Browser Add-ons: die kleinen Helferlein beim Surfen

Jeder, der im Internet surfen möchte, kennt ihn, doch kaum jemand befasst sich intensiver mit ihm: der Webbrowser oder Browser. Der Browser ist das Bindeglied zum Visualisieren von Internet-Inhalten auf dem Bildschirm des jeweiligen Endgeräts. In den Anfangszeiten gab es noch große Schwierigkeiten bei den einzelnen Anbietern von Browsern, Netzinhalte wirklich korrekt darzustellen. Erst mit der Akzeptanz der WC3-Standards besteht nun größtenteils Übereinstimmung. Dabei hat sich der Browser erheblich weiterentwickelt und die einzelnen Herausgeber buhlen um die Gunst der Benutzer. In der Folge wurden sie immer umfangreicher mit Sonderfunktionen ausgestattet, doch irgendwann waren viele Browser schlicht überladen. Seither geht der Trend zu Add-ons, also Browser-Erweiterungen, die Sie selbst individuell aussuchen und installieren können. Darunter sind viele praktische Helferlein.

Die Vielfalt an Add-ons ist nahezu grenzenlos

Die meisten Browser verfügen über ein gewisses Maß an Grundfunktionen. Jedoch entwickelt sich das Internet stetig weiter und eröffnet neue Möglichkeiten. Ein einfaches Beispiel dafür wären PDF-Seiten oder Flash-Videos. In den Grundfunktionen beherrschen moderne Browser die Verarbeitung und Visualisierung dieser Daten nicht. So werden entsprechende Add-ons bereitgestellt, die nicht nur zugunsten der Lesbarkeit bestimmter Dateiformate programmiert werden, sondern auch die Sicherheit der Browser beim Surfen erhöhen.
So bieten einige Antiviren-Softwarehersteller diese kleinen Apps an, um einen PC, ein Smartphone oder ein Tablet besser gegen Schadsoftware zu schützen. Darüber hinaus können Sie auch zahlreiche ergänzende Komfortfunktionen zu den Funktionen Ihres Browser hinzufügen. Nutzer, die beispielsweise einen eigenen Server verwalten, können einen FTP-Zugang integrieren, um für das Hochladen neuer Dateien nicht ständig ein gesondertes FTP-Programm nutzen zu müssen. Andere Add-ons wiederum überprüfen die Rechtschreibung, stellen zusätzliche Informationen wie regionale Wetterdaten oder weitere Toolbars zur Verfügung.

Add-ons immer Schritt für Schritt installieren und überprüfen

Doch selbst, wenn Add-ons eine echte Bereicherung für den Browser darstellen und viele Arbeiten am Computer und im Internet für Sie erleichtern – Sie sollten niemals zu viele der kleinen Helferlein hinzufügen. Vor allem ist es wichtig, dass sie nach jeder Neuinstallation eines Add-ons die Funktionsweise Ihres Browser ausgiebig überprüfen. So kann es vorkommen, dass einige Add-ons nicht kompatibel zueinander sind. Andere wiederum benötigen eine bestimmte Browser-Version, also möglicherweise ein älteres oder jüngeres Release.
Zudem zehren die kleinen Helfer auch vom benötigten Arbeitsspeicher Ihres PCs. Je mehr Add-ons verwendet werden, desto langsamer kann ein Browser werden. Das führt im schlimmsten Fall so weit, dass er sich nicht mehr bedienen lässt oder gleich gänzlich abstürzt. Viele Angebotsseiten gestatten auch Bewertungen zu Add-ons durch andere Nutzer. Das hat den Vorteil, dass eventuelle Probleme mit dem einwandfreien Betrieb oder der Kompatibilität schon vor der Installation bekannt sind.

Der Unterschied zwischen Add-ons, Plug-ins und Themes

Technisch gilt es zudem zwischen Add-ons, Themes und Plug-ins zu unterscheiden. Themes sind nichts anderes als Templates, die Ihrem Browser ein neues Aussehen verleihen. Farben, Anordnungen, Buttons und Fonts können Sie so beliebig verändern. Plug-ins sind grundsätzlich Add-ons sehr ähnlich, dennoch gibt es einen markanten und wichtigen Unterschied: Ein Add-on bringt keine eigenen Library-Daten ein, kann also ausschließlich mit den vorhandenen Datenbanken betrieben werden. Dementsprechend einfach ist auch eine gewünschte Deinstallation – das Add-on wird einfach deaktiviert. Handelt es sich ausdrücklich um ein Plug-in, sollten Sie bedenken, dass das Plug-in auch Datenbankdaten, also eine Library, bereithält. Diese Codes werden in die bestehende Datenbank integriert. Teilweise werden bestehende Einträge sogar gelöscht, ergänzt oder umgeschrieben. Dementsprechend hoch ist das Risiko, dass sich hier ein Fehlercode einnistet. Bietet ein Browser die Möglichkeit eines Backups, sollte dies auf jeden Fall vor der Plug-in-Installation erfolgen. Gibt es keine Backup-Funktionen, findet sich bestimmt ein entsprechendes Add-on, welches Backups für Sie erstellt.

Foto: intelwebs – Fotolia

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