Computerview

Computer, Notebooks & Computerzubehör
 


Archiv: Februar, 2008

Das Bundesverfassungsgericht fordert den auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme“ ein.

Den Inhalt von Festplatten können Ermittler der Polizei längst ausspähen. Dazu müssen sie jedoch momentan noch den Rechner selbst beschlagnahmen, wofür sie natürlich beim Verdächtigen vorstellig werden müssen. Die Verbreitung des Internet eröffnet nun rein technisch die Möglichkeit, solche Untersuchungen über Spionageprogamme, allgemein “Remote Forensic Software” genannten, zu organisieren. Damit könnte man insbesondere auch vermeiden, dass der Verdächtige etwas von der Durchsuchung mitbekommt. Das Verfassungsgericht hat mit seinem heutigen Urteil aber eingeschränkt, dass dieses Mittel nur zur Abwehr unmittelbarer Gefahren für das Allgemeinwohl – Terroristische Anschläge sind hier natürlcih das wichtigste Beispiel - eingesetzt werden kann. Weniger gefährliche Delikte wie Steuerhinterziehung oder Diebstahl fallen nicht darunter. Für jeden PC-Besitzer wirft das Problem der Online-Durchsuchung jedoch die Frage danach auf, welchen rechtlichen Status seine auf dem Rechner gespeicherten Daten eigentlich haben.
Einerseits ist ein Computer Privateigentum, das sich üblicherweise in der Wohnung des Eigners befindet. Damit fallen aus diesem Computer befindliche Daten ebenso wie zu Hause gelagerte Akten unter den gesetzlichen Schutz der Privatsphäre. Was aber ist, wenn man sich über den Computer ins Internet verbindet? Dann ist der Computer ja streng genommen teil eines Netzwerkes. Möglicherweise sind Daten auf Rechner daher nicht in dem gleichen Maße geschützt. Schließlich sind solche Zugriffe ja im Rahmen der Internetnutzung üblich, auch wenn der Nutzer (im Idealfall) genau darüber bestimmen kann, welche Daten er herausgibt.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung weist noch auf ein weiteres Problem hin: Die auf einem Computer befindlichen Daten können ja durch Hacker oder Ähnliches manipuliert werden. Dann aber handelt es sich nicht mehr um die Daten des Nutzers, und er kann für ihren Inhalt nicht belangt werden. Dieses Problem besteht gleichwohl auch bei papierenen Daten. Man hat tatsächlich das gleiche Problem, wenn etwa jemandem belastende Akten untergeschoben werden und die Polizei diese bei einer Hausdurchsuchung entdeckt.

Eine nicht ganz ernst gemeinte Vorstellung dessen, wie ein “Bundestrojaner” arbeiten könnte.


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Im Titelkampf der Fliegengewichte präsentiert sich ein neuer Herausforderer: Das Lenovo ThinkPad X300 tritt gegen Apples Mac Book Air an.

MacBook Air Präsentation

Die auffälligsten Unterschiede zuerst: Das Mac Book Air ist dünner und etwas leichter. Mit knapp 0,5 Zentimetern gegen knapp 2 Zentimeter bei Lenovo hat Apple hier klar die Nase vorn. Der Gewichtsunterschied ist mit 200 Milligramm dagegen nicht sonderlich gravierend, er tritt auch nur auf, wenn man das MacBook mit der schwereren Variante des X300 vergleicht. Das macht aber Sinn, weil die mehr Akkulaufzeit bietet. Die Grundfläche ist annähernd dieselbe. Damit bleibt das MacBook Air das dünnste Notebook der Welt.

Das MacBook ist etwas schneller als Lenovos Laptop. Beide Male wurden Intel 2 Core Duo Prozessoren verbaut, mit 1,2 bzw 1,8 Ghz Speichertakt. Der Geschwindigkeitsunterschied ist jedoch bei Notebooks dieser Größenordnung bestenfalls Kosmetik: Schwer rechenintensive Anwendungen wie Spiele werden auf beiden Maschinen nicht laufen und für alles andere sind beide Prozessoren vollkommen ausreichend.

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Add-On

Autor: Felix
abgelegt in: Software

Ein Add-On ist ein Stück Software, welches (der Name sagt es schon), einem fertigen und lauffähigen Programm durch seinen Anwender hinzugefügt wird. Im Gegensatz zum Plug-In ist ein Add-On aber kein selbständig lauffähiges Programm. Vielmehr kann es sich bei Add-Ons auch um reine Datenpakete handeln. Bei Rechtschreibprogrammen wäre beispielsweise ein Satz neuer Vokabeln für das interne Wörterbuch als ein Add-On anzusehen. Beide Begrifflichkeiten sind aber dort nicht streng voneinander abzugrenzen, wo ein Stammprogramm um bestimmte Funktionalitäten erweitert wird. Wenn ein Rechtschreibprogramm etwa mithilfe einer Erweiterung eigenständig auf Daten im Internet zugreift, kann man geteilter Meinung darüber sein, ob es sich dabei um ein eigenständiges Programm (also ein Plug-In) oder nur um ein Add-on handelt.


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Plug-In

Autor: Felix
abgelegt in: Software

Ein Plug-In ist ein ausführbares Programm, dass aber für die Einbettung in eine andere Anwendung programmiert worden ist. Beispiel für ein Plug-In ist ein Rechtschreibprogramm, welches in ein Textverarbeitungsprogramm eingebettet ist. Man kann dieses Programm dann nur über die einbettende Anwendung aufrufen. Einmal aktiviert, ist das Plug-In aber von der es umgebenden Anwendung unabhängig (solange letztere noch läuft). Ein Rechtschreibprogramm könnte also beispielsweise selbständig auf ein im Internet bereitgestelltes Wörterbuch zurückgreifen, um die Rechtschreibprüfung durchzuführen. Natürlich ist das Plug-In von der Rechtezuweisung des einbettenden Programms abhängig, wenn es die zu dem Programm gehörenden Daten (z.B. ein Textdokument) ändern will.
Zwar muss man ein Plug-In, wie der Name schon sagt, in eine umgebende Anwendung „einstöpseln“, ohne diese Anwendung ist das Programm also ohne Wert. Jedoch werden die bedeutenden Plug-Ins wie der Adobe-Flash-Player für viele verschiedene Programme (in jeweils angepassten Versionen) angeboten.
Der Adobe Flash-Player ist ein populäres Browser-Plug-In (Screenshot). Die größte Zahl der heute verwendeten Plug-Ins wird wohl für Internet-Browser verwendet. Vor allem geht es dabei um Funktionalitäten, welche die aktive Ausführung von Funktionen ermöglichen, die in den angezeigten Webseiten verborgen sind. Für die Anzeige von Videodaten sind dies zum Beispiel der bereits genannte Flash-Player. Aber auch der Windows Media Player und der Real Player sind als Plug-Ins verfügbar.


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Konzern beugt sich dem Druck der EU

Als Reaktion auf die heftige Kritik der Europäischen Union an der Produktpolitik von Microsoft hat der Konzern nun zugestimmt, mehr technische Informationen über seine Produkte herauszugeben. Die EU will mit ihrer Forderung bewirken, dass der Konzern seine marktbeherrschende Stellung nicht dazu ausnutzen kann, ein Monopol zu errichten. Besonders in der Kritik standen in der Vergangenheit Versuche von Microsoft, die Benutzung des Windows Media Player für auf Windows-PCs quasi obligatorisch zu machen.
Bill Gates, der scheidende Chef von Microsoft, auf einer Veranstaltung 2004 (wikimedia). Die Interaktion von Anwenderprogrammen anderer Hersteller mit solchen von Microsoft ist vor allem durch die bisherige restriktive Informationspolitik des Unternehmens sehr erschwert worden. Weniger die interne Verrichtung von Aufgaben, als vielmehr die Geheimhaltung der Schnittstellen von Programmen sind dabei große Probleme. Dies erschwert vor allem Herstellern von Plug-Ins ihre Arbeit. Denn diese Programme sind in größere Anwenderprogramme integriert. Wenn nun beispielsweise ein Hersteller ein integriertes Rechtschreibprogramm für die Textverarbeitungssoftware MS Word herstellen möchte, braucht er dazu Informationen über die innere Struktur dieses Programms. Jeder Entwickler muss sich dann an Microsoft wenden, um die begehrten Informationen zu erlangen. Microsoft ist jedoch auch in solchen Fällen bisher nicht sonderlich kooperativ gewesen. Die Folge: Für Klassenschlager des Konzerns wie den Internet Explorer und die Office-Programme gibt es vergleichsweise wenig Plug-Ins und Add-Ons anderer Hersteller, und die existierenden arbeiten oft nur unzureichend mit den sie umgebenden Programmen zusammen. Hingegen sind Open-Source-Systeme wie der Browser Firefox mit mittlerweile tausenden von kostenlosen Plug-Ins gesegnet. Dies könnte den Produkten von Microsoft das Leben zunehmend schwerer machen. Die Entscheidung, nun mehr Daten herauszugeben, muss wohl auch vor dem Hintergrund dieser Situation gesehen werden, wie Microsoft auch selbst angibt. Auch wenn das Office-Paket und der Internet Explorer immer noch unangefochten die Nummer eins sind: Es mehrern sich die Stimmen, die den Open-Source-Lösungen den Vorrang geben. Den Browser Opera hat beispielsweise jüngst das Computermagazin CHIP (1/2008) noch vor dem Explorer zum schnellsten Browser auf dem Markt gekürt. Zudem steht Microsoft durch die zunehmende Konkurrenz internetbasierter Anwendungen wie der Textverarbeitungssoftware von Google oder dem Adobe-Air-System unter Druck.
Tatsächlich enthalten die zu veröffentlichenden Daten vor allem Informationen über Programmschnittstellen. Nach Informationen der New York Times soll zunächst eine 30.000 Seiten umfassende Dokumentation veröffentlicht werden, welche die Interaktion des Windows-Betriebssystems mit Server-basierten Programmen beschreiben.


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Bedienung per Touchscreen und Spracheingabe soll schon bei Windows Seven möglich sein.

In einem Vortrag in der amerikanischen Stanford University kündigte Bill Gates gestern an, automatische Spracherkennung sowie die Bedingung der Windows-Oberfläche über Touchscreens würden mit großer Wahrscheinlichkeit bereits in der nächsten Windows-Version – die momentan unter dem Namen „Windows Seven“ läuft — verwirklicht werden.
Bald auch für PCs erhältlich? Palm-PC mit Windows-OS und Touchscreen (Q: Raul Medina Diaz). Der Plan, die Benutzerfreundlichkeit der Windows-Oberfläche durch Einführung neuer Nutzerschnittstellen zu erhöhen, ist keineswegs neu. Die Touchscreen-Technologie wird hingegen bislang nur in mobilen Rechnern, vor allem in kleinen Organizern vom Format eines Palm, verwendet. Automatische Spracherkennung hingegen ist ein Forschungsgebiet der Künstlichen Intelligenz, dass noch nicht allzu viele marktreife Entwicklungen hervorgebracht hat. Zwar ist der Ansatz, lernfähige Programme über einen Musterabgleich akustische Sprachsignale in Text auf dem Bildschirm umsetzen zu lassen, Erfolg versprechend. Für den Einsatz in einem Betriebssystem, wo fehlerhaft verstandene Befehle katastrophale Folgen haben könnten, reicht die Verlässlichkeit dieser Programme aber wohl noch nicht aus.
Bereits vor elf Jahren investierte Microsoft immerhin 45 Millionen US-Dollar in Lernout & Hauspie, einen belgischen Spezialisten auf dem Gebiet der automatisierten Spracherkennung. Auf einem u. a. auf YouTube veröffentlichten Werbevideo (s.u.), dass Innovationen von Microsoft „in the very near future“ vorstellt, werden bereits die Eingabe per Bildschirmberührung sowie gesprochene Kommandos als neue Features von Windows vorgestellt.
Die Bereitstellung solch innovativer Features passt zur generellen Ausrichtung von Windows, dass sich ja Anfang der Neunziger Jahre vor allem auf Grund seiner benutzerfreundlichen Bedienoberfläche durchgesetzt. Die Anreicherung durch neue Benutzerschnittstellen erscheint von daher nur logisch. Dies gilt vor allem, da die aktuelle Version Vista nur relativ wenig Neuerungen gegenüber dem Vorgänger XP bietet. Das vielleicht wichtigste Argument dürfte jedoch sein, dass sich Microsoft mit diesen neuen und aufwändigen Technologien endlich wieder vom Open-Source-Konkurrenten Linux absetzen kann. Denn bis private Programmierer ähnliche Technologien zur Perfektion gebracht haben, dürfte noch eine ganze Zeit vergehen.


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Ist die HD-DVD am Ende?

Autor: Felix
abgelegt in: Hardware

Toshiba stellt Unterstützung für das Format ein.

Toshiba kündigte gestern an, keine weitere Hardware für das HD-DVD-Format herstellen zu wollen. Dies könnte das Aus für die Technologie bedeuten. Denn Toshiba ist im Bereich der Unterhaltungselektronik der wichtigste Unterstützer der HD-DVD gewesen. Zusammen mit anderen großen Firmen wie Microsoft, Intel, IBM und Hewlett Packard gehört Toshiba dem “Advanced Optical Disc”-Konsortium (AOD) an, dass sich für die Einführung der HD-DVD als künftigem Standard für Video-Disks einsetzt. Kurz nach der Ankündigung Toshibas erklärte daher das Filmstudio Universal, fortan nur noch auf das Konkurrenzformat Blu-Ray zu setzen. Noch jedoch ist nichts entschieden: Der Gerätehersteller LG will an der HD-DVD festhalten (heise.de).
Zwischen beiden Technologien hatte es eine jahrelange Konkurrenz gegeben. Die Entscheidung einiger amerikanischer Filmstudios im letzten Jahr für Blu-Ray könnte letztlich den Ausschlag für die Entscheidung von Toshiba gegeben haben. Ein technischer Nachteil gegenüber dem Format Blu-Ray besteht in der so genannten „numerischen Apertur“. Diese Größe bezeichnet das Vermögen eines Körpers, Licht (hier das optische Signal ) zu sammeln und damit die Feinheit, mit der es aufgelöst werden kann. Eine größere numerische Apertur ermöglicht prinzipiell ein größeres Speichervermögen. Der entsprechende Wert bei der HD_DVD beträgt 0,65 gegenüber 0,85 bei Blu-Ray (DVD: 0,6). Mit der HD-DVD hätte man aber dennoch eine gegenüber der herkömmlichen DVD deutlich höhere Datenmenge gespeichert werden können: Der gescheiterte Nachfolger fasst auf dem bisherigen Stand der Technik 30 Gigabyte Daten; unter Laborbedingungen hat man mit dieser Technik sogar bereits eine Speicherkapazität von 51 Gigbyte realisiert.

Einen pikanten Nebeneffekt dürfte die Entscheidung für die Liebhaber und Hersteller von Pornofilmen haben: Wegen der günstigeren Herstellungskosten verwendet die Industrie in diesem Bereich fast ausschließlich das Format von Toshiba und seinen Partnern. Wer sich also bereits eine umfangreiche Bibliothek solcher Filme angelegt hat, dürfte diese (wenn er den Kopierschutz nicht knacken kann) bald wegschmeißen können. Die Hersteller müssen sich andererseits durch den eventuell bald notwendigen Umstieg auf Blu-Ray auf höhere Herstellungskosten einstellen, die sie wohl an die Kunden weiterreichen müssen. Möglicherweise könnte die Branche also auf Grund der sich abzeichnenden Entwicklung bedeutende Umsatzeinbrüche erleiden.


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UMTS-Empfangsgeräte anvancierten zum Renner auf der diesjäührigen Mobilfunkmesse “Mobile World”

(via pressetext.at) Als Femtocells bezeichnet man kleine stationäre Geräte, die UMTS-Signale von Mobiltelefonen empfangen und solche Signale auch an Handys senden können. Diese Signale werden an Internet-Breitbandverbindungen weitergeleitet. Auf diese Weise können UMTS-Handys genutzt werden, ohne Inanspruchnahme von Mobilfunkantennen genutzt werden. Der Vorteil: Den Kunden steht das im Internet verfügbare Angebot von Mobilfunkdienstleistungen zur Verfügung. Auch Anbieter ohne ein am Nutzungsort installiertes Netz von Antennen können also UMTS-Services anbieten, was die Preise deutlich senkt.
Auf der Mobilfunkmesse „Mobile World Congress“, die von Montag bis Mittwoch in Barcelona stattfand, gehörten Femtocells zu den Eye-Catchern. Wie zu erwarten, engagieren sich vor allem Hersteller von Internet-Modems und Routern stark auf diesem neuen Markt. So war beispielsweise Netgear mit „Voice Gateway“ in Barcelona präsent. Dieses Gerät vereinigt die Funktionalitäten eines DSL-Routers, einer Voice-Over-IP-Schnittstelle und eben einer Femtocell in sich. Auch Vodafone und Motorola wollen bald ähnliche Lösungen anbieten. Bis zur Marktreife dürfte es jedoch noch eine Weile dauern, die Testphasen für die Geräte sind noch nicht abgeschlossen. Ein für Funktechnologien typisches Problem dieser Systeme ist die Interferenz mit anderen Funksignalen. Beispielsweise könnte es zu Problemen kommen, wenn die Reichweite mehrerer Basisstationen sich überschneidet. Da es sich bei dieser Technologie fernerhin um eine Neuheit handelt, könnten in der Anfangsphase häufiger Empfangsprobleme auftreten. Dies stellt aber ein Sicherheitsrisiko dar, etwa in Bezug auf Notrufnummern.
Übrigens: Natürlich haben Femtocells eine ähnlich begrenzte Reichweite wie etwa die Basisstationen von normalen kabellosen Telefonen. Daher muss man, wenn man sein Handy unterwegs nutzen will, doch wieder auf die alten Mobilfunknetze zurückgreifen.


Private Demonstration eines WiMAX Femtocell-Systems


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(via Technology Review) Für private Internetverbindungen werden immer größere Bandbreiten angeboten; ohne einen allzu großen Preisunterschied ist eine Verbindung mit einer Übertragungsrate von bis zu 16.000 Mbit/sek zu haben. Da jedoch die physikalische Infrastruktur, d.h. die zur Übertragung notwendigen Glasfaserkabel, nicht im gleichen Tempo ausgebaut werden, muss die Übertragungstechnik für den nötigen Platz auf der Leitung schaffen. Um diese möglichst effektiv zu nutzen, werden größere Datenpakete aufgespalten und der Reihe nach über möglicherweise unterschiedliche Routen versandt. Dies kann jedoch zu Unterbrechungen einer bereits begonnenen Übertragung führen. Im professionellen Bereich sind solche Unterbrechungen zuweilen inakzeptabel, wenn etwa eine wichtige Geschäftskonferenz via Webcam stattfindet, können Übertragungsschwierigkeiten zu einem großen Problem werden. Nach dem Ende der Konferenz wäre es hingegen nicht mehr so wichtig, wie schnell eine über die gleiche Leitung versandte E-Mail ihren Empfänger erreicht. Visualisierung von Kommunikationswegen in einem Teil des weltweiten Internet (Q: Nasa, Wikpedia).Das US-amerikanische Internet-Konsortium „Internet2“ hat angesichts dieser Umstände eine mögliche Lösung vorgestellt: Das Dynamic-Curcuit-Network soll Internetnutzern die Möglichkeit erlauben, für begrenzte Zeiträume störungsfreie Verbindungen mit zugesicherter Bandbreite zu nutzen. Das DCN beruht auf der temporären Errichtung von Point-to-Point-Verbindungen mit variabler Bandbreite zwischen Sendern und Empfängern von Internet-Daten. Einzelne Teile von größeren Datenpaketen werden hier über immer denselben Kanal, d. h. die gleichen Frequenzen auf denselben physikalischen Leitungen, versendet. Diese Kanäle sind für den Zeitraum der Übertragung für andere Netznutzer gesperrt, um Konkurrenzsituationen zu vermeiden. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass alle Datenpakete die gleiche Übertragungsgeschwindigkeit benötigen: Übertragungsengpässe werden dadurch vermieden.
Das DCN-System wird momentan an einigen amerikanischen Universitäten erfolgreich eingesetzt. Möglicherweise wird es irgendwann einmal auch für private Nutzer zur Verfügung stehen und könnte vielleicht sogar eine neue Standardtechnologie im Internet werden.


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Smartphones von Sony-Ericsson und Nokia vorgestellt

Mit einem großen Touchscreen, über den auch Video-Funktionen von einem 15-Gigabyte großen Speicher auf angezeigt werden können, soll Sony-Ericssons Xperia X1 offensichtlich dem iPhone Konkurrenz machen. Ein interessantes Feature ist die erweiterte Ortungsfunktion AGPS, die herkömmlichen GPS-Handys den Rang abläuft: Für Fußgänger ist anders als etwa für Autofahrer selbst die hohe Genauigkeit der GPS-Signale nicht immer hinreichend. Der Gebrauch im Handy bringt weitere Probleme mit sich: Die vielen Funktionalitäten der Smartphones sorgen für einen hohen Stromverbrauch, der durch einen größeren Akku kompensiert werden muss. Für Mobiltelefone sind eine geringe Große und ein kleines Gewicht aber wichtige Verkaufsargumente. Darüber hinaus ist etwa in Tunneln oder U-Bahnen mit häufigen Empfangsproblemen zu rechnen. Als Reaktion darauf hat sich Sony-Ericsson wie viele andere Konkurrenten für den APGS-Standard entschieden. Dieser beruht auf eine Unterstützung durch Mobilfunkmasten. Die Masten empfangen die GPS-Daten vom Satelliten, verarbeiten sie und senden sie an das Handy weiter. Dieses spart dadurch Rechenleistung und damit Energie ein. Eine zusätzliche Ortungsmöglichkeit ergibt sich dadurch, dass ein Handy in er Nähe von drei Mobilfunkmasten seine Position nach dem Verfahren der Triangulation bestimmt.
Smartphone vom MyGuide mit Navigationsfunktion (Q: Agentur Frische Fische). Nokia hat bei seinem neuen Handy N96 das Ortungssystem per Satellit um zwei Komponenten erweitert: Ein Sensor misst die Beschleunigung des Handybesitzers, und ein eingebauter Kompass die Wegrichtung. Daraus kann nach Empfang eines Signals die Standortänderung noch präziser vorausgesagt werden, wenn zur Zeit kein GPS-Signal verfügbar ist.
Microsoft liefert für das Modell von Sony-Ericsson sein Betriebssystem Windows Mobile. Der Hersteller ist damit in einen Markt eingestiegen, auf den auch Suchmaschinenanbieter Google tätig ist. Nachdem Microsoft dem Branchenprimus mit dem Kaufangebot für Yahoo auf dem Online-Werbemarkt den Kampf angesagt hat, stehen sich die beiden Konkurrenten nun auch bei den standortbezogene Dienste auf vertrauten Seiten gegenüber: Google hat ein eigenes Betriebssystem mit dem Namen „Android“ entwickelt und als Open Source zur weiteren Verbesserung zur Verfügung gestellt. Microsoft hingegen setzt auch bei Handys vor allem auf proprietäre Software und versucht, mit der Ausgereiftheit seiner Produkte zu punkten. Während es Google auch bei seinem Engagement im Handymarkt vor allem um die zielgerichtete Platzierung von Werbung geht, soll Windows Mobile über die Anschaffungskosten Profit erbringen. Nokia mit seinem ebenfalls proprietären eigenen Betriebssystem und einer eigenen Kartensoftware ist ein weiterer Konkurrent für Googles Angebote, die ja seit Längerem im Internet den Service „Google Maps“ umfassen.


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