Der Siegeszug der China-Smartphones

By on 26. November 2013

Smartphone mit GPS

Das Jahr 2013 neigt sich dem Ende zu – Grund genug für einige Analysten, ein Resümee zu ziehen über den diesjährigen Smartphonemarkt. Immerhin wurden dieses Jahr weltweit etwa eine Milliarde neue Handys verkauft. Besonders das Wachstum chinesischer Hersteller war dabei auffallend, während viele Anbieter, die in der Vergangenheit stark waren, verloren.

Lenovo beeindruckt mit enormen Verkaufs- steigerungen

Die Gesamtverkäufe von derzeit ca. 975 Million Geräten sind ohnehin beeindruckend; bedeuten sie doch eine Steigerung von 37% gegenüber dem Vorjahr und mehr als eine Verdoppelung gegenüber dem Jahr 2011. Ebenso verändert hat sich dabei die Aufteilung der Hersteller auf diesen Markt: Lenovo beispielsweise verkaufte 2011 gerade einmal zwei Millionen Geräte. Bereits ein Jahr später konnte der Anbieter die Absatzzahlen mit 23 Millionen Einheiten schon mehr als verzehnfachen. Der Verkauf von 47 Millionen Handys in diesem Jahr stellt nicht nur einen neuen beeindruckenden Rekord dar, es macht den Hersteller auch zu einem der erfolgreichsten Hersteller von Smartphones weltweit. Hinter Samsung, Apple und LG konnte der vierte Platz belegt werden.

Traditionelle Hersteller verlieren Marktanteile

Auch auf den weiteren Platzierungen folgen Marken aus dem Reich der Mitte: Den 5. und 6. Platz belegen ZTE und Huawei. Auf dem 7. Platz ist derzeit Sony vertreten, aber schon direkt dahinter konnte sich der chinesische Hersteller Yulong/Coolpad mit 35 Millionen Verkäufen platzieren. Zu den Verlierern gehörte dagegen besonders Nokia: Die Finnen, die mittlerweile an Microsoft verkauft wurden, wollten in diesem Jahr eigentlich mit einer ehrgeizigen Produktoffensive und hohen Absatzzahlen von sich reden machen. Tatsächlich sanken die Verkäufe um eine Million auf nur noch 34 Millionen Geräte. Für den einstigen Handymarktführer bedeutet das einen Marktanteil von gerade einmal noch 3,5%. Ebenfalls zu den Absteigern in diesem Jahr gehören Google, HTC und vor allem Blackberry: Die Kanadier verkauften nur noch 21 Millionen Geräte – was trotz einiger neuer Modelle einen Rückgang von mehr als 30% gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Auf dem Smartphonemarkt werden die Karten neu gemischt

Der Smartphone-Absatz konnte auch 2013 wieder beeindruckende Wachstumsraten vorlegen. Und wie auch in den vergangenen Jahren werden die Verkäufe vor allem von Samsung und Apple dominiert. Dahinter allerdings kommt Bewegung in den Markt: Vor allem chinesische Anbieter wie Lenovo, Huawei oder ZTE konnten die Verkäufe steigern, während die eher traditionellen Größen auf dem Markt, insbesondere Blackberry und Nokia, sogar teils deutliche Verluste hinzunehmen hatten. Angesichts der beeindruckenden Wachstumsraten des Gesamtmarkts ist das besonders tragisch. Bei der Betrachtung der Verkäufe sollte allerdings ein weiterer Aspekt berücksichtigt werden: Im Vergleich zu den Marktführern verkaufen die Aufsteiger hauptsächlich sehr preisgünstige Geräte auf den chinesischen und indischen Wachstumsmärkten. Ob die chinesischen Smartphones in puncto Qualität ebenfalls überzeugen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

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