Mit Lernsoftware in der Schule gegensteuern

By on 13. Februar 2018

Berlin – Waren die Noten im Halbjahreszeugnis schlechter als gedacht, heißt das nicht zwingend, dass man am Schuljahresende sitzenbleiben muss.

Ganz im Gegenteil: Schüler, die in dieser Situation mit digitalen Lernspielen oder Übungen arbeiten, haben sogar die Chance, die ein oder andere Note deutlich zu verbessern. Und Spaß kann das Ganze obendrein auch noch machen. Fünf Beispiele:

Mathe, zweite Klasse: Hier geht es in aller Regel noch nicht um Noten. Trotzdem will der Lernstoff verstanden werden. Kinder, die beim kleinen Einmaleins noch etwas unsicher sind, können etwa mit «Das kleine 1×1» von Ravensburger nacharbeiten. In dem interaktiven Lernbuch für den Audio-Lernstift Tiptoi machen sich die Kinder mit Mathe-Genie Kurt auf die Suche nach einem großen Schatz im Einmaleins-Gebirge. Voran kommen sie, indem sie Mathe-Rätsel lösen. So lässt sich etwa ein reißender Fluss nur überqueren, wenn die richtigen Neunersprünge eingesetzt werden. Das spannende wie motivierende Aufgabenbuch kostet 15 Euro – ohne Tiptoi-Stift.

Programmieren ab der dritten Klasse: In einigen Bundesländern wird der Minicomputer Calliope schon in Schulen eingesetzt, um das Programmieren spielerisch zu vermitteln. Kindern, die daheim weiterarbeiten möchten, können Eltern den Einplatinencomputer Calliope mini ab rund 35 Euro im Netz bestellen. Lehrmaterialien wie «Coden mit dem Calliope mini» von Cornelsen (13 Euro) sind auch verfügbar. Das Lehrbuch gibt eine leicht verständliche Anleitung, wie Programmieren überhaupt funktioniert. Spannend wird es dann in den sechs ausführlich beschriebenen Coding-Beispielen. Hier können Kinder ihrem Calliope etwa das Morsen beibringen, oder ihn so programmieren, dass er das Licht in der Dämmerung einschaltet.

Englisch, fünfte bis zehnte Klasse: Schnelles Nachschlagen verspricht das «Express Wörterbuch Englisch» von Pons (20 Euro). Es enthält den Wortschatz aller aktuellen Schulbücher und deckt die gesamte Mittelstufe ab. Zu dem umfassenden Werk gehört auch eine Wörterbuch-App für Android und iOS, die auch offline funktioniert, eine Vokabel-Sprachausgabe mitbringt und einen personalisierten Vokabeltrainer bietet. Damit lässt sich leicht Vokabular anlegen, das etwa für die nächste Arbeit gelernt werden müssen.

Spanisch fürs Abi: Ebenfalls ums schnelle Nachschlagen, wenn auch auf einem anderen Lernniveau und in einer anderen Sprache, geht es im «Abitur-Wörterbuch Spanisch» von Langenscheidt (23 Euro/auch für Englisch, Französisch und Latein erhältlich). Die Klausurausgabe für das Abitur beinhaltet den prüfungsrelevanten Wortschatz mit Kontextbeispielen und typischen Wendungen. Weil darin nur zugelassene Zusatzinformationen enthalten sind, darf das Buch auch in Klausuren und sogar in der Abi-Prüfung selbst benutzt werden.

Für das Üben vor den Klausuren eignet sich die Online-Ausgabe des Buches mit Wortformtabellen für spanische Verben oder der Möglichkeit, sich per Audio-Ausgabe die richtige Aussprache der Vokabeln anzuhören. Dazu gibt es interessante wie eingängige Lerntipps und Warnhinweise zu häufigen Fehlern.

Mathe und Englisch fürs Abi: Ebenfalls für die Abi-Vorbereitung ist die App «Cornelsen Clevery – Oberstufe» aus dem gleichnamigen Verlag. Mit iOS- und Android-Mobilgeräten können die Schüler zielgerichtet mit Prüfungsstoff der Fächer Mathe und Englisch arbeiten. Um festzustellen, wo die größten Lücken sind, können die Abiturienten in spe zunächst einen Test machen, der detailliert Rückmeldung zu Fehlern gibt. Anschließend lassen sich die Lernbereiche auswählen. Die App ist teilweise kostenfrei, einige Bereiche müssen über In-App Käufe (zwischen 2 und 25 Euro) freigeschaltet werden.

Fotocredits: Ravensburger,Jørn Alraun,Cornelsen,Pons GmbH,Langenscheidt,Cornelsen
(dpa/tmn)

(dpa)

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