Gebrauchte Software kaufen: Vorteile und Tipps

By on 10. August 2022

Es gibt kaum noch ein Unternehmen, das ohne Software auskommt. Nicht nur das: In vielen Branchen wird die meiste Arbeit am Computer erledigt. Arbeitsalltag, Kommunikation, Krisenmanagement – all das hängt direkt und indirekt mit der Software zusammen, die den Mitarbeitern zur Verfügung steht.

Allerdings liegt gute Software auch nicht frei auf der Straße herum. Stattdessen müssen Lizenzen erworben werden, damit sie genutzt werden kann. Und je mehr Arbeitsplätze mit Software versorgt werden müssen, umso mehr Kosten sind zu erwarten. Eine Option, um hier zu sparen, ist der Kauf von gebrauchter Software. Viele Unternehmer wissen noch gar nicht, dass das überhaupt möglich ist.

Was ist gebrauchte Software?

Dass so viele Unternehmen noch ausschließlich auf neue Lizenzen setzen, ist eine Überraschung. Denn gebrauchte Software ist genau das, was der Name vermuten lässt: Anstatt eines Neukaufs wird Software erworben (beziehungsweise die Lizenz zur Nutzung), die schon einmal in Anspruch genommen wurde.

Das geht auf verschiedene Arten. Einerseits brauchen Unternehmen Lizenzen manchmal nicht mehr, wenn sie auf eine andere Software umstellen oder ein umfangreiches Upgrade durchführen. Typisch ist auch, dass ein Teil der IT-Geschäfte an externe Dienstleister abgegeben wird. In diesen Fällen wird die Software für das Unternehmen unbrauchbar – und durch den Weiterverkauf kann noch etwas Geld eingenommen werden. Manchmal werden aber auch mehr Lizenzen erworben, als wirklich nötig sind. Dann wurde zum Beispiel bei einem Sonderangebot zugeschlagen.

Das sind die Vorteile

Software gebraucht zu kaufen, hat einen unglaublich großen Vorteil: das enorme Einsparpotential. Jeder, der schon einmal im großen Stil Softwarelizenzen erwerben musste, weiß um die Kosten. Gebrauchte Software kann 30, 50 oder sogar 70 Prozent günstiger sein. Sich dafür mit einem Händler für Software-Lizenzen in Verbindung zu setzen, lohnt sich vielleicht noch nicht, wenn nur zwei Lizenzen benötigt werden. Doch bei Unternehmen, die fünf, zehn oder mehr Arbeitsplätze ausstatten müssen, kann hier unglaublich viel gespart werden.

Ein zweiter Grund für den Kauf von gebrauchter Software ist die Nutzung älterer Versionen. Ist das gesamte IT-System ideal abgestimmt, können Updates zu Problemen führen. Einige Software-Anbieter geben allerdings ältere Versionen nicht mehr heraus. Somit kann die benötigte Software tatsächlich nur noch gebraucht erworben werden. Anders als bei Hardware ist das auch ohne Risiko möglich, da Software keinen Verschleiß hat.

Das sind die Nachteile und Gefahren

Wer versucht, auf eigene Faust gebrauchte Software zu finden und zu kaufen, wird möglicherweise auf Probleme stoßen. Denn der Kauf von gebrauchter Software ist zwar legal, aber das heißt nicht, dass es nicht auch Betrüger auf dem Markt gäbe.

Diese verkaufen Lizenzen, die noch in Benutzung sind. Auf Umschlagplätzen werden da gerne schon mal hunderte Lizenzen verkauft, die nicht weiter verwendet werden dürfen. Diese Betrüger anzuzeigen, ist zwar möglich, aber die Verfolgung ist schwierig. Somit ist die größte Gefahr bei gebrauchten Lizenzen auf einen unseriösen Anbieter zu stoßen.

So gelingt der Kauf gebrauchter Software

Die gute Nachricht ist, dass seriöse Anbieter einfach zu finden sind. Sie geben auf ihren Websites alle wichtigen Informationen zu der Software heraus – aber auch zum eigenen Unternehmen. Impressum, Datenschutzerklärung und Unternehmensvorstellung deuten schon mal darauf hin, dass professionell gearbeitet wird. Zusätzlich beschreiben seriöse Händler für gebrauchte Software, wie der Kauf abläuft.

So können einige Lizenzen mit einem Recht auf Updates und Support erworben werden. Ob das bei der gekauften Software der Fall ist, sollte vorher transparent vom Anbieter kommuniziert werden. Auch Garantien und Rückkaufoptionen sollten nicht im Kleingedruckten versteckt werden. Gerade der Kauf mehrerer gebrauchter Lizenzen sollte somit gut geplant sein. Ein Anruf beim Anbieter und eine Beratung sind ein guter erster Schritt, um sich über die Optionen zu informieren – und über das Einsparpotential.

Bild: pixabay.com, geralt, 259758

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