Cloud-Speicher ohne US-Recht: Sind TeamDrive, Jottacloud und Co. sicherer?

By on 13. November 2013

Spätestens seit dem NSA-Skandal ist das Vertrauen in den amerikanischen Datenschutz erschüttert: Der scheinbar mühelose Zugriff des Geheimdienstes auf fremde Daten von unbescholtenen Bürgern hinterlässt bei der Nutzung von Cloud-Diensten ein schlechtes Gefühl. Denn so komfortabel der automatische Datenabgleich auch sein mag, in der Regel kommen die Anbieter aus den USA oder haben zumindest ihre Server dort stehen. Doch es gibt auch in Europa einige Alternativen.

Europäische Cloud-Dienste legen Wert auf Datenschutz

Der norwegische Anbieter Jottacloud wirbt besonders mit der Datensicherheit: Alle Dateien werden innerhalb Norwegens gespeichert und unterliegen auch norwegischem Datenschutzrecht. Im Vergleich zu den meisten Angeboten der Marktführer erscheint der Dienst auch noch recht günstig: 5 GB Speicher sind umsonst, 20 GB kosten gerade einmal 1,70 Dollar monatlich. Schade: Für die Betriebssysteme Windows Phone und Linux gibt es keinen Client, zur Nutzung muss auf die Website ausgewichen werden. Noch mehr Sicherheit bietet das Schweizer Unternehmen Wuala: Hier werden alle Dateien auch auf dem Rechner des Kunden verschlüsselt, dadurch können nicht einmal Mitarbeiter des Unternehmens die Dateien einsehen. Monatlich kosten 20 GB 2,99 Euro, die ersten 5 GB sind auch hier kostenlos.

Mit Teamdrive eigenen Server nutzen

Einen etwas anderen Schwerpunkt setzt die Software „Teamdrive“: Sie soll besonders Projektteams, die an einer Datei arbeiten, ermöglichen, immer auf die aktuelle Version Zugriff zu haben. Dabei wird mit der Software die Grundlage zur Synchronisation angeboten, als Speicherort kann aber auch ein eigener Server gewählt werden. Zwar ist die Software kostenlos, beschränkt das Nutzungslimit aber auf 2 GB. Für ein größeres Volumen werden 29,99 Euro jährlich fällig. Auch eigene Server bietet das Unternehmen an; der standardmäßige Speicherort ist aber alles andere sicher: Irland war in der Vergangenheit häufig bezüglich des sehr liberalen Datenschutzes in den Schlagzeilen. Auf Wunsch kann aber auch ein anderer Speicherort gewählt werden. Ein Plus ist die Verschlüsselung der Dateien vor dem Upload.

Alternativen vorhanden

Dass eine Cloud bequem und nützlich ist, hat sich herumgesprochen – trotzdem verzichten viele Menschen auf die Nutzung der externen Datenspeicherung. Doch auch wenn die Bedenken bezüglich des Datenschutzes berechtigt erscheinen, gibt es einige sichere Alternativen. Im Zweifel kann sogar ein eigener Server genutzt werden. In Verbindung mit einer Verschlüsselung der Daten ist das eine wirklich sichere Angelegenheit.

Image: Wilm Ihlenfeld – Fotolia

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