Kriegst du Harzt IV, kommst du ins Visier

By on 16. November 2013

Die Bundesagentur für Arbeit will Ebay-Verkäufe von Hartz-IV-Empfängern überwachen. Es kann ja nicht angehen, dass die den Riesenreibach machen – und nebenbei Kohle vom Staat abziehen.

Der gemeine Hartz-IV-Bezieher – er schläft bis mittags, schaltet dann die Glotze an, köpft das erste Pils und genießt das süße Leben. An diesen Missstand haben wir uns schweren Herzens gewöhnt. Doch dass die faulen Leistungsempfänger durch Ebay-Verkäufe Geld scheffeln, obwohl sie vom Staat alimentiert werden, das geht zu weit!

Zum Glück sieht das die Bundesagentur für Arbeit genauso – und ist zudem der Überzeugung: Selbst die bildungsfernen Hartz-IVler haben mittlerweile mitgekriegt, dass der Online-Handel Jahr für Jahr kräftig wächst. Und verscherbeln bei Ebay und anderswo, was das Zeug hält. Die Einnahmen halten sie natürlich schön geheim, weil sonst womöglich ihre Bezüge gekürzt würden.

Die roten Socken könnten die Pläne durchkreuzen

Die Bundesagentur will nun eine „gesetzliche Grundlage für die Erhebung von Daten im Internet“ schaffen, wie es in schönstem Bürokratendeutsch heißt. Das eigentliche Schnüffeln – pardon, die Erhebung von Daten – könnte das Bundeszentralamt für Steuern übernehmen, das bereits mit Hilfe einer Software namens Xpider nach Steuersündern fahndet. Wäre doch ein prima Synergieeffekt.

Leider müssen die famosen Pläne der Bundesagentur noch von der neuen Bundesregierung abgesegnet werden. Wenn da mal die Sozis nicht aus sozialromantischer Verklärung zum Bremsklotz mutieren. Aber freut euch nicht zu früh, ihr raffgierigen Hartz-IV-Empfänger, die FDP kommt wieder – und spätestens dann ist Schluss mit lustig!

Foto: Screenshot Ebay

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