Joojoo – Die Alternative zum iPad?

By on 10. Mai 2010

Bereits ab dem 12. Mai soll der Tablet-PC Joojoo in Deutschland zu bestellen sein. Das Gerät bietet ein grösseres Display als das iPad, und unterstützt Open Source Software und Flash. Kann es der Flachmann aus Singapur wirklich aufnehmen mit dem grossen Apfel aus Silicon Valley?

Das Rennen um die Pole-Position im Bereich der Tablet-PCs ist nun offiziell eröffnet. Apple kündigte unlängst den europäischen Release für das iPad für 28. Mai an, und die Konkurrenz ist ihnen dicht auf den Fersen. Das Joojoo versteht sich als ein Gerät, das einzig für das Surfen im Internet ausgelegt ist. Hierfür werden keine teuren Apps von Apple benötigt, sondern alles lässt sich frei nach Gusto herunterladen oder installieren.

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Joojoo – Size does matter?

Das Wort Joojoo ist laut dem Hersteller Fusion Garage abgeleitet von einem westafrikanischen Begriff für Magie. Die Message ist einfach: Das Internet soll mit dem Tablet-PC auf magische Weise neu entdeckt werden. Der grösste Vorteil des Geräts erschliesst sich bereits vor dem Einschalten – Es bietet einen 12 Inch grossen Touchscreen, der sogar mit einer HD-fähigen Auflösung aufwarten kann. Natürlich ist das Joojoo deswegen auch grösser, und mit 1,2 Kilogramm schwerer als sein Konkurrent aus dem Hause Apple.

Die sonstige Hardware liest sich eher unspektakulär, so werden in der Basisversion nur 4 Gigabyte Festplattenspeicher via SD-Card, ein reguläres WLAN und eine Webcam mit 1,3 Megapixeln geboten.

Das Joojoo im Praxistest

Das Surfen gestaltet sich auf dem iPad-Konkurrenten schwieriger als gedacht. Die erste Version der Software ist noch unausgereift, und es kommt bei diversen Seiten zu Schwierigkeiten, beispielsweise beim Einloggen auf Social Networking Seiten. Zwar werden vom Hersteller extrem schnelle Boot- und Ladezeiten versprochen, doch bereits vor dem offiziellen Release gibt es ein Softwareupdate für das Joojoo, um die auftretenden Bugs zu beheben. Kein besonders gutes Zeichen.

Eine echte Alternative zum iPad?

Zwar wird auf der offiziellen Seite der „grösste Appstore der Welt“ versprochen, nämlich das Internet selber, aber das Joojoo tut sich schwer bei der Darstellung von Flash und Videos. Hier liegt der grosse Schwachpunkt des Tablet-PCs, der den Zugriff auf eigene Musik und Videos eher umständlich gestaltet. Eine Akkulaufzeit von 5 Stunden bei Normalbetrieb und 2,5 bei Videowiedergabe kann zudem nur als dürftig bewertet werden.

Kurzum, das Joojoo kann auf den ersten Blick schon etwas bieten, aber die erste Generation hat doch noch zu viele Schwachpunkte. Bleibt die Frage, warum der Release parallel mit dem des iPads geplant wurde. Zu einer ernsthaften Konkurrenz wird das Joojoo wohl nicht werden.

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