Ist das die Zukunft? OmniTouch

By on 30. September 2013

Neue technikstrong>Smartphones sind sehr praktisch, aber nicht unbedingt einfach zu bedienen. Der begrenzte Platz, den ein Touchscreen bietet, lässt beispielsweise die Eingabe von längeren Texten zu einer Tortur werden. Lösungen für dieses Problem gibt es bereits zahlreiche, durchgesetzt hat sich allerdings noch keine davon. Neue Konzepte bieten jedoch inzwischen interessante Alternativen, die in Zukunft zum Standard gehören könnten.

Schreiben auf der Tischplatte oder dem Handgelenk

Das Konzept ist zwar nicht ganz neu, wurde aber in den letzten Jahren technisch deutlich verbessert und begeisterte die Besucher auf der Stanford-Messe. Der Magic Cube projiziert eine Tastatur auf eine Tischoberfläche – auf dieser lässt sich dann bequem schreiben. Weiterentwickelt wurde die Technik von Microsoft, das neue OmniTouch ist in der Lage, den Bildschirm auf eine beliebige Oberfläche – einen Arm beispielsweise – auszugeben. Auf diesem können dann dank dreidimensionaler Sensoren-Schaltflächen wie bei einem Touchscreen angetippt werden. Noch ist der Prototyp allerdings zu groß für den mobilen Gebrauch – es wird also noch eine Weile dauern, bis die Technik serienreif ist.

Neuartige Eingabemöglichkeiten sind bereits erfunden

Manche Entwickler halten jedoch den heutigen Touchscreen an sich bereits für eine Sackgasse, sie betonen, dass die menschliche Hand für wesentlich mehr Aktionen als nur das simple Antippen und herumziehen zu gebrauchen ist. Auch Multitouch ist hier keine Lösung, denn die Verwendung von mehreren Fingern ist nicht unbedingt intuitiv und keinesfalls natürlich. Sie entwickeln deshalb Systeme, die einen Unterschied zwischen Fingerknöchel, -spitze oder -nagel erkennen können. Andere setzen hingegen auf Geräusche – etwa durch das Kratzen auf einer Tischoberfläche oder am Hosenbein. Diese werden von dem Gerät registriert und eine entsprechende Aktion gestartet. Einen völlig neuen Ansatz bietet die Steuerung mithilfe eines kleinen Magneten, der am Finger befestigt wird. Ein Sensor registriert die Bewegung, die Richtung und die Geschwindigkeit – so lässt sich beispielsweise durch ein Menü blättern und ein Punkt auswählen.

Alternativen werden noch eine längere Entwicklungszeit brauchen

Noch ist allerdings kein funktionsfähiger Ersatz für den berührungsempfindlichen Bildschirm in Sicht. Deshalb werden die Eingabemöglichkeiten bislang bestenfalls ausgebaut und in keinem Fall ersetzt. Mittelfristig könnte sich dies allerdings ändern, wenn einer der verschiedenen Ansätze konsequent weiterentwickelt und entsprechend umgesetzt werden sollte.

Bild: raven – Fotolia