Elektronik finanzieren – aber richtig!

By on 29. Juni 2017
Elektronik finanzieren – aber richtig!

Er ist aus den Prospekten der großen Elektronik-Handelsketten nicht mehr wegzudenken: der Null-Prozent-Kredit. Wer einen Fernseher, Computer oder AV-Receiver kauft, kann den Kaufpreis abstottern, ohne dafür Zinsen zahlen zu müssen. Anders als bei Dispo- oder Ratenkredit von der Bank. Lohnt sich die Null-Prozent-Finanzierung immer – oder hat sie Nachteile?

Zinslose Kredite aus dem Elektronikmarkt

Klar, für große Anschaffungen wie Auto oder sogar Haus nimmt die Mehrzahl der Deutschen einen Kredit auf. Derart große Summen haben die meisten nicht mal eben zu Hause rumliegen. Aber auch der Erwerb von Konsumgütern aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik wird zunehmend auf Pump finanziert. Besonders beliebt: die Null-Prozent-Kredite. Der Bankenfachverband BFACH taxiert die Summe der so finanzierten Produkte in Deutschland auf jährlich 4,3 Milliarden Euro.

Aber so ein zinsloser Kredit kann auch seine Nachteile haben:

  • Der Kredit besitzt kein Widerrufsrecht
  • Gibt der Käufer ein Gerät wegen Mängel zurück, muss er trotzdem die Finanzierung weiter bedienen
  • Die Kredite sind zweckgebunden, sie gelten also nur für diesen einen Kauf bei einem Händler
  • Die Kreditsumme entspricht genau dem Kaufpreis; es besteht keine Möglichkeit, einen höheren Kredit aufzunehmen

Der Kredit selbst wird nicht von dem Händler vergeben, sondern von dessen Partnerbank. Damit bei diesem Geschäft beide, Händler und Bank, etwas verdienen können, muss der Kredit über die Gewinnmarge subventioniert werden. Das bedeutet, dass das betreffende Produkt durchaus teurer sein kann als bei einem konkurrierenden Händler.

Bank und Händler gelangen durch die Kreditvergaben an Kundendaten. Wer einen solchen Kredit abschließt, muss damit rechnen, regelmäßig Angebote per Post oder E-Mail zu bekommen.

Natürlich kann eine Null-Prozent-Finanzierung ein gutes Angebot sein. Aber vorher gilt: Preise vergleichen und Kleingedrucktes lesen, um eventuelle Zusatzkosten wie eine Kreditausfallversicherung auszuschließen.

Alternative: Geld von der eigenen Bank

Als Alternative zur Finanzierung über den Händler kann der Dispo-Rahmen des Girokontos ausgeschöpft werden. Dies ist eine schnelle und einfache Lösung, die aber teuer zu stehen kommt. Die Zinsen für den Dispo sind hoch, liegen oft über zehn Prozent. Günstiger ist es, einen Kredit bei einer Bank aufzunehmen. Vorher empfiehlt es sich einen Online-Kreditvergleich durchzuführen – das spart noch mal ein paar Euro. Hier lässt sich auch ein Kredit für Freiberufler recherchieren – die werden von den Banken in der Regel deutlich restriktiver gehandhabt als bei Angestellten.

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