Von der Filmrolle zum Silberling: Super-8-Filme digitalisieren

By on 18. April 2018
Von der Filmrolle zum Silberling: Super-8-Filme digitalisieren

In den Sechzigern und Siebzigern wurde fast jede Feier und jeder Urlaub auf Amateurfilm gebannt. Damals konnte noch niemand ahnen, wie weit der technische Fortschritt seitdem voranschreiten würde. Im Zeitalter der Smartphone-Videos laufen die alten Bilder Gefahr, nicht mehr angeschaut zu werden. Doch wer seine Super-8-Schätze für die nächsten Generationen retten möchte, kann sie digitalisieren lassen.

Handliche Kassetten für den Filmamateur

1965 brachte der Filmriese Kodak Super 8 als neues Filmformat auf den Markt. Damit wurde das Amateurfilmhobby auch für Haushalte mit einem normalen Einkommen erschwinglich. Die lichtdichten Filmkassetten hatten integrierte Filmspulen, auf denen ein 15 Meter langer Filmstreifen aufgespult war. Bei 18 Bildern in der Sekunde konnte so zirka 3,5 Minuten lang stumm gedreht werden, die Entwicklung war beim Kodachrome 40 bereits im Preis mit inbegriffen. Es gab Super-8-Kameras von vielen Herstellern, ebenso wie Projektoren, Leinwände und kleine Schneidetische. Verdrängt wurde das analoge Filmformat Anfang er Achtziger durch die Videokameras.

Seit dieser Zeit hat sich die Art, Filme aufzunehmen, durch die Digitalisierung und das Smartphone dramatisch verändert. Mittlerweile müssen oft sogar schon ältere digitale Film-Formate konvertiert werden, um sie noch mal sehen zu können. So gibt es auf dieser Seite einen Konverter, mit dem sich MOV-Dateien für den QuickTime Player von Apple in MP4-Dateien umwandeln lassen. So können sie zum Beispiel auch auf Android-Smartphones abgespielt werden.

Es gibt drei Möglichkeiten, Super 8 zu konvertieren

Die erste ist denkbar einfach: Der Super-8-Film wird auf eine Leinwand projiziert und mit einer digitalen Kamera abgefilmt. Perfekt wird das Ergebnis meistens nicht, es flackert und ist ungleichmäßig ausgeleuchtet. Professioneller ist die zweite Variante: Hier wird die Filmrolle Einzelbild für Einzelbild abgescannt und dann auf DVD digital transferiert. Sie liefert das bessere Ergebnis, ist aber vom Equipment und vom erforderlichen Know-how her aufwendiger.

Bei der dritten Variante wird ein professionelles Bildverarbeitungsstudio beauftragt, das diese Aufgabe gegen Entgelt erledigt. Berechnet wird pro Minute Filmmaterial, wobei sich ein Preisvergleich lohnt. Die digitale Kopie auf DVD wird oft in verschiedenen Qualitätsstufen angeboten. Je mehr Leistungen zum reinen Abtasten und Digitalisieren hinzukommen, umso teurer wird es. Zu ihnen gehören Restaurationsarbeiten am Super-8-Material oder das Nacharbeiten alter Schnittstellen. Auch eine Trockenreinigung des Filmmaterials gehört häufig dazu. Manchmal gibt es auch Testangebote, bei denen eine Filmrolle zu günstigeren Konditionen digitalisiert wird, um das Ergebnis begutachten zu können. Optional gibt es bei den Anbietern außerdem die Möglichkeit, die alten Filme in Full HD zu digitalisieren.

Bildquelle: Pixabay, 1331184, dansamu

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