Für alle Freunde des Open-Source-Projektes und diejenigen denen Microsoft nicht genehm ist: Das neue Open-Office 3.0 steht als kostenloser Download bereit.
Nach dem die Beta-Version bereits im Mai von etlichen Usern getestet wurde, ist sie nun als (hoffentlich) gefixte Version vorhanden. Allerdings ist die Seite von Openoffice zeitweilig ziemlich überfordert mit den Anfragen der User. Daher lohnt es sich vielleicht noch ein paar Tage mit dem Download zu warten.

Open Office 3.0 kann heruntergeladen werden.
Für alle, die sich nicht damit auskennen: OpenOffice ist eine kostenlose Alternative (Open-Source) zum Office von Microsoft. Es enthält also Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und so weiter. Ein großer und vermutlich bedeutendster Unterschied besteht darin, dass OpenOffice neben Windows auch auf Linux, Mac OS X (hier allerdings nur die Intel-Versionen) und Solaris installieren lässt.
Neu sollen die Erweiterungen ODF 1.2 dabei sein, das jetzt problemlos funktionieren soll. Zudem soll es eine neuartige Beschreibungssprache für mathematische Formeln geben und man kann jetzt auch MS-Office 2007 - Dateien einfach einlesen.
Beim Word-Äquivalent Writer gibt es neue Ansichtsoptionen und beim Exel-Verschnitt gibt es einen “Solver”, der soll das Optimieren optimieren. Allgemein soll das Paket mehr intuitiv zu bedienen sein. Naja, ich bin gespannt!
Such- und Rankingalgorithmen zur Weiterentwicklung veröffentlicht.
Ziel des BOSS genannten Programm ist es, Softwareentwicklern die Einbindung der Yahoo-Suchmaschine in eigene Programme zu ermöglichen. Über die bereitgestellte Programmierschnittstelle (API) können von einem Softwaresystem aus Suchanfragen an die Search Engine von Yahoo gestellt werden. Die Ergebnisse können dann von dem System modifiziert werden, beispielsweise dadurch, dass gefundene Seiten je nach gewissen Eigenschaften (Größe, Herkunft) unterschiedlich gewichtet werden. Oder das BOSS aufrufende Programm kombiniert die Suchergebnisse mit Bildern, RSS-Feeds oder anderen Zusatzinformationen. Yahoo bringt sein Konzept auf den Nenner, „BOSS + Your Special Sauce = Innovative Search Experience”. Zu diesem Zwecke hat das Unternehmen auch die Beschränkung der täglichen Suchanfragen auf 5000 aufgehoben.
Einige Interessenten hat BOSS bereits: Da ist zum Beispieldie semantischen Suche von Hakia.com. Hakia übernimmt die Fähigkeit von Yahoo! Daten aus dem Netz herauszusuchen, und analysieren sie dann mit Hilfe automatischer Texterkennung.
Über Yahoo als Unternehmen sagt dieser Schritt Einiges aus: BOSS bedeutet, dass alle Welt Teilhabe an den neuesten technischen Verbesserungen der Suchmaschine hat. Also erwartet Yahoo also offensichtlich nicht, dass es in näherer Zukunft wichtige Geheimnisse in diesem Bereich zu verraten haben wird. Umgekehrt könnte BOSS für Google aber durchaus gefährlich werden; denn andere Firmen auf der Grundlage von Yahoo’s Service spezialisierte Suchdienste entwickeln, könnten diese Googles Index leicht in den Schatten stellen. Vielleicht könnte BOSS durch die Bereitstellung von technischem Know-How auch irgendwie dabei behilflich sein, die bislang nicht sonderlich erfolgreiche Suchmaschine Wikia Search zu verbessern.
Am neuen Firefox überzeugt die meisten Nutzer sicher vor allem der hohe Nutzerkomfort; gegenüber der alten Version und vor allem dem Internet Explorer bietet die Version 3.0 viele kleine Features, die etwa das Verwalten von Lesezeichen erheblich vereinfachen. Das vielleicht stärkste Argument für den Open-Source-Browser liegt jedoch in den vielen zusätzliche erhältlichen Add-Ons. Mit diesen frei integrierbaren Softwaremodulen kann man die Funktionalität des Programms auf seine persönlichen Nutzungsgewohnheiten abstimmen. Sie Seite mozilla.addons ist das wichtigste Portal zum Download von Firefox-Add-Ons. Im Folgenden seien einige populäre Add-Ons erwähnt, die sicher fast jedem User irgendwie von Nutzen sein könnten.
Da ist zum Einen Clippings. Dieses Tool ermöglicht es, kleine Textpassagen zu speichern und mit einem Rechtsklick in beliebige HTML-Formulare zu integrieren. Praktisch ist das nicht nur zum Ausfüllen der immer gleichen Formulare (Name, Adresse, Kontonummer…). Größe und Position des Bildes in diesem Artikel habe ich zum Beispiel im Quellcode der Seite mit einem HTML-Tag bestimmt, der als Clipping abgespeichert ist.
Der Zusammenarbeit mit Google bietet das Add-Ons „Google Preview“ . Es fügt Thumbnails (kleine Vorschaubilder) zu HTML-Links in Google-Ergebnislisten ein. So bekommt man einen besseren Überblick über Suchergebnisse und muss nicht jeden Link einzeln aufrufen. Die gleiche Funktionalität für Links in HTML-Seiten bietet Cooliris Preview . Insbesondere bei solchen genuinen Internetfunktionen ist jedoch Vorsicht geboten; das Thumbnail kann nur durch einen internen Aufruf der entsprechenden Seite produziert werden, und das belastet natürlich die Internetverbindung. Man spart hier also nur einige Mausklicks, nicht aber Bandbreite.
Auf das Look&Feel des Browsers zielt das Add-On ColorfulTabs. Dieses Tool ist dazu gedacht, Seiten verschiedener Kategorien verschiedene Farben zuzuordnen. Wenn der Browser also etwa zehn Tabs zugleich anzeigt, lässt sich der eine wichtige Tab durch eine bestimmte Farbgebung von den anderen abgrenzen, und so findet man ihn leichter.
Man könnte noch viele tausend andere Beispiele für nützliche Add-Ons bringen. Klar ist jedenfalls: Die „Geschwindigkeit“ eines Browser sollte man nicht danach bemessen, wie schnell er aufgerufene Seiten anzeigt. Vielleicht noch wichtiger ist, wie man sich im Internet „zurechtfindet“. Und dabei sind Add-Ons geniale Helfer.
Konzern beugt sich dem Druck der EU
Als Reaktion auf die heftige Kritik der Europäischen Union an der Produktpolitik von Microsoft hat der Konzern nun zugestimmt, mehr technische Informationen über seine Produkte herauszugeben. Die EU will mit ihrer Forderung bewirken, dass der Konzern seine marktbeherrschende Stellung nicht dazu ausnutzen kann, ein Monopol zu errichten. Besonders in der Kritik standen in der Vergangenheit Versuche von Microsoft, die Benutzung des Windows Media Player für auf Windows-PCs quasi obligatorisch zu machen.
Die Interaktion von Anwenderprogrammen anderer Hersteller mit solchen von Microsoft ist vor allem durch die bisherige restriktive Informationspolitik des Unternehmens sehr erschwert worden. Weniger die interne Verrichtung von Aufgaben, als vielmehr die Geheimhaltung der Schnittstellen von Programmen sind dabei große Probleme. Dies erschwert vor allem Herstellern von Plug-Ins ihre Arbeit. Denn diese Programme sind in größere Anwenderprogramme integriert. Wenn nun beispielsweise ein Hersteller ein integriertes Rechtschreibprogramm für die Textverarbeitungssoftware MS Word herstellen möchte, braucht er dazu Informationen über die innere Struktur dieses Programms. Jeder Entwickler muss sich dann an Microsoft wenden, um die begehrten Informationen zu erlangen. Microsoft ist jedoch auch in solchen Fällen bisher nicht sonderlich kooperativ gewesen. Die Folge: Für Klassenschlager des Konzerns wie den Internet Explorer und die Office-Programme gibt es vergleichsweise wenig Plug-Ins und Add-Ons anderer Hersteller, und die existierenden arbeiten oft nur unzureichend mit den sie umgebenden Programmen zusammen. Hingegen sind Open-Source-Systeme wie der Browser Firefox mit mittlerweile tausenden von kostenlosen Plug-Ins gesegnet. Dies könnte den Produkten von Microsoft das Leben zunehmend schwerer machen. Die Entscheidung, nun mehr Daten herauszugeben, muss wohl auch vor dem Hintergrund dieser Situation gesehen werden, wie Microsoft auch selbst angibt. Auch wenn das Office-Paket und der Internet Explorer immer noch unangefochten die Nummer eins sind: Es mehrern sich die Stimmen, die den Open-Source-Lösungen den Vorrang geben. Den Browser Opera hat beispielsweise jüngst das Computermagazin CHIP (1/2008) noch vor dem Explorer zum schnellsten Browser auf dem Markt gekürt. Zudem steht Microsoft durch die zunehmende Konkurrenz internetbasierter Anwendungen wie der Textverarbeitungssoftware von Google oder dem Adobe-Air-System unter Druck.
Tatsächlich enthalten die zu veröffentlichenden Daten vor allem Informationen über Programmschnittstellen. Nach Informationen der New York Times soll zunächst eine 30.000 Seiten umfassende Dokumentation veröffentlicht werden, welche die Interaktion des Windows-Betriebssystems mit Server-basierten Programmen beschreiben.
Der Leiter des Open-Source-Projektes von Microsoft, Sam Ramij, erläuterte auf der vom 22. bis 24. Januar in Nürberg stattfindenden Konferenz „Open Source Meets Business“ (OSMB) die Antworten des Unternehmens auf Konkurrenz durch freie Software.
Insgesamt geht es Microsoft darum, bei aller Konkurrenz durch freie Software stets darauf zu achten, dass die Anwender ihre Programme nach wie vor auf der Plattform des Windows-Betriebssystems benutzen. Der Albtraum von Microsoft ist, dass populäre OS-Programme Anwender dazu bringen, von Windows auf Linux umzusteigen. Daher bemüht sich der Konzern darum, dass freie Entwickler Windows-Versionen ihrer Produkte herausbringen. Zu diesem Zweck werden an Entwickler Abonnements über die hauseigene Software inklusive relevanter Informationen umsonst vergeben. Anwendungsgebiet für Open-Source-Projekte waren in der Vergangenheit zum Beispiel Bemühungen, Software zum Identitätsmanagement für externe Entwickler frei zu geben. Außerdem will Microsoft zusammen mit den Entwicklern des Browsers Firefox dessen Zusammenwirken mit dem Windows Media Player verbessern.
In einem Gespräch mit heise.de lehnte Ramij jedoch den Umkehrschluss ab, dass Microsoft auch eigene kommerzielle Produkte auf freien Betriebssystemen anbieten könne. Das wichtigste Ziel des Unternehmens sei es, die Nutzung von Windows zu sichern, Anwendersoftware trete dahinter zurück (via heise.de).
Zudem hat Microsoft mit eigenen Lizenzen versucht, den Trend zu freier Software wenigstens im Rahmen der eigenen Produktreihen ein wenig zu steuern. Die beiden OS-Lizenzen MS-PL (Microsoft Public License) und MS-RL (reciprocal license) waren im Oktober letzten Jahres von der Open Source Intiative (OSI) offiziell als Open-Source-Lizenzen anerkannt. Die Lizenzen haben die für OS-Lizenzen typischen Eigenschaften. Microsoft öffnet die so gekennzeichneten Produkte für eine „nichtexklusive, weltweite, tantiemen-freie“ (royalty-free) Lizenz. Benutzer dieser Software dürfen diese verändern und die so veränderten Produkte verkaufen; aber nur unter der gleichen Lizenz. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist eine solche Freigabe immer ein Wagnis. Denn jedermann kann auf diese Weise den von Microsoft zur Verfügung gestellten Programm-Code vermarkten und so von der Entwicklungsarbeit der Unternehmens kommerziell profitieren.
Heise, der Veranstalter der OS-Konferenz, hat den Vortrag von Sam Ramij in Nürnberg als Webcast veröffentlicht.