaaS ist, dass hierbei eine große Zahl von
Kunden die gleiche Installation einer Software nutzen können. Der technische Aufwand für die Erstellung (bzw. den Kauf), den Unterhalt und die Wartung der Software wird also nicht einfach vom Kunden auf den Anbieter verlagert, sondern insgesamt minimiert. Dadurch erst lässt sich gegenüber der Installationssoftware wesentlich Geld sparen.
Webbasierte Softwarenutzung wird überdies auch für den privaten Gebrauch zunehmend attraktiv. Momentan bietet Google einige für den Nutzer kostenfreie Services wie ein Textverarbeitungsprogramm im Internet an. Ein ähnliches Beispiel ist das AIR-Programm von Adobe. Es ist momentan jedoch nicht abzusehen, dass sich eine kostenpflichtige Nutzung von privater Individualsoftware durchsetzen könnte.